"Bei Witt käme der Mitleids-Effekt zum Tragen"

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Katarina Witt könnte bei einer erneuten Kandidatur vom "Mitleids-Effekt" profitieren.

München - Im Sommer  wurde München als Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2018 abgelehnt. Nun äußert sich eine weitere prominente Stimme über eine erneute Kandidatur 2022 und einen möglichen Mitleidsbonus:

Gianfranco Kasper, Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und Präsident des Welt-Skiverbandes (FIS), hat die Stadt München zu einer erneuten Bewerbung um die Olympischen Winterspiele aufgefordert. „Ja. Gleich für 2022. Eine Pause wäre schlecht“, sagte Kasper der Bild-Zeitung auf die Frage, ob München einen neuen Anlauf wagen solle.

Die Bewerbung hätte laut Kasper gute Chancen. Bei Katarina Witt, die die gescheiterte Initiative für die Spiele 2018 als Chefin angeführt hatte, „käme der Mitleids-Effekt der Wahlmänner zum Tragen“, sagte er.

München und der deutsche Sport stehen einer neuerlichen Bewerbung positiv gegenüber. Präsident Thomas Bach vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nannte die Idee und das Konzept von „München 2018“ einen „Schatz, den wir nicht vergraben dürfen“. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude sagte: „Für die Katz' haben wir nicht konzipiert, sondern für die Zukunft.“ Allerdings ist eine Kandidatur schon für 2022 bislang eher unwahrscheinlich. Diese müsste im Herbst 2013 auf den Weg gebracht werden.

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Kasper machte unterdessen zwei Punkte für das Scheitern von „München 2018“ verantwortlich. Zum einen sei Gewinner Pyeongchang (Südkorea) nach zwei zuvor gescheiterten Anläufen einfach „dran“ gewesen. „In IOC-Kreisen war das klar, aber die Deutschen wollten es bis zum Schluss nicht begreifen.“ Zum anderen habe bei der Bewerber-Präsentation vor dem IOC in Lausanne „für München auch ein Vertreter von BMW gesprochen. Das hat für Irritationen gesorgt. Dagegen hat Pyeongchang die Leute von Sponsor Samsung immer im Hintergrund gehalten.“

SID

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