Microjob-Apps

Geldverdienen per Handy ist oft Datensammelei

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Microjob-Apps versprechen Gutscheine und Gutschriften - doch in Wahrheit werden Nutzer oft eher von Werbeanrufen und Spam-Nachrichten genervt. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Mit dem Handy kleine Aufgaben übernehmen und so Geld verdienen. Das versprechen sogenannte Microjob-Apps. Tatsächlich sammeln diese aber oft jede Menge Daten.

Mainz (dpa/tmn) - Werbe-Videos anschauen, Apps installieren, an Umfragen oder Gewinnspielen teilnehmen: So ungefähr sieht das Spektrum an Aufgaben aus, die es bei sogenannten Microjob-Apps zu erledigen gilt.

Dafür versprechen die Anbieter etwa Punkte, die Nutzer angeblich in Gutscheine oder Gutschriften umwandeln können. Bei unseriösen Apps ernten Nutzer aber stattdessen Werbeanrufe und Spam-Mails, warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Die Verbraucherschützer haben drei Microjob-Apps unter die Lupe genommen. Ein Ergebnis: Schon bei der Registrierung müssen Nutzer sehr viele persönliche Daten preisgeben. E-Mail-Adresse und Telefonnummer gehörten oft zu den Pflichtangaben.

Aggressive Werbeanrufe und Spam-Mails

Kurz nach der Teilnahme an Gewinnspielen oder Umfragen in einer App, hätten die Tester aggressive Werbeanrufe erhalten, gefolgt von mehr als 10 000 Werbemails in den folgenden vier Wochen - allesamt von Marketingfirmen, die keine Einwilligung in die Nutzung der Daten erhalten hatten.

Zudem gestaltet sich das Sammeln von Punkten für Gutscheine oder Auszahlungen oft als äußerst langwierige oder sogar vergebliche Angelegenheit, so die Tester. In einer der getesteten Apps waren etwa 5000 Punkte für eine Auszahlung von fünf Euro nötig. Die meisten Aufgaben brachten aber nur Punkte im ein- oder zweistelligen Bereich. Und selbst die im Test erreichten fünf Euro seien trotz mehrerer Monate Wartezeit nicht ausgezahlt worden.

App-Store-Bewertungen lesen

Um sich vor unseriösen Microjob-Apps zu schützen, raten die Verbraucherschützer, Bewertungen anderer Nutzer in den App-Stores genau zu lesen. Ebenso sei es sinnvoll, sich falls möglich schon vor einer Registrierung darüber zu informieren, welchen Gegenwert es für die Erledigung welcher Aufgaben gibt. Und besonders wichtig: Stets sparsam mit den eigenen Daten umgehen.

Warnung des Verbraucherzentrale Bundesverband

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