Air-France-Flug: Signale vom Flugschreiber empfangen

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Teile des Wracks wurden schon geborgen - die Suche nach der Black Box geht weiter.

Drei Wochen nach dem Absturz einer Air-France-Maschine in den Atlantik hat ein U-Boot offenbar Signale der Black Box empfangen. Die Zeit wird knapp: Die Geräte haben nur noch Energie für eine Woche.

Drei Wochen nach dem Absturz der Air-France- Maschine in den Atlantik sind nach Informationen der Pariser Zeitung Le Monde erste schwache Signale der Flugschreiber empfangen worden. Das französische Forschungs-U-Boot „Nautile“ sei getaucht, um anhand der Signale die Flugschreiber zu suchen, berichtet die Zeitung auf ihrer Internetsite.

Dem Bericht zufolge wurden die schwachen Signale des Flugschreibers von Schiffen der französichen Marine geortet. Die A330 mit 228 Insassen war am 1. Juni auf dem Flug von Rio nach Paris in den Atlantik gestürzt.

Die Suche sei schwierig, da die Geräte in einem Gelände mit bis zu 5000 Meter tiefen unterseeischen Schluchten lägen, berichtete die Monde. Die Signalgeber der beiden Flugschreiber - ein Flugdatenschreiber und ein Gerät zur Aufzeichnung der Geräusche in der Pilotenkanzel - haben noch Energie für eine Woche. Noch ist unklar, ob die Signalgeber noch an den Flugschreibern sitzen. Der Chef des französischen Amts für Unfallanalyse BEA, Paul Louis Arslanian, hatte kürzlich erklärt, es sei durchaus möglich, dass sich die Sender beim Aufprall von den Flugschreibern gelöst hätten.

Von den Flugschreibern wird Aufschluss über die Ursache des Absturzes erhofft. Die Suche hatte sich nach BEA-Angaben auf einen Umkreis von 70 Kilometern um den Ort der letzten Positionsbestimmung des Unglücks- Airbus herum konzentriert, etwa 850 Kilometer nordöstlich des Archipels Fernando de Noronha.

dpa

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