Profil, Freunde, Kündigung und Co.

So sind Sie bei Facebook auf der sicheren Seite

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Egal auf welchem Gerät: Facebook ist seit der Gründung 2004 mittlerweile allgegenwärtig.

München - Facebook steckt voller Funktionen - aber auch voller Fallen. Wir geben Ihnen 20 Tipps, mit denen Sie Ihre Privatsphäre besser schützen, mit denen Ihnen Facebook aber auch mehr Spaß machen kann.

1,6 Milliarden Nutzer – und beinahe genauso viele Funktionen. Das ist Facebook. Selbst langjährige „Facebookies“ nutzen nur einen geringen Teil der Möglichkeiten, die das Netzwerk bietet. Und alle Tricks kennt wahrscheinlich nicht einmal Facebook-Boss Mark Zuckerberg. Deshalb haben wir 20 neue Tipps für Sie, mit denen Facebook nützlicher wird, mehr Spaß macht – und mit denen Sie Ihre Privatsphäre besser schützen:

1. Website statt App: Die Facebook-App auf Smartphone und Tablet ist ein wahrer Akkufresser. Tests haben ergeben: Wenn Sie die App löschen und stattdessen im Browser die mobile Website facebook.com verwenden, hält Ihr Gerät bis zu 20 Prozent länger durch. Grund: Die Facebook-App überwacht Ihre Smartphonenutzung so umfassend, dass das den Akku leersaugt.

2. Videos stoppen: Die Facebook-Nutzer sehen sich jeden Tag acht Milliarden Videos an – oft unfreiwillig, weil die Filmchen automatisch starten. Ab einer Laufzeit von nur drei Sekunden geht ein Video als „gesehen“ in die Facebook-Bilanz ein. Wenn die Clips Sie nerven, schalten Sie den automatischen Start („Video-Autoplay“) unter Einstellungen → Videos ab. PS: Die in diesen Tipps genannten Menüs beziehen sich auf PC und Mac, sind aber in den Apps ganz ähnlich verfügbar.

3. Ihr Facebook ­herunterladen: Alles, was Facebook über Sie weiß, alle Texte, Bilder, Informationen können Sie in einer Datei herunterladen. Dazu gehen Sie in Einstellungen → Allgemein und klicken die Funktion „Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter“ an. Die Datei enthält viel Privates über Sie, gehen Sie sorgfältig damit um.

4. „Freunde“ in Listen sortieren:  Wer bekommt Ihre Posts oder Bilder zu sehen? Hierzu können Sie genaue Empfängerlisten wie „Freunde“, „Kollegen“ oder „Keine Partybilder!“ erstellen. Dazu klicken Sie auf Ihrer Startseite in der linken Spalte auf „Freunde“. Im Fenster, das dann aufgeht, können Sie Listen erstellen.

Facebook: Wie sieht mein Profil für andere aus?

5. Ihr Profil testen: Sie selbst sehen Ihr Profil ja immer nur aus Ihrer eigenen Sicht. Aber wie sieht es für Besucher aus, die Ihre Facebook-Seite aufrufen? Dazu gehen Sie in Einstellungen → Chronik und Markierungen. Dort finden Sie die Option „Anzeigen aus der Sicht von...“ und können Ihre Seite dann testen.

6. Nachlassverwalter festlegen: Wenn Ihnen etwas Ernstes zustößt, ist die Facebook-Seite sicher das geringste Problem. Dennoch: Hier können Angehörige öffentlich trauern, ein würdiges Profilfoto einstellen, Ihre Inhalte sichern oder löschen. Unter Einstellungen → Sicherheit legen Sie einen Nachlasskontakt fest, der mit seinem Passwort die wichtigsten Angelegenheiten regeln kann.

7. Zeitmaschine einschalten: Was haben Sie eigentlich heute vor einem, zwei oder fünf Jahren auf Facebook gemacht? In der „Zeitmaschine“ unter facebook.com/onthisday erfahren Sie es. Hier können Sie auch Ihre/Ihren Ex ausblenden, an den Sie nicht mehr erinnert werden wollen.

8. Trennung verschweigen: Sie sind nicht mehr „In einer Beziehung“ – aber der Rest der Facebook-Welt soll nicht wissen, dass Sie neuerdings Single sind? Dann gehen Sie in Profil → Info → Beziehungsstatus und stellen dort als Leseberechtigung „Nur ich“ ein.

9. Werbeanzeigen ändern: Zeigt Ihnen Facebook ständig Reklame für Rasenmäher oder Treppenlifte an, weil es glaubt, dass Sie sich dafür interessieren? Unter Einstellungen → Werbeanzeigen können Sie im dritten Punkt Ihre Interessen bearbeiten, ergänzen oder löschen, für die Ihnen Facebook die unvermeidliche Werbung anzeigt.

