Sicherheitslücke bei Videoportal

Netz-Piraten schmuggeln Pornos auf YouTube

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Trotz striktem Verbot: auf YouTube sind Porno-Videos gelandet.

Musikvideos, Trailer, lustige Katzenclips - all das finden User bei YouTube. Pornos haben dort jedoch nichts verloren. Netz-Piraten sollen jetzt dennoch schmutzige Filmchen auf die Seite geschmuggelt haben - mit einem einfachen Trick.

Mehr als eine Milliarde Nutzer sind weltweit auf dem Videoportal YouTube registriert, täglich werden mehrere hundert Millionen Stunden an Filmen und Videos abgespielt. Was dort eigentlich rein gar nichts verloren hat: Pornofilme. Durch eine Sicherheitslücke sollen es Netzpiraten es nun dennoch geschafft haben, dem Internet-Riesen illegale Schmuddel-Filme unterzujubeln, wie die amerikanische Website „torrentfreak.com“ berichtet.

Gemeinschaftsrichtlinien verbieten ungewünschte Inhalte

Für die Video-Inhalte des Portals gibt es strikte Regeln, die „YouTube-Gemeinschaftsrichtlinien“. Sie werden genauestens überprüft. Demnach sind unter anderem hetzerische, diskriminierende oder rassistische Inhalte verboten, ebenso Videos die Gewalt oder Drohungen zeigen. Auch Urheberrechtsverletzungen sind strengstens untersagt. Ganz oben auf der Verbots-Liste: Nacktheit und pornographische Inhalte. Für gewöhnlich haben Sex-Filme, illegale Raubkopien oder Gewaltvideos auf dem Portal keine Chance und werden umgehend gelöscht.

Porno-Piraten nutzen Schlupfloch im Sicherheitssystem

Findigen Netz-Piraten soll es nun gelungen sein, entgegen der Gemeinschaftsrichtlinien Pornos und illegale Filmchen auf der Videoplattform zu platzieren. Wie das geht? Wie „torrentfreak.com“ erklärt, sollen die Raubkopierer eine simple Sicherheitslücke bei YouTube als Schlupfloch genutzt haben! 

Sie bedienten sich dabei wohl folgender Methode: erst werden die Videos auf dem Portal hochgeladen, ohne diese öffentlich zu machen. Als „privat“ markiert können sie dann zwar nicht über die offizielle YouTube Suche gefunden werden - wohl aber über den Link aus der Adressleiste. Diesen Link sollen die Piraten dann auf einschlägigen Websiten und Porno-Portalen gepostet haben. Eine lukrative Taktik: denn offenbar könne es viel Zeit kosten, bis die Videos bei YouTube überhaupt gefunden und anschließend gelöscht werden. Die Raubkopierer haben dabei gut lachen: in der Zwischenzeit zählen sie bereits millionenfache Aufrufe und dementsprechende Werbeeinahmen. 

Auch Eltern, die sich bisher in der Sicherheit wähnten, dass illegale Inhalte auf YouTube verboten sind, müssen alarmiert sein. Denn hinter jedem scheinbar harmlosen Link könnten durch den Trick der Raubkopierer verbotene Videos versteckt sein. 

Überprüfung der Inhalte kostet Zeit

Für die Überprüfung der Inhalte auf dem Online-Portal sorgen bei YouTube zahlreiche Mitarbeiter aus dem eigens zuständigen Support-Team. Sie gehen den Meldungen der Platform-Nutzer nach, um unerwünschte Filme möglichst schnell zu löschen. Zudem setzt YouTube eine Software ein, die jedes neu hochgeladene Video auf diverse Regelverstöße prüft. Dennoch ist die Überprüfung der Inhalte eine Sisyphusaufgabe - laut eigener Statistik des Unternehmens werden pro Minute 300 Minuten neues Videomaterial hochgeladen.

vha

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