Netzwerk wird noch neugieriger

Neue Datenschutzregeln bei Facebook: So wehren Sie sich

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Facebook wird noch neugieriger.

München - Ab 30. Januar wird Facebook noch neugieriger! Das soziale Netzwerk verfolgt dann auch, welche Websites außerhalb von Facebook Sie besuchen und welche Apps Sie nutzen. Doch Sie können sich wehren!

Diese Informationen werden dann dazu verwendet, um Ihnen noch persönlichere Werbung anzuzeigen. Facebook will Sie noch besser kennenlernen als bisher schon – doch Sie können sich wehren!

Die Änderungen sind Teil der neuen Datenschutzregeln und Nutzungsbedingungen des weltgrößten Netzwerks. Ursprünglich sollten sie bereits am 1. Januar in Kraft treten. Doch nach zahlreichen Protesten europäischer Datenschützer verschob Facebook den Start, um Behörden und Nutzern mehr Zeit zur Prüfung zu geben.

Die Neuerungen an sich können Sie nicht ablehnen. Wenn Sie nach 30. Januar Facebook noch nutzen, stimmen Sie den aktualisierten Regeln automatisch zu. Die Auswirkungen merken Sie an der noch treffsichereren Reklame, die Ihnen beim Surfen eingeblendet wird. Wenn Sie auf Internetseiten nach einer neuen Waschmaschine suchen, können Sie also künftig mehr denn je damit rechnen, dass Sie bald sehr viel Werbung von Miele oder Bosch angezeigt bekommen oder in Ihrem E-Mail-Postfach finden. Immer wieder verblüffend!

Auch ortsbasierte Werbung wird künftig erleichtert – die Anzeigen passen dann zu Ihrem momentanen Aufenthaltsort. Und auch an einem neuen „Kaufen“-Button arbeitet Facebook, zum Online-Shopping auf seinen Seiten. Bisher wertet die Firma nur Ihr Verhalten innerhalb von Facebook aus. Künftig schaut Ihnen das Neugier-Netzwerk beim Surfen jederzeit über die Schulter – und kontrolliert auch, welche Apps auf Smartphone und Tablet Sie verwenden. Sie werden also noch gläserner. Sogenannte Cookies („Krümel“), kleine Dateien, die Ihr Onlineverhalten aufzeichnen, machen es möglich. Ausnahme: Was Sie auf WhatsApp tun und lassen, will Facebook, der neue Besitzer des umstrittenen Messengers, (vorerst) nicht auswerten.

So kann das Netzwerk für alles, was es über Sie weiß, noch mehr Geld von seinen Werbekunden verlangen. Denn in Wahrheit ist Facebook gar nicht gratis. Sie bezahlen durchaus – mit Ihrer Privatsphäre, mit den geldwerten Informationen, die Sie über sich preisgeben. Im

O-Ton des Konzerns: „Vor diesem Hintergrund verwenden wir sämtliche Informationen, die wir über dich haben, um dir relevante Werbeanzeigen anzuzeigen.“

Dass Facebook die Daten über Sie sammelt, könnten Sie als Nutzer nur verhindern, wenn Sie die Cookie-Funktion in den Einstellungen Ihres Browsers deaktivieren – doch dann wird das Surfen unbequem und mühsam, weil viele Seiten ohne Cookies gar nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. Aber Sie können unter facebook.com/settings?tab=ads einstellen, welche Werbung Ihnen Facebook anzeigen darf – ab 30. Januar sollten Sie dort die Einstellungen verschärfen. Zudem können Sie dann bei jeder Anzeige auf ein Symbol klicken. So erfahren Sie, wie Facebook Sie einschätzt, warum Sie genau diese Werbung zu sehen bekommen, und können sie für die Zukunft abschalten! Generell sollten Sie zum Stichtag Ihre Facebook-Einstellungen durchforsten und dabei Ihre Privatsphäre möglichst gut schützen. Noch ein Tipp: Melden Sie sich nach jeder Facebook-Sitzung unbedingt ab, statt einfach nur die Seite zu schließen! Das erschwert es Facebook, Sie zu verfolgen – und Hacker haben schlechtere Karten, Ihnen Schadsoftware unterzujubeln. Und wenn Sie gar keine Lust mehr haben, mit den Cookies, den Internetkrümeln, noch genauer belauscht zu werden – sollten Sie sich aus Facebook verkrümeln …

Die lustigsten Facebook-Pannen der Welt

 © riva Verlag
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