Die Social-Media-Plattform im Fokus

Pinterest: Plattform für Fotos und soziales Netzwerk

Das Icon der Ideenplattform Pinterest ist auf einem Monitor zu sehen
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Pinterest gehört zu den bekanntesten sozialen Netzwerken

Pinterest gehört zu den bekanntesten sozialen Netzwerken der Welt. Mit rund 300 Millionen Nutzern auf der ganzen Welt ist es weit verbreitet. Genutzt wird die Plattform vor allem für Fotos und den Ideenaustausch für kreative Projekte.

  • Pinterest wurde im März 2010 ins Leben gerufen.
  • Das Social Network ist heute in mehr als 30 Sprachen verfügbar.
  • Die Plattform dient vor allem dem Teilen und Posten von Fotos.

Dublin – „Pin“ – anheften – und „Interest“ – Interesse –: Aus diesen beiden Worten entstand im Frühjahr 2010 ein neues Social Network. Pinterest hat heute rund 300 Millionen Nutzer weltweit. Die Nutzer posten vor allem Fotos, dazu kommen Videos und Produktpins.

Pinterest: Die Idee hinter dem Social Network

Pinterest fungiert als virtuelle Pinnwand, auf der die User Fundstücke aus dem Internet oder von anderen Nutzern sammeln, um sie anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Die Pins werden thematisch sortiert. So entsteht ein Ideen-Katalog, der aus zahlreichen verschiedenen Themen bestehen kann. Das Prinzip ist vergleichbar mit dem Setzen von Lesezeichen im Web-Browser, allerdings zeigen die Pinnwände der Nutzer eine Vorschau des Inhalts an. Die Pins verweisen auf externe Inhalte. Andere User können sie sich merken, somit auf ihrer eigenen Pinnwand speichern und damit weiter verbreiten. Die Plattform lässt sich zudem nach Schlagwörtern durchsuchen.

Pinterest: Die Anfänge und die Macher des sozialen Netzwerks

Interessante Dinge virtuell anpinnen und anderen Usern zur Verfügung stellen: Diese Idee steckt hinter dem Social Network Pinterest. Gegründet wurde die Plattform im Jahr 2010 von den US-Amerikanern Ben Silbermann, Evan Sharp und Paul Sciarra. Bereits ein Jahr zuvor beschäftige sich das Team mit der Entwicklung. Im März 2010 ging zunächst ein Prototyp online, den Freunde und Kollegen der Entwickler testen sollten.

Auch nachdem Pinterest öffentlich zugänglich wurde, blieb das Netzwerk ein Geheimtipp. Zunächst konnte man nur nach einer Einladung beitreten. Mit Ausbau der Serverkapazitäten änderte sich das und eine freie Anmeldung war möglich. Im Jahr 2012 zählte das Netzwerk in den USA rund 18 Millionen User. In Deutschland meldeten sich rund 268.000 Nutzer an. Der europäische Hauptsitz von Pinterest befindet sich in Dublin, die Zentrale in San Francisco.

Pinterest: Neue Funktionen und wachsende Nutzerzahlen

Im Laufe der Jahre fügte Pinterest nach und nach immer mehr Funktionen hinzu, überarbeitete die App und erlaubte umfangreichere Marketing-Aktivitäten. So veränderte man 2016 das Design der App grundlegend. Seit 2018 gibt es Gruppen-Pinnwände. Darüber können Nutzer mit anderen Mitgliedern derselben Pinnwand kommunizieren – ähnlich wie in Newsgroups oder Chatrooms.

Seit November 2018 bietet Pinterest mit dem Promoted-Karussell weitere Features an, die für Unternehmen interessant sind. Darin können Bilder – Karten genannt – in einer Anzeige präsentiert werden. Klassische Werbeanzeigen, Promoted Pins genannt, gibt es bei Pinterest seit März 2019.

Im Jahr 2017 lag Pinterest unter den am häufigsten besuchten Websites der Welt auf Platz 67, in den USA nahm das Social Network Platz 23 ein, in Deutschland stand es an 58. Stelle. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Plattform rund 70 Millionen Nutzer allein in den USA. Ein Jahr später meldete die Plattform 250 Millionen User weltweit. Im Jahr 2020 waren es mehr als 442 Millionen.

Stand 2021 zählt Pinterest ein Datenvolumen von rund 175 Milliarden Bildern mit hinterlegten Daten wie Unternehmenswebsites, Blogs oder Onlineshops.

Pinterest: So funktioniert die Plattform

Öffnen registrierte Nutzer Pinterest im Browser oder in der App, können sie wahlweise die Startseite aufrufen, ihr eigenes Profil, das Ihrer Follower oder der Personen, denen sie folgen. Mit einem Klick auf einen Pin lassen sich folgende Funktionen nutzen:

  • Pin merken
  • Pin ausblenden
  • Nutzer folgen / nicht mehr folgen
  • Bild herunterladen
  • Pin melden

Darüber hinaus findet man den Link zur dahinter stehenden Website. Möchte man sich den Pin merken, besteht die Möglichkeit, ihn direkt in bestimmte Themen einzuordnen. Pinterest schlägt passende vor, die sich automatisch erstellen lassen. Zudem können die Nutzer eigene Themenbereiche anlegen.

