Zum 150. Geburtstag

Google Doodle ehrt Henry van de Velde

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Mit diesem kunstvollen Google Doodle ehrt die Suchmaschine den belgisch-flämischen Architekten und Designer Henry van de Velde

Antwerpen - Der Architekt und Designer Henry van de Velde war ein "Allrounder", der den Jugendstil prägte, wie kein Zweiter. Zu seinem 150. Geburtstag schenkt ihm Google ein Google Doodle.

Der Architekt und Designer Henry van de Velde

Henry van de Velde wurde am 3. April 1863 - also vor genau 150 Jahren - in Antwerpen geboren. Zunächst verdiente der "Alleskünstler" sein Geld mit der Malerei. Doch schon bald entdeckte er seine Leidenschaft für die Architektur und Design. Da Henry van de Velde der schweren Möbel und der dunklen herrschaftlichen Räume überdrüssig war, ließ er sich von neuartigen englischen Möbeln und farbenfrohen asiatischen Gebrauchsgegenständen inspirieren. Der Wechsel von der Malerei zum Kunsthandwerk und Design veränderte nicht nur sein Leben radikal, sein „Neuer Stil“ setzte in Europa und darüber hinaus Maßstäbe.

Henry van de Velde entwarf neben Häusern und Möbeln auch Stoffe für seine Einrichtungsgegenstände, Tischdecken und sogar farbenprächtige Kleider für seine Frau. "Muster und Farben wirken heute sehr modern", beschreibt Kunsthistorikerin Antje Neumann van de Veldes Stil. Stoffe dominierten auch seine späten Aufträge Mitte der 30er Jahre. Damals stattete er die Wagen der belgischen Staatsbahn und zwei Fährschiffe aus. Heute gilt Henry van de Velde als einer der vielseitigsten Künstler des Jugendstils. Er selbst sah sich jedoch nie als Vertreter dieser Kunstrichtung. Seine Intention war das Gesamtkunstwerk, in dem jedes künstlerische Detail mit seinem Umfeld harmoniert.

Google Doodle deckt Schaffensbreite van de Veldes ab

Diese Vielseitigkeit greift Google in seinem Google Doodle auf: Das "G" ist in einem großen, gerahmten Gemälde zu sehen und steht für van de Veldes Schaffensperiode als Maler. Das erste "o" zeigt ein Muster und steht deshalb für die Stoffe und Wandteppiche, die van de Velde designt hat. Das zweite "o" wird von einem Stuhl dargestellt und steht für die Möbel, die der Künstler entworfen hat. Das zweite "g" sieht aus wie ein Architekturentwurf und steht für die vielen Häuser, Villen und Gebäude, die van de Veldes Geist entsprungen sind. Und die Buchstaben "l" und "e" stehen für das Logo der Belgischen Staatsbahn, das der "Allrounder" ebenfalls entworfen hat.

Hier zeigt Google alle Doodles auf einer eigenen Seite

Henry van de Veldes "Villa Körner" in Chemnitz, die nach umfassender Restaurierung am 11.07.2003 eröffnet wurde.

Bereits Henry van de Veldes erstes, 1895 fertiggestelltes Wohnhaus Bloemenwerf bei Brüssel polarisierte. Staunend, begeistert oder auch entsetzt begutachteten seine Zeitgenossen Haus und Innenausstattung: Bis zu Möbeln, Tapeten, Geschirr und den Kleidern seiner Frau Maria hatte Van de Velde alles in Form und Farben aufeinander abgestimmt. Es folgten Aufträge in Paris und Berlin, wo sein Stern nach der ersten Euphorie bei Künstlern, Bürgerlichen und Industriellen aber zunehmend sank. „Ich will Kunst, will Form, Harmonie, Linie. Staub ist mir ganz egal“, erklärte Van de Velde später in Berlin angesichts von Kritik an seinen - damals noch mit vielen Linien verzierten - Möbeln.

Erinnern Sie sich noch an diese Google Doodles?

