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Cyber-Mobbing – Terror via Internet

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Cyber-Mobbing kann psychisch krank machen. Besonders Jugendliche sind den Angriffen aus dem Internet hilflos ausgeliefert und brauchen die Unterstützung ihrer Eltern.

Mobbing ist an sich schlimm genug. Besonders verheerend für die Opfer ist es aber, wenn der Täter seine Beleidigungen im Internet verbreitet – denn das Netz vergisst nichts. Beim Cyber-Mobbing verbreitet sich jede Nachricht rasend schnell und nahezu unaufhaltsam.

Die meisten Täter kommen aus dem direkten Umfeld ihres Opfers

Cyber-Mobbing bedeutet, dass ein Täter – genannt „Bully“ – sein Opfer im Internet beschimpft, verleumdet und bloßstellt. Oft weiß der Betroffene gar nicht, wer die Verleumdungen ins Netz stellt. Viele Täter bleiben anonym, kommen aber aus dem Umfeld des Opfers – die Bullies sind fast immer Kollegen, Mitschüler, Nachbarn oder sogar Verwandte. Meistens ahnen die Opfer schnell, wer hinter dem Cyber-Mobbing steckt, behalten ihren Verdacht aus Angst aber für sich.

Besonders verbreitet ist das Internet-Mobbing unter Jugendlichen. Laut einer Forsa-Umfrage war fast ein Drittel aller deutschen Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren bereits Opfer von Cyber-Mobbing. Noch alarmierender: Mehr als 20 Prozent können sich vorstellen, selbst zum Täter zu werden.

Die Folgen sind mitunter verheerend. Die Karriere kann ernsthaft in Gefahr geraten, wenn der Personalchef einen Bewerber googelt und auf Massen negativer Meldungen stößt. Dauert das Cyber-Mobbing über längere Zeit an, werden viele Opfer psychisch krank oder begehen im schlimmsten Fall Suizid.

Profis stellen den guten Ruf wieder her

Wer feststellt, dass im Internet peinliche oder diffamierende Beiträge über ihn kursieren, muss schnell reagieren, um Schlimmeres zu verhindern. Professionelle Unternehmen wie zum Beispiel ein Reputationsverteidiger, der auf Hilfe bei Cyber-Mobbing spezialisiert ist, greifen sofort ein. Sie setzen vor allem darauf, negative Meldungen durch gezielt platzierte, positive Nachrichten zu verdrängen.

Zusätzlich können sich die Betroffenen aktiv gegen die Angriffe im Netz wehren:

  • Opfer von Cyber-Mobbing sollten Anzeige erstatten. Beleidigung und Bedrohung sind ernsthafte Vergehen, die von der Polizei verfolgt werden.
  • Jeder Netzwerk-Betreiber ist verpflichtet, verleumdende Beiträge auf seiner Plattform zu löschen. Betroffene sollten deshalb direkten Kontakt zum Betreiber der Website mit den beleidigenden Kommentaren aufnehmen und die sofortige Löschung beantragen – zur Not auch mehrmals.
  • Wenn die Polizei ermittelt, zählen Beweise. Diffamierende E-Mails sollten gespeichert, Beiträge in Foren oder sozialen Netzwerken vor dem Löschen dokumentiert werden, zum Beispiel als Screenshot.
  • Wer eine bestimmte Person als Verursacher im Verdacht hat, sollte den vermeintlichen Täter direkt ansprechen und Selbstbewusstsein zeigen. Manchmal führt bereits die Enttarnung dazu, dass der Täter das Cyber-Mobbing beendet.

Cyber-Mobbing unter Jugendlichen: Wo Eltern Hilfe finden

Jugendliche, die Opfer von Cyber-Mobbing werden, sind den Beschimpfungen im Internet meistens hilflos ausgeliefert. Deshalb sind in solchen Fällen vor allem die Eltern gefragt. Wichtig ist, dass sie die Beleidigungen gegen ihr Kind ernst nehmen, schnell reagieren und sich professionelle Hilfe holen. Diese finden sie zum Beispiel auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder über die polizeiliche Kriminalprävention.

Um gegen Cyber-Mobbing vorzubeugen, sollten Eltern ihren Kindern erklären, wie sie verantwortungsvoll mit dem Internet umgehen:

  • Persönliche Daten wie Handynummer oder Adresse haben im Internet nichts zu suchen.
  • Wer fair behandelt werden möchte, muss selbst fair bleiben. Peinliche Bilder und Videos oder zweifelhafte Kommentare über andere ins Netz zu stellen, ist tabu.
  • Die Datenschutz-Einstellungen in sozialen Netzwerken, Foren und anderen Communities sollten so angelegt sein, dass nur die Freunde auf die eigenen Daten zugreifen können.
  • Auch im Internet zahlt sich Zivilcourage aus. Wer aktiv einem beleidigenden Kommentar gegen andere widerspricht, arbeitet gegen Cyber-Mobbing und zeigt Selbstbewusstsein.

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