Sogar Nicht-Mitglieder sind betroffen

Was weiß Facebook wirklich über mich?

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Neueste Schreckensmeldung: Jetzt werden auch Nicht-Mitglieder von Facebook durchleuchtet

München - Das soziale Netzwerk wird zum hungrigen Datenmonster: Die Überwachung durch Facebook ist noch viel umfassender als bislang angenommen.

Rund 30 Millionen Menschen in Deutschland sind auf Facebook. Und eigentlich müssten es alle Mitglieder wissen: Das soziale Netzwerk ist eine riesige Datenmaschine, die ihre Nutzer ausforscht und auf Basis der so gewonnenen Informationen Werbung verkauft. 97 Prozent seiner Milliardenumsätze macht Facebook mit diesen Daten. Was bisher aber die wenigsten wussten: Die Überwachung ist noch viel umfassender als bisher bekannt. Das Computermagazin c‘t hat Facebook genauer denn je unter die Lupe genommen und warnt vor dem „hungrigen Datenmonster“.

Die Überraschung

Viele Internetnutzer haben deutlich mehr Angst vor Google als vor Facebook – offenbar zu Unrecht. Die c‘t zieht das Fazit: „Der Begriff ‚Datenkrake‘ wird hierzulande meist synonym zu Google verwendet. Facebook ist allerdings in vielerlei Hinsicht der größere Datensammler.“

Der gläserne Nutzer

Facebook erstellt ein Profil über Sie, das Sie in bis zu 1300 Kategorien genau beschreibt – darunter Geschlecht, Alter, Hobbies, Schulbildung, Beruf, Einkommen und Weltanschauung. Facebook wertet WhatsApp-Chats ebenso aus wie Bilddaten in Instagram sowie zahllose große Websites und Apps, die Sie nutzen. Zudem kauft das Unternehmen externe Datenbanken auf, deren Informationen es mit seinen eigenen Erkenntnissen über Sie abgleicht.

Gefahr auch für Nicht-Mitglieder

Einfach kein Konto bei Facebook zu eröffnen, schützt Sie nicht. Denn Facebook greift auf die Adressbücher seiner Mitglieder zu. Und das nicht nur einmalig beim Eröffnen des Kontos, sondern kontinuierlich. Wenn ein Mitglied dieser „laufenden Synchronisierung“ nicht widerspricht, erhält das Netzwerk ständig alle neuen Einträge. Unter anderem auf diese Weise sammelt Facebook auch Daten über Nicht-Mitglieder.

Das Freunde-Rätsel

Viele Nutzer wundern sich, dass ihnen das Netzwerk „Freunde“ vorschlägt, die sie tatsächlich kennen – von denen aber völlig unklar ist, wie Facebook eine Verbindung gezogen hat. Ärzte staunen beispielsweise, dass ihnen ihre eigenen Patienten als „Freunde“ vorgeschlagen werden. Kein Wunder: Wer sich laut der GPS-Daten seines Smartphones, die Facebook registriert, mehrfach gleichzeitig an einem Ort aufgehalten hat, wie Arzt und Patient, kennt sich offenbar, und wird als „Freund“ vorgeschlagen.

Die Auswirkungen

„Mir doch egal, was Facebook über mich weiß“ – das ist leider eine Fehleinschätzung. Erste Firmen wie das Hamburger Unternehmen Kreditech fangen damit an, für Kreditzusagen Facebook auszuwerten. Haben Sie dort viele „Freunde“, die in schlechten Verhältnissen leben? Dann kann es sein, dass Sie bald selbst keinen Kredit mehr erhalten. Das Gleiche kann für Ihren neuen Mietvertrag gelten!

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