Die besten Tipps

So machen Sie Ihr Internet schneller

München - Die Technikwelt wird immer komplizierter. Deshalb gibt es bis Ende März die Technikwochen in der tz von unserem Experten Jörg Heinrich! Heute gibt er Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Internet zu Hause schneller machen können:

Die Technikwelt wird immer komplizierter. Viele der besten TV-Sendungen kommen nicht mehr auf ARD und ZDF, sondern auf Netflix. HD-Fernseher sind längst überholt. Heute sollen wir 4K-Geräte kaufen, obwohl es fürs neue Bildformat noch gar kein Programm gibt. Und der neueste Schrei sind schlaue Uhren, die unseren Blutdruck messen – der wegen der Technik­rätsel immer höher steigt. Deshalb gibt es bis Ende März die Technikwochen in der tz von unserem Experten Jörg Heinrich! Heute gibt er Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Internet zu Hause schneller machen können:

Drahtloser WLAN-Router ist oft sinnvoll

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Internet zu Hause immer langsamer wird, dürfte es gute Gründe dafür geben. Denn die übertragenen Datenmengen werden immer größer. Heute surfen wir nicht mehr nur auf Textseiten im Internet. Wir laden HD-Videos und nutzen Streamingdienste. Zudem funken mittlerweile durchschnittlich drei Geräte in einem drahtlosen Heimnetzwerk – und jedes Smartphone oder Tablet, das gleichzeitig online ist, kostet Tempo. Wenn Ihre Familie fleißig surft, kann es sich also lohnen, Ihren Internetvertrag aufzustocken, zum Beispiel von DSL 6000 auf DSL 25 000 – falls der Anschluss in Ihrem Haus das hergibt. So einen Vertrag bekommen Sie inklusive Telefon-Flatrate um die 20 Euro/Monat, zum Beispiel bei Kabel Deutschland (Internet & Phone 25, 19,99 Euro in den ersten beiden Jahren, danach 29,99 Euro).

Auch ein neuer drahtloser WLAN-Router ist oft sinnvoll. Wenn Ihr Router noch nach den alten Standards 802.11b und 802.11g funkt (siehe Aufkleber oder Gebrauchsanweisung), kann ein neuer Router das Tempo oft sogar verdoppeln. Das neue Gerät sollte mit 802.11n und/oder 802.11ac arbeiten. Aktueller Preis-Leistungs-Sieger bei Chip ist der D-Link DIR-850L (60 Euro), der vor allem durch einfachste Installation glänzt. Absoluter Testsieger mit 99,7 Prozent bei Leistung und Geschwindigkeit ist der Asus RT-AC87U für rund 220 Euro.

Aber: Schauen Sie im Internet nach, ob Ihr Rechner mit den neuen Funkstandards überhaupt etwas anfangen kann. Bei aktuellen Smartphones und Tablets sollte das aber kein Problem sein. Noch ein Tipp: Wenn Ihre Wohnung sehr groß ist, können Sie das Funknetz mit einem sogenannten Repeater erweitern, zum Beispiel mit dem Fritz-WLAN-Repeater 310 für 35 Euro.

Geht es auch ohne neue Hardware?

Ja, mit ein paar Maßnahmen lassen sich die meisten drahtlosen Netzwerke auf Trab bringen. Prüfen Sie zum Beispiel im Menü Ihres Routers, ob dessen Software (Firmware) auf dem neuesten Stand ist – falls nicht, bitte aktualisieren! Meist können Sie dieses Menü im Browser aufrufen, durch Eingabe von Adressen wie speedport.ip (Telekom-Router), fritz.box (AVM) oder 192.168.0.1.

Im gleichen Menü stellen Sie auch den Funkkanal ein, auf dem Ihr Router arbeitet. Probieren Sie verschiedene Kanäle – denn ein Nachbar, der auf dem gleichen Kanal surft, kann Ihr Internet kräftig ausbremsen. Auch die Position des drahtlosen Routers ist wichtig. Wenn Sie das Gerät im Regal einen Meter höher stellen, bringt das oft schon mehr Tempo. Eisenregale sind übrigens ungünstig, da sie die Funksignale abschirmen. Und wenn alles nichts hilft: Schließen Sie Ihren Computer doch mal nach alter Großväter Sitte per Kabel an den Router an – das macht die Verbindung gleich 30 oder 40 Prozent schneller.

Wie kann ich mein Internet-Tempo messen?

Empfehlenswert ist der Test auf speedtest.net. Für ein exaktes Ergebnis beenden Sie zuvor alle Programme außer den Browser, schalten Virenscanner und Firewall ab (aber nur für die Dauer des Tests!) – und achten darauf, dass in Ihrem Netzwerk kein anderes Gerät gleichzeitig online ist. Wenn Sie zu langsam surfen, haben Sie gegen den Anbieter nur dann eine rechtliche Handhabe, wenn Ihr Anschluss extrem leistungsschwach ist. Denn im Kleingedruckten steht bei den Geschwindigkeiten meist ein „bis zu“. Üblicherweise garantieren die Firmen zum Beispiel bei DSL 6000 lediglich ein Tempo von 2000 Kilobit pro Sekunde (kbit/s).

Rubriklistenbild: © dpa

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