Fotos und Beleidigungen: So wehren Sie sich

Wie kriege ich Bilder aus dem Netz?

München - Partyfotos auf Facebook oder Twitter, die jemand ohne Ihr Wissen eingestellt hat, beleidigende Inhalte in Foren – das kann zu einem Riesenproblem werden, privat ebenso wie beruflich. Wie kann man sich wehren?

Wie können Sie dafür sorgen, dass solche Bilder und Texte gelöscht werden? Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen.

Gibt es hundertprozentige Sicherheit?

Nein, ganz sicher können Sie nie sein, dass solche Inhalte wieder aus dem Netz verschwinden. Denn: Suchmaschinen können selbst Fotos und Texte, die längst gelöscht wurden, noch über lange Zeit anzeigen. Und wenn ein anderer Internetnutzer diesen Inhalt kopiert hat, kann er ihn immer wieder ohne Ihr Wissen ins Netz stellen. An einem digitalen Verfallsdatum für Bilder wird zwar gearbeitet, bisher aber ohne echten Durchbruch. Deshalb heißt es nicht umsonst: Das Internet vergisst nichts. Wehren können Sie sich trotzdem. Zunächst sollten Sie ein Bildschirmfoto (Screenshot) als Beweis abspeichern. Wenn Sie die Person kennen, die beispielsweise ein kompromittierendes Bild ins Netz gestellt hat, bitten Sie diese darum, das Foto innerhalb einer angemessenen Frist (14 Tage) zu löschen – zunächst per Mail oder Facebook-Nachricht. Wenn das nicht hilft und Sie die Adresse kennen, versuchen Sie es schriftlich per Einschreiben. Erst wenn das Bild oder der Text danach immer noch im Netz stehen, sollten Sie zum Anwalt gehen.

Kann ich Google oder Facebook zum Löschen auffordern?

Prinzipiell geht das. Bei Google müssen Sie allerdings bedenken, dass die Suchmaschine selbst keine Fotos online stellt – sondern nur andere Internetseiten auswertet und die Ergebnisse anzeigt. Damit Google beispielsweise ein Foto nicht mehr zeigt, muss das Bild erst einmal von der ursprünglichen Seite verschwinden. Danach kann es einen Monat oder länger dauern, bis das Foto nicht mehr als Suchergebnis zu sehen ist. Klappt das nicht, können Sie kompromittierende Inhalte bei Google melden. Zum Formular geht es hier: http://goo.gl/Yi6iM. Bei Facebook finden Sie unter jedem Bild einen Link mit „Optionen“ wie „Foto melden“ oder „Markierung melden“. Bei größeren Problemen wenden Sie sich an den Facebook-Support: http://goo.gl/NN8ga. Bei Twitter nehmen Sie unter support.twitter.com Kontakt auf.

Woher weiß ich, was im Internet über mich steht?

Hier hilft das „Ego-Googeln“ – suchen Sie alle paar Wochen auf Google nach Ihrem Namen (und dem Ihrer Kinder!) und überprüfen Sie die Ergebnisse. Auch Leute-Suchmaschinen wie 123people.de oder yasni.de können helfen. Sie liefern oft noch genauere Ergebnisse. Die Betreiber solcher Websites bieten teilweise auch an, Inhalte für Sie löschen zu lassen. 123people.de verlangt einmalig 19,90 Euro für seinen Webcleaner. Die Erfahrungen sind dabei aber gemischt – es klappt nicht immer. Wenn alle anderen Maßnahmen nicht funktionieren, können Sie aber auch das probieren. Denn die Betreiber haben bessere Kontakte zu Facebook & Co. als Sie.

Die lustigsten Facebook-Pannen der Welt

 © riva Verlag
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