Sicherheit

Bluetooth kann Smartphones gefährlich werden

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Wer ein von der Sicherheitslücke betroffenes Smartphone besitzt, sollte Bluetooth-Kopfhörer - falls möglich - vorübergehend wieder per Kabel anschließen. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

Funkschnittstellen sollte man abschalten, wenn sie nicht gebraucht werden. Nicht nur, um etwa bei Mobilgeräten Energie zu sparen, sondern weil sie immer auch ein potenzielles Angriffsziel sind.

Heidelberg (dpa/tmn) - Besitzer von Android-Smartphones und -Tablets sollten den Bluetooth-Funk ihrer Geräte derzeit besonders umsichtig nutzen. Denn in vielen dieser Telefone und Tablets klafft eine Sicherheitslücke, die Angreifer ausnutzen könnten, um persönliche Daten zu stehlen oder Schadsoftware einzuschleusen.

Das berichtet "Heise online". Geschützt seien nur Geräte mit aktuellem Sicherheitsupdate. Überprüfen lässt sich das je nach Modell etwa unter "Einstellungen/Erweitert/Systemupdate" oder "Einstellungen/Sicherheitsstatus".

Sicherheitsupdate prüfen

Wenn dort bei den Android-Versionen 8 (Oreo) und 9 (Pie) der Datumseintrag 2020-02-01 oder 2020-02-05 steht, ist das Gerät sicher. Ausnahme sind Geräte, die schon Android 10 haben: Diese sind ohnehin geschützt.

Nutzer können bei Android Sicherheitspatches nicht manuell installieren. Sie müssen in der Regel warten, bis ein Systemupdate des Geräteherstellers kommt, das die als CVE-2020-0022 dokumentierte und von der Heidelberger Sicherheitsfirma ERNW entdeckte Schwachstelle schließt.

Bluetooth-Nutzung einschränken

Bis dahin empfehlen die Experten auf verwundbaren Geräten als vorübergehenden Schutz, die Bluetooth-Nutzung möglichst einzuschränken - insbesondere an öffentlichen Orten. Viele Bluetooth-Kopfhörer ließen sich beispielsweise auch per Kabel anschließen. Und wo es möglich ist, könne man die Einstellung aktivieren, dass fremde Geräte das eigene Smartphone oder Tablet auch bei aktiviertem Bluetooth nicht entdecken können.

Bericht

ERNW-Infos

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