Mehr Hilfe für Online-Süchtige

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Online-Sucht sei durchaus etwa mit Glücksspielsucht zu vergleichen, sagt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing.

Berlin - Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, hat eine Ausweitung der Therapiemöglichkeiten für Online-Süchtige gefordert.

Es gebe bereits entsprechende Angebote, “es gilt jetzt, die noch auszuweiten“, sagte Bätzing in einem Interview.

“Der Bedarf wächst. Denn das Problem wird immer größer“, sagte die Drogenbeauftragte. Laut Bätzing sind etwa drei Prozent aller Internetnutzer abhängig und verbringen in ihrer Freizeit mehr als zehn Stunden täglich im Internet. Als Folge der Sucht würden unter anderem Sozialkontakte in der realen Welt “auf null reduziert“, sagte Bätzing. Die Konfliktfähigkeit bei den Betroffenen sinke, ebenso das Kommunikationsvermögen.

Wie drastisch die Auswirkungen virtueller Welten auf das reale Leben sein können, beschreibt eine Betroffene in einem Gespräch mit PC-Games. Erst sei es für sie nur ein „normales Hobby“ gewesen, dann habe sie den Job und ihren Freund verloren, weil sie nur noch World of Warcraft (WOW) spielte. Auch Spiegel TV hat einen Bericht über diese Spielsucht gezeigt.

Obwohl immer mehr Menschen zwanghafte Online-Spieler sind und dieses Problem auch schon früher bekannt war, machen viele Prominente Werbung für WOW - so zum Beispiel Mr. T, Thomas T und Smudo von den Fanta 4, William Shatner oder Ozzy Osbourne.

Online-Sucht sei durchaus etwa mit Glücksspielsucht zu vergleichen, erklärte Bätzing. Heute findet in Berlin ein Kongress statt, der sich mit Problemen der Internet- und Onlinesucht beschäftigt.

len/ap

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