Apple: Neue Rechner und neue Software

WWDC: Icons schweben jetzt auf iPhone-Bildschirm

iOS7, iPhone
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So sieht das neue iOS7 aus.

San Francisco - Apple hat auf seiner Konferenz WWDC die spannendsten Neuheiten seit dem Tod von Firmengründer Steve Jobs verkündet. Im Mittelpunkt: Ein völlig neues Design für die iPhone-Software.

Apple ist wieder da! Nach einigen enttäuschenden Präsentationen zeigte der iPhone-Konzern jetzt auf seinerKonferenz WWDC in San Francisco die spannendsten Neuheiten seit dem Tod von Firmengründer Steve Jobs. Im Mittelpunkt: Ein völlig neues Design für die iPhone-Software – das Besitzern des Apple-Smartphones ab Herbst kostenlos ein beinahe komplett neues Handy beschert.

iOS 7: Sechs Jahre nach der iPhone-Vorstellung 2007 wirkt die dazugehörige Software mittlerweile reichlich altbacken. Doch mit iOS 7 wird alles anders. Apples Design-Guru Jonathan Ive, der Mann hinter iPod, iPhone & Co., hat erstmals auch die Software gestaltet – und alle Scheußlichkeiten wie künstliche Leder-Optik, Holz- und Leinen-Imitationen über Bord geworfen. Ergebnis ist ein wunderbar reduziertes modernes Design. Die Icons schweben über dem Bildschirm – wer das iPhone kippt, kann hinter die App-Symbole schauen.

Auch alle mitgelieferten Apps vom Kalender bis zum Wetter wurden angepasst. Zudem wird die Bedienung einfacher, wichtige Funktionen vom Flugmodus bis zur Helligkeit sind künftig durch einen Wisch von unten erreichbar. iOS 7 erscheint als Gratis-Aktualisierung und läuft auf allen Modellen ab dem iPhone 4. Auch iPad und iPod touch bekommen die frische Optik.

Apple-Faszination "iPad"

Apple-Faszination "iPad"

Apple will mit einem neuartigen Tablet- Computer an den Erfolg des iPhone und der zahlreichen Anwendungen für das Apple-Handy anknüpfen. © AP
“Wir nennen es iPad“, sagte Konzernchef Steve Jobs am Mittwoch bei der Vorstellung des mit Spannung erwarteten Geräts in San Francisco. © AP
Das iPad wird in den USA ab 499 Dollar angeboten. Die teuerste Variante mit UMTS-Modem und 64 Gigabyte Hauptspeicher soll 829 Dollar kosten. © AP
Die ersten Geräte mit drahtlosem Internet (WiFi) sollen in zwei Monaten verfügbar sein, die UMTS-Variante soll in 90 Tagen auf den Markt kommen. © AP
Für das iPad erweitert Apple seinen Onlineladen iTunes um eine Buchabteilung “iBooks“, in der Titel der Großverlage Penguin, HarperCollins, Simon & Schuster, Macmillan sowie Hachette angeboten werden. Apple tritt damit gegen E-Book-Anbieter wie Amazon (“Kindle“) oder Sony an. © AP
Wie das iPhone kann das iPad aus dem iTunes Store von Apple außerdem mit Videos, Musik und kleinen Programmen (“Apps“) bestückt werden. © AP
Für das iPhone sind nach den Worten von Jobs inzwischen über 140 000 Anwendungen verfügbar. Die iPhone-Apps sollen alle auch auf dem iPad laufen. © AP
Das iPad wird wie das iPhone mit Fingergesten auf einem berührungssensitiven Bildschirm gesteuert. Im Gegensatz zu ultraleichten Laptops verfügt der Tafel-Computer nicht über eine Hardware-Tastatur. © AP
Texte werden wie beim Apple-Handy iPhone über virtuelle Tasten auf dem Display eingegeben. © AP
Passend zum iPad wird Apple eine Variante des Office-Pakets “iWork“ auf den Markt bringen, das aus einer Textverarbeitung, Tabellenkalkulation sowie einem Präsentationsprogramm besteht. © AP
Die drei iWorks-Anwendungen werden für jeweils zehn Dollar im iTunes-Store verkauft. Alle iPad-Modelle werden mit einer drahtlosen Internet-Verbindung (WiFi) angeboten, einige Modelle auch mit einem Mobilfunkmodem (UMTS). © AP
Wie beim iPhone werden die UMTS-Modelle des iPad zusammen mit dem Provider AT&T vertrieben. © dpa
Im Gegensatz zum iPhone sperren Apple und AT&T aber andere Provider nicht aus, sondern bieten das Gerät ohne “Netlock“ an. © dpa
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
Ipad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
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Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap

Mac: Die neue Computersoftware OS X Mavericks, benannt nach einem kalifornischen Surfer-Mekka, kommt ebenfalls im Herbst. Über 200 neue Funktionen sollen die Steuerung der Mac-Rechner noch weiter erleichtern. Eine der Top-Neuheiten ist eine Passwort-Funktion. Auf Wunsch vergibt der Safari-Browser automatisch ein kompliziertes verschlüsseltes Passwort für Ihre Websites, das Sie sich nicht einmal merken müssen. Passwort-Ärger ade! Im Akku-Betrieb sollen auch alte MacBooks künftig spürbar länger laufen. Apple verspricht bis zu 72 Prozent weniger Stromverbrauch.

MacBook Air: Den ultra­flachen Mac-Laptop gibt es ab sofort mit runderneuerter Technik – aber leider immer noch ohne hochauflösenden Retina-Bildschirm. Das 11-Zoll-Modell (ab 999 Euro) bietet mit 128 GB Flash-Speicher jetzt doppelt so viel Platz zum gleichen Preis, beim 13-Zoll-Air (ab 1.099 Euro) steigt die Akku-Laufzeit auf zwölf Stunden.

Mac Pro: Das Profi-Modell kommt bis Ende 2013 völlig neu – mit Leistungsdaten, die für die Produktion aufwändiger Hollywood-Filme reichen. Das Ganze hat Apple in ein spektakuläres Design gepackt, das an eine größere rabenschwarze Getränkedose erinnert, gerade mal 25 Zentimeter hoch.

iTunes Radio: Ihre Wunschmusik liefert Apple künftig kostenlos – mit Radiostationen für Ihren persönlichen Geschmack, vom 70er-Rock bis zu den aktuellen Charts. Wermutstropfen: Wegen der leidigen Rechte-Probleme ist noch unklar, wann das Apple-Radio auch in Deutschland startet.

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Jörg Heinrich

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