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Ausblick auf Barcelona

Mobilfunkmesse: Das sind die Handy-Trends 2014

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Servus in Barcelona: Rund 1700 Unternehmen aus aller Welt zeigen in der spanischen Mittelmeer-Metropole ihre Mobilfunk-Innovationen.

Barcelona - Die Spannung steigt: In der kommenden Woche trifft sich die Handy-Branche zu ihrer wichtigsten Messe. Der Mobile World Congress in Barcelona ist das Trendbarometer der Branche.

Rund 1.700 Unternehmen zeigen vom kommenden Montag an in Barcelona ihre Produkte und Lösungen. Die Gästeliste liest sich wie ein Who-is-Who der Branche: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg eröffnet die Messe mit einem Vortrag, Telekom-Chef Timotheus Höttges ist ebenso dabei wie IBM-Chefin Virginia Rometty. Nur einer ist nicht dabei: Apple bleibt der Veranstaltung traditionsgemäß fern.

Dabei stehen die Handyhersteller vor völlig neuen Herausforderungen. So liegt der größte Wachstumsmarkt mittlerweile in den Ländern der Dritten Welt. Die tz wagt einen Blick auf aktuelle Trends zur Messe in Barcelona:

Samsung auf neuen Pfaden

Präsentiert Samsung einen Nachfolger für das Flaggschiff S4?

Spannung rund um Marktführer Samsung. Die Koreaner haben gleich für den Eröffnungstag zu einem großen Event geladen. Das Motto lautet: Unpacked (dt.: „ausgepackt“). Zwar ist nirgends explizit davon die Rede, dass Samsung einen Nachfolger für sein Flaggschiff S4 vorstellen wird – trotzdem gilt ein neues S5 als sicher. Die Gerüchteküche kocht jedenfalls schon gewaltig. Das heißeste Gerücht: Samsung könnte den Angriff auf Google wagen und das S5 mit einem eigenen Betriebssystem ausstatten, dem Linux-basierten Tizen. Der Hintergrund: Samsung ist massiv abhängig von Googles Android-System. Wenn Samsung-Nutzer Apps kaufen, tun sie das in der Regel über den Google-Play-Store – und dann klingeln die Kassen bei Google. Mit einem eigenen Betriebssystem möchte Samsung den Handel mit Apps künftig selbst abwickeln und daran mitverdienen.

Zuckerbergs Visionen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg eröffnet die Messe mit einer Rede. Sein Netzwerk wächst vor allem im mobilen Bereich und setzt für zukünftiges Wachstum verstärkt auf Smartphone-Apps. Im Fokus: Nutzer einfacher Handys. „Wenn man wirklich viele Menschen erreichen möchte, muss man auch günstige und einfache Geräte ins Visier nehmen“, sagt Facebook-Manager Javier Olivan vorab. „In der westlichen Welt gehen wir oft davon aus, dass alle Smartphones in der Tasche haben“ — dabei seien zwei Drittel der Weltbevölkerung noch gar nicht im Internet.Zuckerberg will in Barcelona ein Zwischenfazit zur Initiative „Internet.org“, die günstige Internet-Verbindungen in Entwicklungsländer bringen will, geben. Facebooks Zukunft ist mobil: Aktuell legt bereits rund jeder zweite neue Nutzer sein Profil auf einem mobilen Gerät an.

Nokia macht in Android

Bringt Nokia neben Windows auch Android an den Start?

Es ist eines der heißesten Gerüchte der Branche: Nokia soll sein erstes Android-Telefon in Barcelona vorstellen! Vor drei Jahren hatte der einstige Handy-Weltmarktführer voll auf das Microsoft-System Windows Phone gesetzt. Microsoft steht kurz davor, die Finnen komplett zu übernehmen.Trotzdem könnte ein Handy mit dem Betriebssystem des Erzrivalen Google für Nokia ein kluger Schritt sein. Denn die Wachstumsmärkte der Branche sind die Entwicklungsländer. Windows Phone läuft derzeit nur mit einigen wenigen leistungsstarken Chips, was den Spielraum für Preissenkungen schmal hält. „Android ist derzeit die einzige Plattform, mit der man in Entwicklungsländern in großer Zahl günstige Geräte anbieten kann“, sagt Analyst Anshul Gupta vom Marktforscher Gartner. Und günstig heißt inzwischen schon für 60 bis 100 Dollar.

Billige Geräte

Nicht nur Nokia will in Schwellen- und Entwicklungsländern wachsen. Die steigende Nachfrage nach günstigen Geräten befeuert dabei vor allem den Aufstieg chinesischer Hersteller, die in großen Stückzahlen billige Smartphones mit dem Google-System Android absetzen können.

Spitzen von Huawei

Mit einem einminütigen Werbeclip schickt die Nummer drei auf dem Smartphone-Markt kleine Spitzen gegen die Konkurrenten von Samsung und Apple. Nachdem eine Computerstimme die Vorzüge des neuen Geräts (stärkerer Akku, scharfe Front-Kamera) erklärt hat, fragt sie den Zuschauer: „Fruit or some Song? (dt.: „Eine Frucht oder irgendein Lied“). Das Wortspiel auf Apple und Samsung kontert die Stimme mit der Antwort: „Nein, Huawei.“

Tragbare Geräte

Die „Wearables“ – die tragbaren Geräte – kommen. Computeruhren oder Datenbrillen wie Google Glass sollen das Wachstum der Branche befeuern. Ein weiterer Trend: Die Selbstvermessung. Fitness-Armbänder sollen die Aktivität der Nutzer messen und sie zu mehr Bewegung sowie einem gesünderen Lebenswandel motivieren. Dabei sammelt sich auch eine Menge Daten an, zum Beispiel über die Schlafqualität.

M. Kniepkamp

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