Neue Verschlüsselung

Was ändert sich bei meiner E-Mail?

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Die großen Provider sichern E-Mails in ganz Deutschland. Zwei Drittel aller deutschen E-Mailkonten müssen umstellen.

München - Die großen deutschen Mail-Provider von der Telekom bis GMX informieren ihre Kunden in diesen Wochen über Änderungen bei der E-Mail zum 31. März. Das müssen Sie wissen.

Von der Telekom bekommen Sie diese Infos beispielsweise unter dem Absender verschluesselung@t-online.de in Ihr Postfach. Was steckt dahinter, was müssen Sie tun? Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was ändert sich jetzt bei meiner E-Mail?

Am 31. März stellen die führenden Provider, also Telekom, 1&1, GMX, Web.de und Freenet, ihre E-Mail-Server auf die sichere SSL-Verschlüsselung um. SSL steht für „Secure Socket Layer“ („Sichere Verbindungsschicht“), ein Verschlüsselungssystem, das Ihre Mails besser als bisher vor neugierigen Mitlesern schützt. Einfach ausgedrückt: Ohne SSL schwirren Ihre Mails im Klartext durchs Netz, mit SSL ist der Inhalt verschlüsselt und damit geschützt. Zwei Drittel der deutschen Internetnutzer sind von der Änderung betroffen, mit der die Firmen unter dem Motto „E-Mail Made in Germany“ auf den NSA-Skandal reagieren. Damit Sie als Kunde dieser Unternehmen nach dem Stichtag auch weiterhin Mails senden und empfangen können, muss die SSL-Verschlüsselung in Ihrem Mailprogramm aktiviert sein. Sonst bleibt Ihr Postfach ab 1. April leer, und Sie können auch keine Mails mehr verschicken.

Bin ich von der Änderung betroffen?

Das Wichtigste: Wenn Sie Ihre Mails direkt im Browser empfangen und verschicken, also auf der Internetseite Ihres Mailproviders (z.B. unter email.t-online.de oder gmx.de), müssen Sie nichts tun. Dort ist der E-Mail-Zugriff immer automatisch per SSL verschlüsselt, damit bleibt für Sie alles beim Alten. Anders ist es, wenn Sie Ihre Mails auf Ihrem Computer, Tablet oder Smartphone mit einem eigenen Mailprogramm aufrufen. Das betrifft am Computer Programme wie Outlook oder Apple Mail, vor allem aber auch die eingebauten E-Mail-Apps auf Tablets und Smartphones, bei iPhone, iPad, Android oder Windows Phone. Dort müssen Sie nachsehen, ob die SSL-Verschlüsselung bereits aktiviert ist – und das gegebenenfalls nachholen. Das sollten Sie möglichst bald tun, Sie müssen nicht den 31. März abwarten. Und auch für Kunden anderer Provider wie Yahoo oder Google gilt: Die SSL-Verschlüsselung Ihrer Mails ist immer sinnvoll, Sie sollten diese Option also ohnehin aktiviert haben.

Und wie funktioniert das genau?

Je nach Gerät, Software und Provider gibt es die verschiedensten Varianten, wie Sie die SSL-Verschlüsselung überprüfen und aktivieren. Auf jeden Fall müssen Sie das Einstellungs- oder Options-Menü Ihres Mailprogramms öffnen. Dort rufen Sie Ihr Mailkonto auf und finden in den Server-Einstellungen meist sehr schnell die Option „SSL verwenden“. Wenn dort kein Häkchen gesetzt ist, müssen Sie das nachholen. An iPhone und iPad rufen Sie „Einstellungen => Mail, Kontakte, Kalender“ auf, und wählen dort Ihr Mailkonto aus. Bei Android sind Sie in der E-Mail-App unter „Einstellungen => Kontoeinstellungen“ richtig. Eine ausführliche Schritt- für Schritt-Anleitung für alle Geräte finden Sie bei der Telekom unter t-online.de/email/verschluesselung. Auch die anderen Provider bieten auf ihren Seiten so eine Erklärung. Und wenn Sie unsicher sind, mailen Sie besser direkt im Internet-Browser, dann müssen Sie sich um nichts mehr kümmern.

Jörg Heinrich

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