Zehn Tipps für die Welt der Bilder

Instagram, Flickr & Co.: So punkten Sie mit Ihren Fotos

Kendall Jenner
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Dieses Foto von Kendall Jenner auf Instagram hat die meisten "Likes" eingesammelt.

München - Das Internet ist die größte Galerie, das größte Fotoalbum der Welt.  Die tz verrät die besten Tricks für Ihre Bilder in den sozialen Medien – und erklärt, was München in ­Sachen Internet-Fotos zu bieten hat.

Allein über die Foto-App Instagram werden pro Stunde 2,9 Millionen Bilder hochgeladen. Wer auf Facebook oder Twitter eine Nachricht mit Foto postet – der hat dreimal bessere Chancen, dass sein Beitrag gelesen wird, als ohne Bild.

Instagram

Die klare Nummer 1, perfekt für Selfies und Schnappschüsse, die mit den eingebauten Filtern aufgehübscht werden. Instagram hat, in Anlehnung an die guten alten Polaroid-Fotos, jahrelang auf das antiquierte Quadrat-Format gesetzt. Erst seit letztem August erlaubt die Facebook-Tochter auch rechteckige Bilder. Die meisten verwenden Instagram mit der offiziellen App für iOS und Android. Doch der Zugriff klappt auch am Computer auf instagram.com. Vorteil: Dort können Sie die Bilder viel größer sehen. Übrigens: 68 Prozent der 400 Millionen Nutzer sind weiblich, nur 32 Prozent männlich.

Instagram-Star: Kendall Jenner

Kendall Jenner (20), eines der It-Girls aus der Jenner-/Kardashian-Sippschaft, hat 2015 das bisher erfolgreichste Selfie der Welt gepostet. Ihr Instagram-Foto mit den Haaren, die als Herzchen gelegt sind, sammelte bisher 3,5 Millionen „Likes“ ein. Und es sorgte für jede Menge Parodien – unter anderem von Komiker „Kirby Jenner“, der als Kendalls angeblicher Bruder seinen Schabernack treibt.

Flickr

Einst die wichtigste Foto-Website und mittlerweile mit rund 90 Millionen Nutzern klar im Schatten von Instagram. Der kriselnde Internet-Pionier Yahoo, der Flickr bereits 2005 übernahm, kann wenig mit seiner Bilderseite anfangen. Yahoo will kein Geld mehr in Flickr stecken, ein Verkauf käme nicht überraschend. Für echte Foto-Liebhaber bleibt Flickr, dessen Name von „to flick“ (durchblättern) kommt, dennoch die erste Wahl, denn die Bilder sind deutlich hochwertiger als bei Instagram.

Flickr-Star: München

Rund 1,8 Millionen München-Bilder gibt es auf Flickr. Jeden Monat kommen fast 40000 dazu. Und während des Oktoberfests sind es über 60000. Das Schmökern auf flickr.com oder in der Flickr-App lohnt sich. Die beliebtesten Motive sind Marienplatz, Viktualienmarkt, Deutsches Museum und die Eisbach-Welle im Englischen Garten.

Pinterest

Der Name beschreibt, um was es geht. Er ist eine Kombination aus „Pin“ (anheften) und „Interest“ (Interesse). Die Nutzer (100 Millionen weltweit) können auf Pinterest Bilder in die App oder auf die Website heften, die sich um ihre Hobbys drehen. Weil über 70 Prozent weiblich sind, dominieren die Themen Essen und Trinken, Mode und Kosmetik, Einrichtung und Reisen.

Die zehn besten Tipps für Ihre Internet-Fotos

1. Bessere Selfies: Gutes Licht

Am besten am Fenster mit dem Vorhang als Filter, niemals den Blitz verwenden, möglichst viel Abstand von der Kamera zum Gesicht, Kameraposition am besten seitlich oben, und den Hals strecken – das sind die wichtigsten Regeln für gute Selfies. Und bitte fotografieren Sie sich niemals vor dem Spiegel. Das klassische Selfie mit dem Spiegel im Hintergrund ist mega-out. Es wirkt inszeniert, selbstverliebt und völlig unnatürlich.

