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Alle neun Geiseln im Jemen tot aufgefunden

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Entführt und getötet: Die neun Geiseln wurden in Sanaa gefunden. Das Bild zeigt die Altstadt von Sanaa.

Das Geiseldrama in Jemen hat offensichtlich ein blutiges Ende gefunden: Die neun Gefangenen sind laut einem Bericht tot. Die Leichen von drei deutschen Frauen wurden schon früher entdeckt.

Alle neun im Jemen entführten Ausländer sollen am Montag tot aufgefunden worden sein, meldet die Nachrichtenagentur ap. Nachdem zunächst die Leichen von drei deutschen Frauen entdeckt worden seien, seien später noch sechs weitere Tote gefunden worden, hieß es aus jemenitischen Sicherheitskreisen.

Unter den Toten sollen sich drei Kinder befinden. Bei den Opfern handelt es sich nach früheren Angaben um einen deutschen Arzt, seine Frau und seine drei Kinder sowie um zwei weitere Deutsche, einen Briten und eine Südkoreanerin. Die Erwachsenen hätten alle in einer Klinik im Jemen gearbeitet.

Die Bundesregierung hat die Berichte jedoch nicht bestätigt, berichtet Bild.de. Am vergangenen Freitag war die Gruppe entführt worden. Die Bild zitiert jemenitische Beobachter, nach deren Ansicht die Ausländer von bewaffneten Angehörigen eines Stammes verschleppt wurden, der die Regierung erpressen will. Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass Rebellengruppen Frauen töten, sagt ein Korrespondent der Tagesschau.

Warum Jemen immer wieder Schauplatz für Entführungen ist, erklärt die ARD unter dem Titel „Der Jemen: Armenhaus und Pulverfass“. Das Land sei eines der ärmsten im Nahen Osten mit Stämmen, die gegen die Regierung kämpfen.

mit ap

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