Gates: Computer haben keine Priorität für die Ärmsten

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Bill Gates

Brüssel - Microsoft-Gründer Bill Gates glaubt, dass Computer verzichtbar sind für die Ärmsten in der Welt. “Ich glaube weder, dass sie für die Ärmsten eine Priorität noch realistisch sind.“

Das sagte Gates am Dienstag in Brüssel. Er nahm an einer Anhörung des Entwicklungshilfe-Ausschusses im Europaparlament teil. Der Multimilliardär ist Co-Vorsitzender der Bill und Melinda Gates Stiftung, die sich vor allem der Bekämpfung weit verbreiteter Krankheiten in armen Ländern widmet.

“Bis wir den Tod von 800 000 Kindern (jährlich) durch Malaria gestoppt haben, glaube zumindest ich nicht, dass dies für die ärmsten zwei Milliarden Menschen eine Priorität ist, auf die man sich konzentrieren sollte“, sagte Gates. Wichtig seien vor allem Impfungen gegen die häufigsten Krankheiten und eine ertragreichere Landwirtschaft in Entwicklungsländern.

Die EU-Strategie, Entwicklungsgelder vor allem den ärmsten Ländern zukommen zu lassen, unterstützte Gates. Hier seien die meisten Fortschritte zu erzielen. Das EU-Ziel, bis zum Jahr 2015 einen Anteil von 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungshilfe auszugeben, bezeichnete Gates als “fantastische Verpflichtung“. Die USA sollten sich dieses Ziel zum Vorbild nehmen.

dpa

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