Wo liegen die Grenzen?

Werbung auf Instagram: Was darf ich – was darf ich nicht?

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Die rechtliche Lage auf Instagram wird für viele Nutzer immer unübersichtlicher - vor allem, was die Grenzen zur Werbung betrifft.

Auf Plattformen wie Instagram herrscht derzeit viel Unsicherheit, was Anzeigen angeht: Wann ist Werbung wirklich Werbung und wie muss diese gekennzeichnet werden?

YouTube und Instagram mauserten sich in den letzten Jahren zu zwei der meistgenutzten Plattformen im Netz. Ein kleiner Schnappschuss aus dem Restaurant oder ein YouTube-Video vom Ausflug im Freizeitpark schienen lange Zeit kein Problem zu sein. Doch immer mehr rückt das Thema Werbung in den Mittelpunkt: Ab wann ist in etwa der Schnappschuss im Restaurant Werbung? Müssen alle Instagram-Nutzer Anwaltspost befürchten, wenn der Besuch öffentlich zur Schau gestellt wird - ohne Markierung als Anzeige? Wir versuchen, etwas Klarheit zu schaffen.

Geschäftsmodell Instagram-Werbung: Deshalb bekommen immer mehr Influencer Ärger

Promis und Influencer haben in den letzten Jahren ein Geschäftsmodell daraus entwickelt, Produkte auf ihren Instagram-Kanälen zu bewerben - dafür werden sie von den Unternehmen oftmals gütlich entlohnt. Allerdings müssen diese Posts direkt am Anfang als Anzeige markiert werden. Meistens in Form von #Anzeige oder #[Werbung]. Wird dies nicht gemacht, kann es rechtlichen Ärger geben. Besonders der Verband Sozialer Wettbewerb hat es sich auf die Fahnen geschrieben, gegen unlauteren Wettbewerb vorzugehen.

Video: Pamela Reif verliert vor Gericht wegen Schleichwerbung

Doch was, wenn es sich nicht um die klassische Schleichwerbung handelt? Wenn man gar kein Geld bekommen hat, sondern einfach nur den Nutzer wissen lassen will, was man trägt oder was einem persönlich gefällt? In dieser Bredouille befand sich vor Kurzem die Influencerin Pamela Reif. Sie vertaggte in einigen Fotos direkt den Hersteller - sodass Follower nur mit wenigen Klicks zur Website des Unternehmens gelangten.

Darin sah das Landgericht Karlsruhe nun einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Selbst die Tatsache, dass Reif laut eigenen Aussagen kein Geld für die Posts bekommen habe und manche privat geteilt wurden, tat hier nichts zur Sache. Denn: "Die Posts der Beklagten wecken das Interesse an den getragenen Kleidungsstücken etc. Indem die Nutzer durch nur zwei Klicks auf die Herstellerseite gelangen können, werden Image und Absatz des jeweiligen Herstellers gefördert", heißt es in der Urteilsbegründung. Deshalb scheint die einzig legale Methode für Influencer momentan zu sein, jedes Foto als Werbung zu markieren, auf dem eine Marke klar erkennbar ist oder markiert wurde.

Auch Influencerin Cathy Hummels ist derzeit aufgrund einer Klage wegen unlauteren Wettbewerbs in Rechtsstreitigkeiten verwickelt. In diesem Fall wird jedoch erst im April eine Entscheidung gefällt.

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Muss ich meine Instagram-Posts als Werbung markieren oder nicht?

Ob Sie für ein Selfie aus dem Restaurant oder mit dem neuen Pulli mit einer Abmahnung rechnen müssen, entscheiden verschiedene Faktoren. Besonders die Anzahl der Abonnenten spielt wohl eine gewichtige Rolle: Wer ein großes Publikum hat, muss bei Werbung - ob bezahlt oder unbezahlt - vorsichtig sein. Selbst Produkte, die auf eigene Rechnung erworben wurden oder privat getragen bzw. benutzt werden, könnten nach derzeitiger Auffassung von verschiedenen Gerichten als Schleichwerbung angesehen werden.

Des Öfteren ist davon die Rede, dass eine Anzahl von 50.000 Followern die magische Grenze zum Influencertum darstellt. Dies ist jedoch wohl eher "aus der Luft gegriffen", wie der BR meint. Sollten Sie jedoch nur wenige Follower haben und kein Geld für Ihre Beiträge erhalten, dürften Sie in der Regel keine Probleme vom Anwalt bekommen, selbst wenn diese nicht als Werbung markiert sind.

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