Anbieter und Sicherheit: Alle Infos

So kommen Ihre Daten in die "Cloud"

München - In den tz-Technikwochen geht's heute um die Datenwolke, die sogenannte Cloud. Anbieter, Sicherheit und mehr: Alles, was Sie darüber wissen müssen!

Die Technikwelt wird immer smarter – und immer komplizierter. Viele der besten TV-Sendungen kommen nicht mehr auf ARD und ZDF, sondern auf Netflix. HD-Fernseher sind überholt. Heute sollen wir 4K-Geräte kaufen, obwohl es fürs neue Bildformat noch gar kein Programm gibt. Und der neueste Schrei sind schlaue Uhren, die unseren Blutdruck messen – der wegen der Technik­rätsel immer höher steigt. Deshalb gibt es bis Ende März die Technikwochen in der tz von unserem Experten Jörg Heinrich! Heute geht es um die Datenwolke, die sogenannte Cloud:

Die Cloud, die sagenumwobene Internetwolke, hat viele Vorteile: Wenn Ihre Daten dort gespeichert sind, müssen Sie sich keine Gedanken mehr über die Datensicherung machen. Denn das erledigen die Cloud-Anbieter automatisch für Sie. Damit müssen Sie keine Angst mehr haben, dass Ihre Familienfotos oder Ihre Lieblingsmusik verloren gehen. Selbst wenn Ihr Laptop geklaut wird oder die Festplatte kaputt geht, holen Sie sich einfach Ihre Dateien mit einem neuen Rechner aus der Wolke zurück – genial!

Der Einstieg in die Cloud ist ganz einfach. Wenn Sie zum Beispiel bei der Inbetriebnahme eines neuen iPhones oder iPads ein iCloud-Konto anlegen und aktivieren, genügt das, damit Ihre Daten in die Wolke wandern. Dann richten Sie noch an Ihrem PC oder Mac iCloud ein. Wie das mit wenigen Klicks funktioniert, erklärt Apple hier: apple.co/1zDcex1. Und schon werden beispielsweise die Fotos, die auf Ihrem Windows-PC liegen, auch auf Ihrem iPhone angezeigt. Oder ein neuer Kalendereintrag am iPhone erscheint auch am iPad. Diese Synchronisation ist ideal, wenn Sie mehrere Geräte nutzen. Für Android gibt es ab Werk keine solche Wolke. Aber mit Zusatzprogrammen wie Dropbox oder Google Drive erreichen Sie fast das Gleiche.

Was bieten Firmen wie Dropbox?

Dropbox, Microsoft One­Drive, Amazon Cloud Drive oder die TelekomCloud bieten ähnliche Dienstleistungen. Sie können dort Daten ablegen, sichern und mit anderen teilen. Wenn Sie die Programme unter dropbox.com, onedrive.live.com, amazon.de/clouddrive oder telekom.de/cloud laden und installieren, erscheint auf Ihrem Rechner in aller Regel ein neues Laufwerk – genau so, als würden Sie eine externe Festplatte anstöpseln. Dropbox & Co. unterscheiden sich vor allem beim Platz, den Sie kostenlos zur Verfügung haben, und bei den Kosten für zusätzliche Gigabytes. Bei Cloud-Pionier Dropbox können Sie nur 2 GB gratis speichern. Für 1000 GB als nächstgrößte Option, die für jeden Rechner reichen sollte, zahlen Sie 9,99 Euro im Monat. Die Konkurrenz ist großzügiger: Bei Microsoft sind 7 GB kostenlos, bei Amazon 5 GB und bei der Telekom sogar üppige 25 GB. Besonders attraktiv: Die TelekomCloud können Sie auch dann nutzen, wenn Sie gar kein Telekom-Kunde sind. Nachdem Dropbox mit Datenschutzproblemen ins Gerede gekommen ist, gilt gerade die Telekom, deren TÜV-geprüfte Server nur in Deutschland stehen, als deutlich bessere Alternative.

Welche Daten kann ich in der Wolke speichern?

Die Frage müsste eher lauten: Welche Dateien sollten Sie nicht in der Wolke speichern? Denn hundertprozentige Datensicherheit kann Ihnen kein Anbieter garantieren. Und ein allzu einfaches Passwort ist schnell erraten. Deshalb haben Ihre sensibelsten Dokumente – Steuer­erklärung, medizinische Unterlagen, der (ohnehin nicht zu empfehlende) Spickzettel mit Ihren wichtigsten Passwörtern – in der Wolke nichts zu suchen. Sie haben bei allen Anbietern die Möglichkeit, bestimmte Ordner vom Speichern auszuschließen. Diese Option sollten Sie nutzen, denn solche Dateien sind auf einer Festplatte bei Ihnen zu Hause immer noch am besten aufgehoben.

Drei Apps zur Cloud

Mediencenter: Die App für die Telekom­Cloud. Damit können Sie vom iPhone, iPad oder Android-Gerät aus auf die Daten von Ihrem Computer zugreifen. (Für iOS und Android, gratis)

G Cloud Backup: Die beste Cloud-App für Android. Damit speichern Sie Ihre Daten in der Wolke, und holen sie bei Bedarf auch von dort zurück. (Für Android, gratis)

Evernote: Ihr Arbeitsplatz in der Wolke, und eine der meistgenutzten Cloud-Apps. Damit greifen Sie von jedem Gerät aus auf Ihre Arbeit, Ihre Texte, Ihre Notizen zu. (Für iOS und Android, gratis)

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