Apps und Tricks für weniger Ablenkung

So arbeiten Sie im Internet-Zeitalter konzentrierter

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Experten raten: Lieber wenige, dafür lange Pausen machen als sich mehrmals kurz unterbrechen lassen.

München - Nur noch kurz die E-Mails checken, eine Nachricht auf WhatsApp schreiben und bei Facebook vorbeischauen - das Internet-Zeitalter macht konzentriertes Arbeiten schwer. Doch einige Apps und Tricks sorgen für weniger Ablenkung.

Wie erfahre ich, wie oft ich mich stören lasse?

Hierfür gibt es Apps, die aufzeichnen, wie oft Sie Ihre Arbeit unterbrechen, um bei den Zeitfressern Facebook, Instagram & Co. vorbeizuschauen. Sie werden staunen, wie viele Minuten oder gar Stunden pro Tag dabei zusammenkommen. Zu den besten Programmen gehören Escape (focuslist.co/escape), Toggl (toggl.com) und RescueTime (rescuetime.com). Bei RescueTime, das es für PC, Mac und Android gibt, setzen Sie sich Ziele, wie lange Sie ohne Unterbrechung arbeiten möchten. Wenn Sie zum Beispiel an einem Tag mehr als zwei Stunden bei Facebook vertrödeln, schlägt das Programm Alarm. Und einmal pro Woche bekommen Sie einen E-Mail-Bericht, der zusammenfasst, wie konzentriert Sie in den letzten Tagen gearbeitet haben.

Welche Programme zwingen mich zur besseren Konzentration?

Wenn das Aufzeichnen Ihrer verplemperten Zeit nicht ausreicht, können Sie zu härteren Maßnahmen greifen. Mit den Programmen SelfControl (selfcontrolapp.com), Antisocial und Freedom (beide unter freedom.to) sperren Sie bestimmte Adressen oder sogar das gesamte Internet für einige Stunden oder den ganzen Tag. Die Technik-Website t3n.de empfiehlt außerdem die Erweiterungen Productivity Owl und StayFocusd für den Chrome-Browser. Die Programme, die Sie unter chrome.google.com/webstore finden, schließen automatisch Internetseiten, auf denen Sie sich zu lange aufhalten.

Aus Berlin kommt das Aufmerksamkeits-Programm Offtime (offtime.co/de) für iOS und Android, das seine Nutzer von der digitalen Abhängigkeit befreien will. Mit Offtime erfahren Sie, mit welchen Apps und mit welchen Kontakten Sie die meiste Zeit verbringen. Sie können für bestimmte Zeiträume Anrufe und Nachrichten blockieren und währenddessen automatische Antworten verschicken, dass Sie derzeit nicht gestört werden wollen.

Spielerisch versucht es Forest für iOS und Android. Hier versuchen Sie, einen Wald zu züchten – und je konzentrierter Sie arbeiten, desto mehr Bäume wachsen. Wenn Sie zwischendurch rückfällig werden und Facebook öffnen, zerstören Sie die Pflänzchen. Die Basisversionen der genannten Programme sind meist kostenlos, nur für zusätzliche Funktionen müssen Sie bezahlen.

Welche Tipps gibt es noch?

Generell raten Experten dazu, etwa dreimal am Tag eine längere Arbeitspause einzulegen, in der Sie dann auch Facebook oder WhatsApp nutzen können. So arbeiten Sie effektiver als mit ständigen kleinen Unterbrechungen. Wichtige Regel: Schalten Sie das süchtig machende „Ping“ als Benachrichtigung für neue E-Mails aus und rufen Sie Ihre Mails nur zu bestimmten Zeiten ab. Sie rennen ja auch nicht alle zehn Minuten zu Ihrem echten Briefkasten an der Haustür.

Tipp von Suchtexperten: Legen Sie einen komplizierten Zugangscode für Ihr Smartphone an – den Sie sich nicht auswendig merken können. Sie werden keine Lust haben, ständig nach dem Zettel mit dem Code zu kramen.

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