Champions League

Klinsmann nach 4:0-Blamage unter Druck

Steht alleine da: Jürgen Klinsmann verliert bei Bayern München den Rückhalt.
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Steht alleine da: Jürgen Klinsmann verliert bei Bayern München den Rückhalt.

Pleite gegen Barcelona: Was schief gelaufen ist, warum es falsch wäre, Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann rauszuwerfen und ein Video der Tore gibt es bei uns.

Nein, dieses Spiel hatte nicht 90 Minuten, es hatte 45 und danach war alles klar: Mit hängenden Köpfen und vier kassierten Toren verließen die Bayern in Camp Nou in der Halbzeit das Spielfeld. Von den Stars Franck Ribéry und Luca Toni war bis dahin kaum etwas zu sehen, dagegen glänzten die Spieler vom FC Barcelona, allen voran Lionel Messi und Thierry Henri.

In der Halbzeit musste sich dann auch Trainer Jürgen Klinsmann von allen Seiten die Kritik anhören. Bayern-Präsident Franz Beckenbauer war sprachlos: "Mir fehlen die Worte." Seine Bayern hätten wie im Training gespielt. Doch Karl-Heinz Rumenigge fand klare Worte: "Das war eine Riesen-Blamage." Eine Ahnung von der Fassungslosigkeit der Zuschauer erhält man, wenn man den Live-Ticker des Fußballmagazins 11Freunde liest, die das Spiel kommentiert haben. Und auch der Fernseh-Kommentator wurde von Tor zu Tor stiller, wie man in diesem Video der vier Tore hören kann.

Der Tagesspiegel sieht die Niederlage im Viertelfinale der Champions League als eine Demütigung historischen Ausmaßes. In der Einzelkritik bewertet der Stern das Spiel der Mannschaft und sucht nach Gründen für die Blamage. Im Mittelpunkt: der tragische Bayern-Torwart Hans-Jörg Butt. Ihn einzusetzen grenzte an eine Revolte, analysiert die Süddeutsche Zeitung die Personalentscheidung Klinsis.

Der Druck auf Klinsmann wächst. Doch erst einmal wollten die Beteiligten eine Nacht drüber schlafen, schreibt n-tv, um rational entscheiden zu können. Am Morgen titelt die Bildzeitung "Klinsi vor dem Aus". Der Stern hingegen räumt ihm noch eine letzte Chance ein, am Samstag gegen Eintracht Frankfurt. Ob er das Wunder schafft, ist ungewiss, schon länger habe er keinen Draht mehr zu den Spielern, schreibt der Stern. Welt Online sieht keinen Sinn im Rauswurf Klinsmanns. Die Mannschaft habe grundlegende Probleme, da wäre ein Trainerwechsel reine Ablenkung. Welche Probleme das sind, steht bei Welt Online.

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