Gefahr von Massenüberwachung

Hamburgs Datenschutzbeauftragter warnt Senatskanzlei vor „Zoom“

Das Logo vom Videokonferenz-Dienst Zoom ist auf einem Smartphone-Bildschirm zu sehen, dahinter in großen Lettern das Wort „Zoom“.
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Warnung des Hamburger Datenschutzbeauftragten: Senatskanzlei sollte auf die Nutzung von „Zoom“ verzichten.

Hamburger Datenschutzbeauftragter: Daten der Senatskanzlei bei „Zoom“-Videokonferenzen seien Gefahr einer staatlichen Massenüberwachung in den USA ausgesetzt.

Hamburg – Das Videokonferenz-Tool „Zoom“ erfreut sich besonders seit der Corona-Pandemie großer Beliebtheit. Ob an Universitäten, Schulen oder in Unternehmen, an vielen Stellen wird die App zur digitalen Zusammenschaltung von bis zu 1.000 Personen an verschiedenen Standorten genutzt. So findet auch die Hamburger Senatskanzlei* Gebrauch für den Videokonferenz-Dienst. Doch diese sollte ihre Nutzung von „Zoom“ noch einmal überdenken. Denn Hamburgs Datenschutzbeauftragter Ulrich Kühn sprach am Montag, 16. August 2021 eine formale Warnung an die Senatskanzlei aus: Bei Zoom-Videokonferenzen werde wegen der Übermittlung von personenbezogenen Daten in die USA gegen die Datenschutz-Grundverordnung verstoßen.
24hamburg.de* verrät, wie die Hamburger Senatskanzlei auf die Warnung reagiert.

Die Senatskanzlei ist die in Hamburg* federführend zuständige Behörde für Digitalisierungsfragen. Die Daten von Behördenbeschäftigten und externen Gesprächsbeteiligten sind es jedoch, die Gefahr laufen, von einer anlasslosen staatlichen Massenüberwachung in den USA betroffen zu sein, so Datenschützer Ulrich Kühn. Dass in den USA kein ausreichender Schutz für personenbezogene Daten besteht, stellte der Europäische Gerichtshof bereits vor über einem Jahr fest. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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