Magersucht: Erstes privates Blog indiziert

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Blogs und Internetseiten, die Magersucht verherrlichen, sind gefährlich. Das erste private Blog wurde jetzt verboten.

Blogs können wie alle Medien verboten werden, wenn sie jugendgefährdend sind. Das ist nun zum ersten Mal in Deutschland passiert.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat erstmals ein privates Blog indiziert. Ein minderjähriges Mädchen warb darin für Anorexie (Magersucht).

Die Entscheidung der BPjM stieß in der Blogosphäre auf ein überwiegend negatives Echo. Sofort war die Rede von Zensur wie etwa in den inzwischen 179 Kommentaren des Lawblog. Auch das Rechtsblog Beckblog berichtete über die Entscheidung und verlinkt das Papier mit der offizielle Begründung.

Wer allerdings in der Indizierung eine Zensur sieht, ist wohl nicht ausreichend mit der Rechtslage und dem Aufgabengebiet der BPjM vertraut, schreibt Spreeblick. Und auch das Portal Gulli erklärt die Grundlagen der Indizierung.

Über den Sinn, dieses eine Anorexie-Blog zu indizieren, und nur noch für Volljährige zugänglich zu machen, darf dennoch gestritten werden. Die Szene ist groß, es gibt zahlreiche Blogs und Websites, die Anorexie verherrlichen und vor denen ebenso gewarnt werden sollte. Doch die Prüfstelle kann nur auf Antrag tätig werden, und den stellt natürlich niemand, der Tipps für extreme Schlankheit sucht.

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