Google Doodle
Google ehrt am 23. April 2014 den deutschen Physiker und Nobelpreisträger Max Planck mit einem Google Doodle. Er wäre an diesem Tag 156 Jahre alt geworden. Das Google Doodle visualisiert Plancks wichtigste Entdeckung, die Formel "E=hv". © Google
Google Doodle
Google feiert den "Earth Day" am 22. April seit 2001 mit einem eigenen Google Doodle. 2014 stehen die Tiere im Mittelpunkt: Mehrere animierte Google Doodles zeigen zum Beispiel den Zimtkolibri, das Jemenchamäleon, den Mistkäfer oder die Ohrenqualle. Die Tiere wünschen den Usern "einen schönen Tag der Erde!". © Google
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Google feiert die Frühlingsanfang mit einem Google Doodle. Ein schwarzes Männchen mit Gieskanne lässt Bäume und Blumen erblühen. © Google
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Der amerikanischen Gorillaforscherin Dian Fossey hat Google ein Doodle gewidmet.  Sie wäre am 16. Januar 2014 82 Jahre alt geworden. © Google
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Feministin, Schriftstellerin und Philosophin war Simone de Beauvoir, die Google mit einem Doodle ehrt. © Google
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Den 155. Geburtstag der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf ehrt Google mit einem Nils Holgersson-Doodle. © Google
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Das Google Doodle am 10. Dezember 2012 ehrt Ada Lovelace, die als erste Programmiererin der Welt gilt. © Google
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Mit dieser Dampflokomotive auf der Startseite ehrt Google den Industriedesigner Raymond Loewy. © Google
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Das Google Doodle für das Mathegenie Shakuntala Devi. © Google
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Mit diesem Doodle überrascht Google seine Nutzer an Halloween: Eine Hexe lud zum Spielen ein. © Google
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Vor 216 Jahren gelang dem Franzosen André- Jacques Garnerin erstmals ein Fallschirmsprung. Dieses Jubiläum ehrt Google mit einer animierten Grafik. © Google
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Zum 169. Geburtstag von Friedrich Nietzsche ehrt Google den Philologen mit diesem Doodle. © Google
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Anlässlich seines 407. Geburtstages wird am 15. Juli 2013 das Kunst-Genie Rembrandt mit diesem Doodle geehrt. © Google (Screenshot)
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Der Screenshot zeigt das Google Doodle vom 25. Juni 2013. Es ehrt den spanischen Architekten Antoni Gaudi. © Google (Screenshot)
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Das Google-Doodle am 10. Juni ehrt den Kinderbuchmaler Maurice Sendak. © Google (Screenshot)
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Das Google Doodle am 31. Mai ehrt Julius Richard Petri, dem Erfinder der nach ihmn benannten Petrischale. © Google (Screenshot)
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Das Google-Doodle am 8. Mai ehrt den Grafikdesigner und Filmemacher Saul Bass, der zahlreiche internationale Fimvorspänne und Firmenlogos entworfen hat. © Google
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Das Google Doodle am 22. April erinnert an den Earth Day. © Google
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Zum 200. Geburtstag von Grimms Märchen erzählt ein Google Doodle die Geschichte von Rotkäppchen. © Google
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Das Google Doodle am 15.4.2013 ehrt den Schweizer Mathematiker Leonhard Euler. Das Rechen-Genie wäre heute 306 Jahre alt geworden.  © Google
Das Google Doodle am 3. April 2013 ehrt den Architekten und Designer Henry van de Velde. Er wäre an diesem Tag 150 Jahre alt geworden. © Google
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Das Google Doodle am 2. April 2013 ehrt die Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian. Sie wäre an diesem Tag 366 Jahre alt geworden. © Google
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Das Google Doodle am 19. Februar ehrt den Astronom Nikolaus Kopernikus. Er wurde an diesem Tag im Jahr 1473 geboren. © Google
Das Google Doodle am Valentinstag, 14. Februar 2013, ehrt den Erfinder des Riesenrades, George Washington Gale Ferris. © Google
Beim Google Doodle zu Ehren des Erfinders der Eisbearbeitungsmaschine, Frank Zamboni, kann man sich als Eispräparator versuchen. © Google
Das Google-Doodle zum 410. Geburtstag von Otto von Guericke. © Google
Das Google Doodle zum 172. Geburtstag von Auguste Rodin. © Google
Zum 46-jährigen Jubiläum der ersten Ausstrahlung von Star Trek: Raumschiff Enterprise schenkt Google der Serie ein eigenes Doodle © Google
Zur Erinnerung an den 78. Geburtstag des Synthesizer-Erfinders Robert Moog gibt es ein Google Doodle, mit dem die Internet-Nutzer eine eigene Melodie komponieren können. © Google
Der Erfinder des Reißverschlusses bekommt zu seinem 132. Geburtstag ein eigenes Google Doodle: Gideon Sundbäck © Google
Zum 126. Geburtstag von Ludwig Mies van der Rohe ehrt Google den Architen mit einem eigenen Doodle. © Google
Juan Gris, einer der Vertreter des synthetischen Kubismus, bekommt an seinem Geburtstag auch ein eigenes Google Doodle. © Google
Zum Fühlingsanfang am 20. März sind die Buchstaben des Google Doodles bunt leuchtende Blumen. © Google
Ein Google Doodle erinnert an den Beginn des neuen Jahres im Persischen Kalender. © Google
Ein Google Doodle zum Unabhängigkeitstag in Tunesien am 20. März. © Google
Am 19. März wurde die Sydney Harbour Bridge 80 Jahre alt - dafür gibt's ein Google Doodle. © Google
Das Google Doodle am 17. März erinnert an den St. Parick's Day. © Google
Ein Google Doodle zum 120. Geburtstag des peruanischen Dichters und Schriftstellers Cesar Vallejo. © Google
Der ungarische Nationalfeiertag am 15. März erhält ebenfalls ein Google Doodle. © Google
Zum Weltfrauentag am 8. März gibt es ein verändertes Logo - ein Google Doodle. © Google
Das Google-Doodle zu Halloween. © Google
Bunt leuchtet das Google-Logo am 6. März, dem Unabhängigkeitstag in Ghana. © Google
Am 19. Februar erinnert dieses Google Doodle an die Malerin Gabriele Münter. © Google
Einen Tag vor dem Internationalen Frauentag am 8. März widmet Google ein Doodle den Frauen. © Google

Die kleine Residenzstadt Weimar sollte eine erneute Wende bringen: Hier hatte der „Alleskünstler“ seine produktivsten Jahre. „Van de Velde ist die große europäische Figur, die hier 15 Jahre lang in Mitteldeutschland gewirkt hat“, sagt Hellmut Seemann, Präsident der Klassik Stiftung Weimar, die einen umfangreichen Fundes von Arbeiten und Entwürfen des Belgiers besitzt. Das Bundesland Thüringen würdigt van de Velde anlässlich seines 150. Geburtstages mit einem Themenjahr. Dazu gehören allein 14 Ausstellungen in Städten wie Weimar, Erfurt, Jena, Gera, Apolda und Bürgel. Dies sei auch eine Art Wiedergutmachung, sagt Kulturminister Christoph Matschie (SPD). Denn 1917 hatte der Belgier als unerwünschter Ausländer Deutschland verlassen müssen.

Teil II: Henry van de Veldes dunkle Jahre in Weimar

Erst am Dienstag gab es übrigens auch ein Google Doodle zu Ehren von Maria Sibylla Merian.

dpa

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