Alles nur noch ex und hopp?

Handy, TV, Notebook: Wann lohnt sich eine Reparatur noch?

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Ein zersplitterter Bildschirm kann für rund 80 Euro ersetzt werden.

München - Das Smartphone ist ins Waschbecken gefallen, der Bildschirm des Fernsehers ist beim Umzug zu Bruch gegangen. Früher hätte man so ein Gerät reparieren lassen. Aber heute? Handy, Fernseher & Co. sind längst als Wegwerfprodukte konzipiert. Wann lohnt sich das Reparieren trotzdem noch?

Smartphones

Ex und hopp – so stellen sich Apple oder Samsung den Umgang mit ihren Handys vor, bei denen fast alle Teile reparatur­unfreundlich verklebt sind. Es kann sich trotzdem lohnen, das Smartphone instand setzen zu lassen. Werkstätten wie handyreparatur123.de oder smartphone-werkstatt24.de wechseln müde Akkus je nach Modell ab 40 Euro aus, ein Wasserschaden lässt sich mit etwas Glück ab 50 Euro beheben. Und zersplitterte Bildschirme werden ab 80 Euro ersetzt. Durchschnittlich zahlen die Deutschen laut statista.de derzeit 403 Euro für ein neues Smartphone, der Besuch in der Werkstatt ist also gerade bei teureren Modellen sinnvoll. Bei einem 150-Euro-Handy ist gebrauchter Ersatz von Ebay dagegen oft billiger.

Fernseher

Heute gehören auch TV-Geräte zur „Generation Elektroschrott“. 90 Prozent werden bei einem Defekt entsorgt. Im Jahr 2005 hat in Deutschland ein neuer Fernseher durchschnittlich noch 1137 Euro gekostet, mittlerweile hat sich der Preis durch Massenproduktion in Asien auf 568 Euro halbiert. Deshalb lohnt es sich einfach nicht mehr, einen kaputten TV-Bildschirm ersetzen zu lassen. Denn die Hersteller verlangen für das Ersatzteil mehr als für einen neuen Fernseher. Bei kleineren Problemen kann Reparieren dagegen durchaus noch sinnvoll sein – oft ist zum Beispiel nur das eingebaute Netzteil defekt. Die Website murks-nein-danke.de sammelt solche Beispiele, bei denen dann Samsung einen Kostenvoranschlag über 530 Euro erstellt, während ein einigermaßen geschickter Bastler den Defekt für elf Euro behebt. Beobachten Sie genau, welche Symptome der kaputte Fernseher zeigt, zum Beispiel ein Blinken in einem bestimmten Rhythmus. Wenn Sie danach googeln, finden Sie oft selbst eine Lösung, zum Beispiel das Drücken einer bestimmten Tastenkombination auf der Fernbedienung. Einen günstigen Reparaturservice bietet meinmacher.de.

Notebooks, Digis & Co.

Bei Geräten, die Sie neu für unter 200 Euro bekommen, lohnt sich eine Reparatur nach der Garantie praktisch gar nicht mehr. Aber womöglich finden Sie in einem Repair Café Hilfe. In diesen Einrichtungen, von denen es fünf allein in München gibt (repaircafe.org/de), helfen Ihnen ehrenamtliche Techniker, kleine Probleme selbst zu beheben, zum Beispiel mit Anleitungen aus dem Internet. So können Sie ein kaputtes Notebook oft doch noch zu neuem Leben erwecken.

Jörg Heinrich

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