Datenvolumen, Kosten, Laufzeit

Handy, DSL & Festnetz: Der Weg zum besten Tarif

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Wer ein Smartphone hat und mobil im Internet surfen will, braucht einen passenden Tarif - der muss aber nicht teuer sein.

München - Welcher DSL-Festnetz-Tarif und welcher Handytarif ist der beste für mich? Welches Datenvolumen ist sinnvoll? Und worauf muss ich beim Vertrag achten? Die tz beantwortet diese Fragen und zeigt auf, wie Sie in Zukunft bei Telefon und Internet viel Geld sparen können.

Endlich mal so richtig gute Nachrichten von der Preisfront: Während Strom und Heizung immer teurer werden, kennen die Preise für Telekommunikation nur noch eine Richtung – abwärts! Für uns Verbraucher wird es also grundsätzlich immer billiger. Zum Vergleich: Früher waren monatliche Gesamtkosten von 150 Euro und mehr für Festnetztelefon, Internet und Handy keine Seltenheit. Heute bekommen Sie das alles um die 50 Euro, und oft sogar noch deutlich billiger. Das Problem: Die Verbraucher müssen sich durch einen wahren Dschungel von Tarifen mit unterschiedlichsten Konditionen schlagen. Um in den Genuss des Preisvorteils zu kommen, müssen die Kunden vergleichen und bereit sein, Ihrem alten Anbieter Lebewohl zu sagen. Wir verraten Ihnen, auf welche Details Sie bei Ihrem zukünftigen Vertrag achten müssen und wie Sie in Zukunft bei Telefon und Internet viel Geld sparen können.

Wie finde ich den richtigen Handytarif?

Gerade die Mobilfunkpreise sind nach wie vor enorm unübersichtlich. Allein die Stiftung Warentest hat über 4000 Handytarife in ihrer Datenbank – wer blickt da noch durch? Selbst fleißige Handynutzer sollten heute maximal 20 bis 25 Euro im Monat bezahlen. Normaltelefonierer und gelegentliche Mobilsurfer sind schon mit acht bis zwölf Euro dabei. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie zu viel zahlen, sollten Sie Ihre Rechnungen des letzten halben Jahres genau prüfen. Telefonieren Sie eher ins Festnetz oder mehr zu anderen Handys? Schreiben Sie viele SMS, wie oft surfen Sie mit dem Smartphone? Einige Mobilfunker wie O2 bieten im Internet eine Rechnungsanalyse an.

Welcher Tarif ist der beste? Fallbeispiel "Die Familie mit Kindern"

Was ist besser: Vertrag oder Prepaid?

Als Vertragskunde profitieren Sie von einigen Extras, beispielsweise von einem neuen Smartphone zum Ende der Laufzeit. Auch Serviceangebote wie die Telefon-Hotline sind oft günstiger oder gar kostenlos. Doch nachdem Sie heutzutage gute vertragsfreie Smartphones schon für die 200 bis 300 Euro bekommen, raten die meisten Experten zu einem Tarif ohne subventioniertes Telefon. Bei Prepaid-Tarifen sind die Kosten transparenter – wenn das Guthaben erschöpft ist, können Sie schlichtweg nicht mehr telefonieren. Aber Achtung: Es gibt auch „unechte“ Prepaidtarife, bei denen die Anbieter selbst dann noch dann Anrufe zulassen, wenn das Guthaben bereits aufgebraucht ist. Und bei automatischer Aufladung verlieren Sie schnell Ihre Kosten aus dem Blick – Prepaid-Vorteil ade.

Welcher Tarif passt am besten? Fallbeispiel "Das Rentnerpaar"

Laufzeit: Vertrag sollte monatlich kündbar sein

Achten Sie auf eine möglichst kurze Laufzeit. Ideal ist eine Kündigungsmöglichkeit jeweils zum anstehenden Monatsende. Dann können Sie schnell reagieren, wenn sich Ihre Anforderungen ändern oder wenn die Preise nochmals spürbar sinken. Vor dem Verlust Ihrer Handynummer müssen Sie keine Angst mehr haben. Denn jede Mobilfunkfirma ist mittlerweile gesetzlich verpflichtet, die Rufnummernmitnahme anzubieten. Der alte Anbieter darf für den Umzug maximal 30,72 Euro verlangen, üblich sind 25 bis 30 Euro. Oft erstattet Ihnen Ihr neuer Provider den Betrag.

Welcher Tarif ist der richtige für mich? Fallbeispiel "Der Single"

Mobiles Internet: Tarif mit Datenoption unerlässlich

Was Sie auf keinen Fall machen dürfen: Ihr erstes Smartphone kaufen, Internet aktivieren und einfach drauflossurfen. Denn gerade bei älteren Tarifen ohne Internetoption kann das extrem teuer werden. Dabei zahlen Sie für jede einzelne Internetseite, für jede E-Mail – und am Monatsende drohen Horrorrechnungen von mehreren Hundert Euro. Deshalb brauchen Smartphonenutzer einen Tarif mit Datenoption. Hierbei handelt es sich praktisch immer um eine Flatrate mit gedeckelten Kosten. Wenn das Datenlimit erreicht ist, wird das Surftempo dermaßen stark gedrosselt, dass Sie das Internet praktisch nicht mehr nutzen können.

Welcher Tarif ist der beste? Fallbeispiel "Die Doppelverdiener"

Datenvolumen: Wie viel MB oder GB brauche ich?

200 bis 300 Megabyte (MB) im Monat, bei vielen Anbietern das Einstiegspaket, sind schnell erschöpft – vor allem, wenn Sie oft unterwegs sind, und nicht den ganzen Tag im WLAN-Netz zuhause oder im Büro surfen können. Denn: Internet per WLAN belastet die Flatrate nicht. 500 MB pro Monat sollten es für sorgenfreies Surfen sein, 1 Gigabyte (GB) reicht den allermeisten Nutzern. Faustregel: Für eine Internetseite müssen Sie mit rund 0,2 MB rechnen, für ein paar Minuten Facebook mit 1,5 MB und für ein YouTube-Video mit 10 bis 20 MB. Mit Apps wie „Data Usage“ (iPhone, 89 Cent), oder „TrafficInfo“ (Android, gratis) können Sie Ihren Verbrauch exakt ablesen. Viele Provider bieten zudem eine mobile Website an, auf der Sie Ihren aktuellen Stand finden. Wenn Sie schon vor dem Monatsende auf Schneckentempo gebremst werden, können Sie meist weiteres Volumen dazubuchen. Diese Option sollte einmalig maximal 5 Euro kosten. Der Zusatzpreis für mehr Daten ist ein weiteres wichtiges Kriterium für Ihre Tarifauswahl.

Festnetz und Internet: Das darf ein Vertrag kosten

Auch hier gilt generell: Die Mondpreise der Vergangenheit sind passé. Bei Kabel Deutschland zahlen Sie für Telefonflatrate und eine schnelle Internetflat, deren Tempo DSL 25.000 entspricht, 24,90 Euro im Monat, und in den ersten beiden Jahren sogar nur 19,90 Euro. Allerdings ist der Kabelanbieter nicht überall vertreten. Alternative ist beispielsweise M-net. Hier beginnen die Tarife für Telefon- und Internetflat bei 29,90 Euro im Monat. In den ersten sechs Monaten zahlen Sie bei einem schnellen DSL-18.000-Anschluss nur 19,90 Euro.

Jörg Heinrich

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