Hommage an Malerin

Was dieses Google Doodle mit Murnau zu tun hat

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Das Google Doodle ehrt Malerin Gabriele Münter.

München - In Murnau erlebte die Malerin Gabriele Münter die wichtigste Zeit ihres künstlerischen Schaffens. Zu ihrem 136. Geburtstag ehrt Google die Malerin des Expressionismus mit einem eigenen Doodle.

Ihr künstlerisches Talent hat einst Wassily Kandinsky entdeckt: Als Schülerin der Kunstschule Phalanx wurde Gabriele Münter im Jahr 1902 von dem russischen Maler unterrichtet. Bei einer Exkursion nach Kochel am See verliebten sich die beiden ineinander und lebten kurze Zeit später zusammen.

In ihrem künstlerischen Schaffen entwickelte sich Münter später zu einer der bedeutendsten Malerinnen des Expressionismus. Sie gehörte ebenso wie Kandinsky der Künstlervereinigung "Blauer Reiter" an. Doch die Malerin galt stets als zurückhaltend und schüchtern - im Gegensatz zu ihrem Lebensgefährten Kandinsky. Zu ihrem 136. Geburtstag ehrt Google die Malerin mit einem Google Doodle.

Google Doodle zeigt Münter-Bild von Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin

Das Google Doodle zeigt ein Bild von Gabriele Münter aus den Jahren 1908/1909, in das sich der Google-Schriftzug einfügt. Zu sehen ist das Künstlerpaar Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin, das auf einer Wiese in frühlingshafter Umgebung liegt. Mit den beiden hatte die Malerin den Sommer 1908 in Murnau in Oberbayern verbracht. Für Münter die entscheidende Zeit in ihrem künstlerischen Schaffen: Von Jawlensky und Werefkin inspiriert, entwickelte sich die damals 31-Jährige in kurzer Zeit "vom Naturabmalen mehr oder weniger impressionistisch zum Fühlen eines Inhalts, zum Abstrahieren, zum Geben eines Extraktes", wie sie es selbst beschreibt. Gabriele Münter wurde dadurch zu einer der bedeutendsten Malerinnen des Expressionismus.

Das Münter-Haus in Murnau ist heute ein Museum

Das Haus von Gabriele Münter in Murnau.

Gemeinsam mit Kandinsky kaufte Gabriele Münter ein Haus in Murnau. Das sogenannten Russenhaus wurde zu einem Treffpunkt für Künstler. Hier gründete sich später die Künstlervereinigung "Blauer Reiter", zu der auch Münter gehörte. Das blau-weiße Münter-Haus kann noch heute in Murnau besucht werden. Bemalte Treppen und Möbel zeugen vom damaligen Schaffen des Künstlerpaares.

Gabriele Münter schenkte ihre Kunst-Sammlung der Stadt München

Nach der Trennung von Wassily Kandinsky erkrankte Gabriele Münter an Depressionen. Sie lebte einige Jahre in Berlin, wo sie den Kunsthistoriker Johannes Eichner kennen lernte. Spät zog sie mit ihm zurück in ihr Haus in Murnau. Blumenstillleben und abstrakte Studien kennzeichneten diese Jahre ihres Künstlerdaseins. Zu ihrem 80. Geburtstag im Jahr 1957 schenkte Gabriele Münter ihre Bildersammlung der Stadt München. Neben ihren eigenen zahlreichen Bildern waren darunter auch mehr als 80 Werke von Kandinsky. Diese Sammlung machte die Städtische Galerie im Lenbachhaus mit einem Schlag berühmt.

Nach ihrem Tod im Jahr 1962 wurde Gabriele Münter auf dem Friedhof in Murnau beerdigt.

Google Doodles sind Kult

Die Google Doodles sind bereits Kult. Entstanden sind sie 1998, im Gründungsjahr der Suchmaschine, als Sergei Brin und Larry Page, die beiden Unternehmensgründer, das Burning Man-Festival in Nevada besuchen wollten. In Anlehnung an den „Brennenden Mann“ des Festivals, fügten sie ein Strichmännchen in das Google-Logo ein und erfanden damit das erste Google-Doodle.

Hier gibt es eine Übersicht der bisherigen Google Doodles aus dem Jahr 2014.

lot

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