2. Die richtige Kamera

Die meisten Selfies werden mit der Frontkamera geschossen. Klar: Dadurch sehen Sie auf dem Bildschirm genau, was Sie fotografieren. Doch die weitaus bessere Kamera ist praktisch immer auf der Rückseite des Smartphones zu finden. Üben Sie, wie Sie das Handy halten müssen, um auch mit der Rückkamera gute Fotos aufzunehmen.

3. Der richtige Filter

Mit einem Klick wird aus einem banalen Bild ein kleines Instagram-Kunstwerk. Doch weil jeder diese Filter verwendet, fallen trotzdem nur Top-Fotos in der Masse auf. 24 Filter stehen derzeit zur Verfügung, am beliebtesten ist Clarendon, der Lichter und Schatten verstärkt und so für besonders knallige Bilder sorgt. Instagram-Profis verwenden für jedes Foto den gleichen Filter. Denn nur so entsteht eine eigene Handschrift und eine stimmige Bildersammlung.

4. Selfies aufhübschen

Mit dem Top-Programm FaceTune (iOS und Android, je 3,99 Euro) bringen Sie jedes Selbstportrait in Form. Pickelchen, glänzende Haut und müde Augen haben damit keine Chance mehr. Übrigens: Als ideale Größe für Instagram-Bilder gelten 1080 x 1080 Pixel. Damit sind sie auch auf hochauflösenden Handy-Bildschirmen knackscharf.

5. Hashtags nutzen

Nur mit Hashtags, die Ihre Fotos beschreiben, werden die Bilder auf Instagram auch gefunden. Dabei gibt es klare Regeln für die Bezeichnungen mit der Raute. Das #Photooftheday (Foto des Tages) bewirbt sich um eine täglich vergebene Auszeichnung. Diesen Hashtag sollten Sie nur für Ihre besten Bilder verwenden. Fotos ohne Instagram-Filter erfordern besonders viel Können und werden mit #NoFilter markiert. Selbstportraits kennzeichnen Sie mit einem schlichten #i (Ich). Instagram-Tags sind eine Kunst für sich, unter tagsforlikes.com erfahren Sie mehr.

6. Keine Scheu vor Englisch

Die Instagram-Weltsprache ist Englisch. Wenn Sie mit Ihren Fotos auffallen und Kontakte knüpfen wollen, kommen Sie nicht darum herum, Ihre Bildtexte und Hashtags auf Englisch zu schreiben.

7. Ins Archiv greifen

Jeden Donnerstag findet auf Instagram der #ThrowbackThursday oder auch #tbt (Rückblick-Donnerstag) statt. Hier graben normale Nutzer ebenso wie It-Girl Kim Kardashian in ihrem Fotoalbum und stellen Bilder von früher ein. Hier können Sie mit einem tollen Foto für viel Furore sorgen.

8. Zusatz-Apps nutzen

Zahllose Apps für iOS und Android erweitern die Instagram-Funktionen. Es lohnt sich, in den App Stores nach „Instagram“ zu suchen, und die Programme zu testen. 100 Cameras in 1 (iOS) liefert 100 weitere Bildeffekte. Mit Hyperlapse (iOS und Android) erstellen Sie Zeitraffer-Videos. Und mit InsTrack (iOS und Android) erfahren Sie in zahllosen Statistiken, wie gut Ihre Instagram-Bilder ankommen.

9. Verknüpfung mit Facebook

Im Einstellungs-Menü der Instagram-App können Sie feststellen, welche Ihrer Facebook-„Freunde“ auch Instagram verwenden – und diese hinzufügen. So kommen Sie schnell zu vielen Instagram-Kontakten. Von dort aus können Sie Ihre Instagram-Fotos auch in anderen Netzwerken wie Twitter oder Flickr teilen. Dass die Verlinkung zu Facebook in Sachen Datenschutz bedenklich ist, steht auf einem anderen Blatt ...

10. Zur richtigen Zeit posten

Weil die USA das Instagram-Land Nummer 1 sind, sollten Sie darauf achten, zu welcher US-Uhrzeit Sie Bilder einstellen. Morgens und abends nach US-Zeit (6 bis 9 Stunden hinter uns) erreichen Sie deutlich mehr Kontakte. Frühmorgens in Deutschland, wenn die USA schlafen, ist keine gute Wahl.

tz

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