10. Neue Funktionen testen: Neuheiten bietet Facebook meist erst einmal auf Englisch an, weil sie noch nicht auf Deutsch übersetzt sind. Wenn Sie Ihr Facebook unter Einstellungen → Sprache auf Englisch umstellen, können Sie neue Funktionen häufig schon früher testen. 11. Eigenen Browser verwenden: Facebook möchte alles wissen, was Sie im Internet treiben. Aber Sie können sich wehren, indem Sie einen Browser, zum Beispiel Firefox (firefox.com), nur für Facebook verwenden – und einen zweiten, zum Beispiel Apples Safari (apple.de/safari), für das restliche Internet.

Facebook: So loggen Sie sich aus der Ferne aus

12. Aus der Ferne abmelden: Wenn Sie Facebook an einem fremden Rechner oder Smartphone verwendet haben und danach vergessen haben, sich abzumelden, können Sie sich auch aus der Ferne von jedem Gerät aus abmelden. Das klappt unter Einstellungen → Sicherheit → Von wo aus du dich anmeldest. Dort klicken Sie auf „Aktivität beenden“ und vermeiden damit den Missbrauch Ihres Kontos.

13. „Freunde“ stummschalten:  Wenn Ihnen ein Facebook-„Freund“ auf die Nerven fällt, er aber nicht merken soll, dass Sie ihn nicht mehr lesen möchten, klicken Sie auf das Profil des Quälgeistes, dort auf „Abonniert“ und auf „Nicht mehr abonnieren“. Dann bleibt der Kontakt in Ihrer Freundesliste, nervt Sie aber nicht mehr.

14. Abmahnungen vermeiden: Auch wenn Sie selbst keine Dokumente ins Netz stellen, die das Urheberrecht verletzen, kann es Sie mit einer Abmahnung erwischen. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass in Ihrer Facebook-Chronik keine Fremden posten dürfen. Diese Option finden Sie unter Einstellungen → Chronik und Markierungen. Dort stellen Sie unter „Wer kann in meiner Chronik posten?“ als Auswahl „Nur ich“ ein.

15. Fälschungen entlarven: Gerade im Moment wird viel Unfug auf Facebook gepostet, gerade rund um das Thema Flüchtlinge. Um ein Bild, das womöglich schon uralt ist, als Fälschung zu erkennen, laden Sie das Foto in die Google-Bildersuche hoch. Mit Videos klappt das unter bit.ly/1wHdJPX auf einer Seite von Amnesty International. Und Falschmeldungen in Sachen Flüchtlinge, die durch Facebook geistern, entlarvt die Website hoaxmap.org.

16. Keine Google-Suche: Wenn Sie nicht möchten, dass Suchmaschinen Ihre Facebook-Einträge finden, können Sie unter Einstellungen → Privatsphäre Google & Co. aussperren.

17. Die neuen Buttons nutzen: „Gefällt mir“ war gestern. Jetzt setzt Facebook auf fünf neue Symbole wie „Lachen“, „Traurig“ oder „Wütend“, mit denen Sie auf Beiträge reagieren können. Um sie zu nutzen, drücken Sie länger auf „Gefällt mir“ oder fahren mit der Maus darüber.

18. Facebook ­mit ­einem Pseudonym ­verwenden:  Grundsätzlich verlangt Facebook bei der Anmeldung Ihren echten Namen. Doch rund ein Drittel hält sich nicht an diese Vorgabe – oft aus gutem Grund, zum Beispiel, weil Sie nicht gestalkt werden wollen oder weil Sie einen Künstlernamen tragen. Wenn Sie ein Pseudonym verwenden möchten, sollten Sie das auch tun. Meist bekommen Sie damit keine Probleme. Und wenn doch, gibt Ihnen Facebook nach neuen Vorgaben eine Woche Zeit, den Grund für das Pseudonym zu nennen oder Ihren Namen zu ändern. Grund für die Klarnamenpflicht: Nur Ihren echten Namen kann Facebook für Werbung verkaufen und damit Geld verdienen.

19. „Freunde“ in der Nähe anzeigen: Per GPS zeigt Ihnen die Facebook-App an, welche Ihrer „Freunde“ gerade in der Nähe sind. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Standort angezeigt wird, schalten Sie die Funktion unter Einstellungen → Kontoeinstellungen → Standort ab.

20. Facebook kündigen:  Unter Einstellungen → Sicherheit können Sie Ihr Facebook-Konto deaktivieren. Dann wird Ihr Profil stillgelegt, und Sie können überlegen, ob Sie dem Netzwerk treu bleiben wollen. Endgültig kündigen können Sie unter facebook.com/help/delete_account. Wenn Sie sich allerdings innerhalb von 14 Tagen wieder anmelden, stoppt das den Löschvorgang.

Zur Zeit macht bei Facebook übrigens folgendes Phänomen die Runde: Viele Nutzer wollen eine Verwertung ihrer Daten und Inhalte verhindern, indem sie den vermeintlich neuen Richtlinien des Netzwerkes widersprechen. Doch das bringt gar nichts.

Jörg Heinrich

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