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Musik kaufen oder mieten?

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Musik im Internet, auf dem Handy, dem iPad - nie war MP3-hören so vielfältig wie jetzt. Bleibt die Frage: Wie mache ich’s richtig? © dpa

München - Musik im Internet kaufen und auf das Endgerät überspielen? Ist nicht mehr aktuell, der Trend geht zum Mieten von Musik, zum streaming. Wir beantworten die wichtigsten Fragen:

Musik im Internet kaufen, auf den Computer laden und von dort auf Smartphone oder MP3-Player überspielen - das wirkt fast schon wieder altbacken. Denn der Trend geht zum Mieten von Musik, zum Streaming. Dabei kaufen Sie Ihre Musik nicht mehr, für 99 Cent pro Song oder 9,99 Euro pro Album - sondern mieten Ihre Musiksammlung bei Anbietern wie Spotify, Napster oder Simfy. Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen.

Soll ich meine Musik kaufen oder mieten?

Mit dem Abschluss eines Abos für 5 bis 10 Euro im Monat haben Sie bei der Miet-Musik Zugriff auf beinahe alle Songs, die Sie sich nur wünschen können – wie beim „All you can eat“ im Restaurant, nur für die Ohren. Motto: All you can hear. Spotify und Simfy sprechen von je 18 Millionen Titeln. Eine so große CD-Sammlung wäre 15 Kilometer hoch. Wenn also ein neues Top-Album erscheint, müssen Sie sich als Musik-Mieter keine Gedanken machen, ob Sie 10 Euro dafür ausgeben wollen. Sie klicken die Platte einfach in Ihrem Abo-Programm an. Das ist praktisch, hat aber auch Nachteile. Denn eine gekaufte MP3-Datei gehört Ihnen für immer, Sie können eine Sammlung aufbauen, die Musik auf CD brennen oder an Freunde weitergeben. Das geht mit der Miet-Musik nicht. Wenn Sie Ihr Abo kündigen, oder wenn der Anbieter pleite geht, bleiben Ihre Lautsprecher stumm. Und, trotz großer Auswahl: In aller Regel sind nur etwa 80 Prozent der Songs von iTunes oder Amazon MP3 im Angebot.

Wie funktioniert die Miet-Musik?

Streaming bedeutet: Sie müssen die Songs gar nicht erst auf Ihren Rechner laden – denn mit einem Klick „strömt“ die Musik ohne Wartezeit aus der Internet-Wolke. Das funktioniert nicht nur an PC und Mac, sondern auch mit iPhone und iPad, mit Android oder Windows-Handys. Mit diesen Apps haben Sie auch unterwegs Zugriff auf Millionen von Songs, und müssen sich nicht zuvor überlegen, was Sie hören wollen. Das Smartphone- und Tablet-Musikabo kostet bei den meisten Anbietern rund 10 Euro. Für 5 Euro dagegen können Sie nur per Computer zuhören. Und Sie können die Musikmiete übrigens auch testen. Die Firmen bieten Probe-Abos an.

Was passiert, wenn ich nicht im Internet bin?

Hierfür gibt es einen Offline-Modus. Sie können eine bestimmte Anzahl von Stücken (beim wohl besten Anbieter Spotify über 3000) auf Ihr Gerät herunterladen und so auch ohne Internet-Verbindung hören. Das ist im Ausland wichtig, sonst drohen enorme Roaming-Gebühren. Und auch zu Hause müssen Sie darauf achten, dass die Miet-Musik Ihr mobiles Datenvolumen per UMTS oder LTE nicht blitzschnell erschöpft.

Fazit: Große Musikfans kaufen ihre Songs auch weiterhin, als Download, CD oder Vinyl. Für Gelegenheitshörer, die keine Lust mehr aufs immergleiche Radioprogramm haben, ist die Miet-Musik dagegen ideal.

Jörg Heinrich

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