Extrem dünn, aber kaum Anschlüsse

Apples next Topmodel: Ist das neue MacBook Gold wert?

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Bei der Präsentation ging das neue MacBook fast etwas unter.

München - Neben der neuen Apple-Watch ging das völlig neue MacBook etwas unter. Doch was kann das neue Laptop, das es in Gold, Silber oder Schwarz gibt, eigentlich?

Vorige Woche drehte sich bei Apple alles um die Watch, um die neue Smartuhr, die Sie ab 10. April vorbestellen können, zu Preisen ab 399 Euro. Dabei ging eine völlig neue MacBook-Generation, die bei der Präsentation ebenfalls vorgestellt wurde, beinahe unter. Erstmals können Sie den Apple-Laptop in den gleichen Farben wie das iPhone bestellen, also in Silber, Schwarz und Gold. Aber ist das neue MacBook auch Gold wert? Die tz verrät es.

Flacher denn je: Es geht immer noch dünner – da hält es Apple wie Heidi Klum bei ihren Models. Mit nur noch 13,1 Millimetern ist das neue Zwölf-Zoll-MacBook einmal mehr der flachste Apple-Laptop aller Zeiten. Und er wiegt nur noch 907 Gramm. Im Vergleich zum aktuellen MacBook Air mit Elf-Zoll-Schirm (17 Millimeter, 1080 Gramm) hat Apple also nochmals abgespeckt. Der praktische Nutzen für die Käufer sei dahingestellt ...

Der Superbildschirm: Während das MacBook Air bis heute nur Standardbildschirme bietet, hat das neue MacBook (das wohl bald das Air ablöst) erstmals einen hochauflösenden Retina-Bildschirm eingebaut, mit extrem scharfen 2304 mal 1440 Pixeln. Gegenüber dem Air ein Riesenfortschritt.

Mittelklassemotor: Nicht so brillant wie der Bildschirm ist der Intel Core M Prozessor. Er braucht wenig Strom und ermöglicht, dass der Flüsterleise-Laptop ohne Lüfter auskommt. Für den Internet-Alltag reicht das, für anspruchsvolle Multimedia wie Filmschnitt oder 3D-Spiele fehlen die Muckis.

Anschlussprobleme: Weil der Superflach-Rechner im Inneren kaum noch Platz für Technik bietet, hat er nur mehr einen einzigen Anschuss eingebaut – für die Stromversorgung. Für alle anderen Zwecke (USB-Drucker, externe Festplatte, SD-Kartenleser, Monitor, HDMI, Netzwerk etc.) brauchen Sie Adapter, die in den USB-C-Stromanschluss kommen und die Apple um die 89 Euro sündteuer verkauft. Extrem unpraktisch!

Preise: Das neue MacBook kostet mit 256 GB Speicher 1449 Euro und mit 512 GB Speicher 1799 Euro. Es kommt am 10. April in die Läden.

Fazit: Als todschicker Rechner für unterwegs ist Apples next Topmodel unschlagbar – maximaler Neidfaktor. Wenn Sie damit aber ernsthaft arbeiten wollen, fallen die Mängel (langsamer Prozessor, fehlende Anschlüsse) schwer ins Gewicht. Dann fahren Sie mit einem MacBook Pro (ab 1199 Euro) wesentlich besser – das bietet weniger Blingbling, ist dafür aber ein seriöses Arbeitspferd.

Jörg Heinrich

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