Inspirationen findet man auf der Startseite, im Bereich „heute“ oder mit einem Klick auf „Folge ich“. In diesem Bereich werden die neuesten Beiträge des eigenen Netzwerks angezeigt.

Pinterest: Welche Themenschwerpunkte bietet das Netzwerk?

Pinterest dient insbesondere dem Austausch von Hobbys und kreativen Interessengebieten wie Kochen, Basteln oder Malen. Weitere Themen, die sich häufig in dem Social Network finden, sind:

  • Shopping
  • TV und Fernsehserien
  • Ernährungstrends
  • Natur und Reisen
  • Haus und Garten
  • Tiere
  • Life Hacks
  • Kosmetik, Haar- und Körperpflege
  • Tiere

Pinterest behält sich vor, Inhalte von der Plattform auszuschließen. So werden sogenannte unanständige Inhalte nach Ermessen der Betreiber entfernt, von bestimmten Websites dürfen keine Pins geteilt werden.

Pinterest für das Marketing nutzen

Pinterest startete als vornehmlich private Plattform, gewann allerdings zunehmend an Bedeutung für das Marketing von Unternehmen. So bietet die Plattform Promoted Pins an, die gewerbliche Nutzer über einen Self-Service Ads Manager buchen und an definierte Nutzer verbreiten können. In Deutschland ist die Funktion (Stand Januar 2021) noch nicht verfügbar.

Die Anzeigenumsätze stiegen im Jahr 2020 weltweit auf ein Volumen von 443 Millionen Euro. Pinterest wird für Unternehmen zunehmend interessanter, zumal die Plattform stetig steigende Nutzerzahlen und immer mehr Anzeigenoptionen anbietet.

Das Prinzip hinter dem Social Network erlaubt es Unternehmen, neue Nutzer für ihre Leistungen zu generieren. Da hinter jedem Pin ein Link steht, auf den man mit einem Klick gelangt, besteht die Möglichkeit, die Klickrates zu erhöhen. Dafür wird die Unternehmens-Website, der Shop, der Blog oder andere Social-Media-Profile mit dem Pinterest-Profil verknüpft. Im Anschluss sind Name und Profil auf jedem Pin sichtbar, der sich auf die eigenen Inhalte bezieht.

Darüber hinaus stellen Pinterest Ads eine Option dar, Werbung über die Plattform zu betreiben. Sobald deutlich wird, welche Pins User sich häufig merken, können diese speziell beworben werden. Dafür ist ein Unternehmenskonto notwendig. Dies kann neu erstellt werden oder man wandelt den privaten in einen Business-Account um.

Pinterest: Wie unterscheidet sich die Plattform von anderen sozialen Netzwerken?

Sowohl bei Pinterest als auch etwa bei Instagram und Facebook geht es darum, Inhalte zu teilen. Dabei setzt Facebook auf praktisch alle Medien. Die Nutzer posten Bilder, Videos, Links, Grafiken oder 3-D-Animationen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Like-Funktion, mit der andere Nutzer ihre Zustimmung zum Ausdruck bringen. Sie fehlt bei Pinterest. Stattdessen besteht die Möglichkeit, den Inhalt auf seiner eigenen Pinnwand zu speichern und auf diese Weise weiterzuverbreiten.

Instagram und Pinterest haben den Fokus auf Bilder und Fotos gemeinsam. Allerdings ist die ursprüngliche Idee hinter Instagram, eigene Werke zu posten.

Auch aus Sicht des Marketings weisen die Social Networks Unterschiede auf. Instagram und Facebook nutzen Unternehmen und Personen der Öffentlichkeit vornehmlich zum Marken-Branding. Bei Pinterest steht eher der Internet-Traffic, also die Verbreitung, im Vordergrund. Ziel ist es, Klickraten zu generieren, indem die User die hinter dem Pin stehende Website öffnen und dort idealerweise eine Aktion ausführen, etwa einen Kauf tätigen.

Pinterest: Die Nutzer und Zielgruppen im Überblick

Laut den Betreibern des Social Network sind 69 Prozent der Pinterest-User weiblich, 25 Prozent männlich. Sechs Prozent der Nutzer haben in ihrem Profil keine Angabe zum Geschlecht gemacht. Der überwiegende Teil, rund 74 Prozent, ist in der Altersgruppe zwischen 18 und 44 Jahren. Innerhalb dieser Gruppe ist wiederum der Großteil zwischen 18 und 24 Jahren (31 Prozent), 26 Prozent sind älter als 45.

Als eine der aktivsten Zielgruppen wurden Mütter ausgemacht. Rund 30 Prozent der Nutzer haben ein oder mehrere Kinder.

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