Das kann Amazons Flaggschiff Oasis

Luxus-Lesen: So gut ist der neue Kindle

Das ist der neue Oasis von Amazon Kindle: das Luxusmodell unter den Readern kann viel – zu einem stolzen Preis.

München - So teuer wie nie, so leicht wie nie – und womöglich auch so gut wie nie. Das ist Amazons neuer E-Book-Reader, der Kindle Oasis, den der Versandhändler mit so vielen Superlativen anpreist, als wäre er von Apple.

Dementsprechend fällt auch der Preis für das Luxus-Lesen aus: 290 Euro, genau 100 Euro mehr als beim bisherigen Spitzenmodell Voyage. Vorbestellen lässt sich der neue Kindle ab sofort, geliefert wird ab 27. April.

Was kann der Kindle Oasis? 

Er soll das elektronische Lesen noch angenehmer machen und dabei länger durchhalten als seine Vorgänger. Dafür hat Amazon das Design komplett verändert. Der Oasis ist unterschiedlich dick. An der Seite, an der er beim Lesen gehalten wird, misst er 8,5 Millimeter, am Rest des Geräts nur noch (beinahe) papierdünne 3,4 Millimeter – knapp halb so viel wie ein iPhone 6S. Der „Griff“ wirkt beim Lesen wie ein Buchrücken, sorgt für einen idealen Schwerpunkt. Linkshänder können den Oasis umgekehrt halten, ein Sensor dreht dann das Bild. Im Griff sitzt der Akku, der kleiner ausfällt als bisher. Den Großteil der Stromversorgung hat Amazon nämlich in die serienmäßig mitgelieferte Lederhülle ausgelagert, die einen größeren Akku eingebaut hat. Wenn Sie eine Stunde am Tag lesen, hält der Oasis ohne Hülle zwei Wochen durch, mit Hülle zwei Monate. Daher auch der Name (Deutsch „Oase“) – der Reader soll notfalls auch eine Wüstenexpedition schaffen, ohne dass der Lesestoff ausgeht. Hierfür erscheint demnächst auch noch eine Hülle mit Solarzellen. Der 6-Zoll-HD-Schirm des Oasis ist mit dem Voyage weitgehend identisch, leuchtet aber 60 Prozent heller.

Was sind die Alternativen zu Kindle Oasis? 

Der neue 131 Gramm leichte Luxus-Reader kommt wohl nur für Dauer-Leser infrage, die monatelang ohne Nachladen durchhalten wollen. Die günstigste Alternative stammt ebenfalls von Amazon. Den Standard-Kindle gibt’s schon für 70 Euro. Ihm fehlt aber die eingebaute Beleuchtung, und der Bildschirm ist nur halb so scharf wie beim empfehlenswertesten Kindle, dem Paperwhite für 120 Euro. Der Kindle Voyage bietet zusätzlichen Schnickschnack wie eine Beleuchtung, die sich selbst regelt, ist aber keine weiteren 70 Euro Aufpreis wert. Wenn Sie nicht US-Multi Amazon unterstützen wollen, sind die Tolino-Reader aus dem Buchhandel (Hugendubel, Weltbild, Thalia) Top-Alternativen, auf denen auch E-Books aus der Leihbücherei laufen. Der Tolino Shine 2 HD ähnelt dem Kindle Paperwhite, kostet ebenfalls rund 120 Euro. Der Vision 3 HD (ca. 160 Euro) ist sogar wasserdicht – ideal am Meer oder in der Badewanne. Diesen Luxus bietet nicht einmal der Oasis.

Kann ich nicht auch am Tablet lesen? 

Grundsätzlich schon. Allerdings können Sie auf den Bildschirmen von iPad & Co. bei hellem Sonnenlicht kaum mehr etwas erkennen. Der Akku eines Tablets ist zudem nach ein bis zwei Tagen erschöpft, und Ihre Augen ermüden schneller als auf den papierartigen Bildschirmen der E-Book-Reader. Wenn Sie wenig lesen, reicht ein Tablet, zum Beispiel das iPad mini 2 – das mit 297 Euro etwa so viel kostet wie der neue Kindle, aber in Sachen Multimedia natürlich mehr zu bieten hat. Doch für Leseratten lohnt sich ein E-Book-Reader – am besten der Kindle Paperwhite oder der Tolino Shine 2 HD.

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