„Du bist es?“

Auf gar keinen Fall klicken! Falle verbreitet sich bei Facebook - Nachricht wirkt zunächst vertrauenswürdig

Bloß nicht klicken! Bei Facebook verbreitet sich eine üble Falle. Wer der Neugier folgt, muss womöglich mit unerfreulichen Konsequenzen leben.

  • Sie haben eine „Schau Mal Was Ich Gefunden Habe“-Nachricht über den Facebook-Messenger bekommen? Nicht klicken!
  • Dahinter verbirgt sich eine üble Falle.
  • Auf den allerallerersten Blick wirkt die Nachricht vertrauenswürdig, weil sie von einem Freund kommt.

München - „Schau mal, was ich gefunden habe“ - Nachrichten dieser Art sind unter Facebook-Freunden sicher keine Seltenheit. Man schickt eben gerne Netz-Fundstücke mit kurzen, knappen Worten durch die Gegend. Doch jetzt lauert hier eine fieser Trick, dem wohl einige auf den Leim gehen. Davon berichtet unter anderem die auf Multimedia-Fallen spezialisierte Seite mimikama.at.

Facebook-Falle: Vorsicht, nicht klicken!

Viele Facebook-Nutzer bekommen derzeit Messenger-Nachrichten der besagten Art. Erstes Indiz, dass etwas nicht stimmt, ist aber die Schreibung. „Schau Mal Was Ich Gefunden Habe“, ohne Komma, aber mit Großbuchstaben bei jedem Wortanfang. Dazu gibt es einen Video-Link zu einer dubiosen Seite.

Nicht klicken! Nachrichten dieser Art verbreiten sich derzeit bei Facebook.

Es gibt offenbar verschiedene Varianten. Der Screenshot oben zeigt eine, die tz.de aufgefallen ist. In einer anderen findet sich wohl auch - das weckt Extra-Neugier - ein „du bist es ??“ mit erstauntem Emoji. Der Drang, draufzuklicken, ist natürlich groß. Zumal die Nachricht auf den allerallerersten Blick vertrauenswürdig wirkt, weil sie eben von einem Freund kommt.

Betrüger, die solche Tricks nutzen, agieren laut mimikama.at auf zwei Wegen: Man landet auf einer Seite, die einen auffordert, ein Plugin zu installieren, um das Video abzuspielen - doch dieses fängt die Facebook-Zugangsdaten ab. Oder aber man soll direkt seine Zugangsdaten eingeben.

Facebook-Falle: Vorsicht, nicht klicken!

Beim aktuell kursierenden Fall passiere dem Bericht zufolge am PC nicht viel, am Smartphone jedoch lande man auf einer Fake-Login-Seite. Wer auf diese Falle auch noch reinfällt, der hat den Salat: Dass man bei einem dubiosen Gewinnspiel landet, ist noch der kleinere Schaden. Denn: Sind die Login-Daten erst mal eingegeben, wird besagte „Schau Mal Was Ich Gefunden Habe“-Nachricht laut mimikama.at an die ganze Freundesliste versendet. Wer doch auf den Leim gegangen ist, sollte sein Facebook-Passwort dringend ändern, die Freunde informieren und den PC auf Schadsoftware durchsuchen.

Weil Facebook-Nutzer darauf hereinfallen, verbreitet sich nicht nur die Falle weiter. Schlimmstenfalls wird sogar das Vertrauen der Facebook-Buddys geschädigt. Und niemand will schließlich schuld sein, dass deren Profile auch zum Opfer werden. Auch bei WhatsApp lauern derzeit Gefahren: Über den Messenger verbreitet sich Schadsoftware. (tz.de)

Rubriklistenbild: © imago/Rene Traut

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