Achtung vor der Datenfalle

Ist mein Smartphone das bessere Navi?

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Smartphones können im Auto nützlich sein - als Navi oder etwa mit einer Benzinpreis-App (Foto)

München - Smartphone-App oder "echtes" Navigationssystem – mit welcher Lösung fahren Sie im Auto optimal? Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen.

Warentest schreibt zum Thema: „Manche Smartphones mit Navi-App führen besser zum Ziel als reine Navigationsgeräte.“ Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie wird mein Smartphone zum Navi?

Mit einer Autohalterung (ab 10 Euro), Stromkabel für den Zigarettenanzünder (ab 3 Euro) und Navi-App (teilweise gratis) können Sie Ihr Internet-Handy zum vollwertigen Navigationsgerät aufrüsten. Vorteile: Der Touchscreen lässt sich angenehmer steuern als die oft störrischen Navi-Bildschirme, die Karten sind meist ohne Mehrkosten immer aktuell, und Echtzeit-Verkehrsinfos buchen Sie bei Bedarf für wenige Euro dazu. Kfz-Halterungen gibt es für alle Smartphone-Modelle. Sehr empfehlenswert sind Varianten mit GPS-Verstärker (ab 60 Euro), die den Empfang spürbar verbessern.

Gibt es auch Nachteile?

Wenn Sie mit Brille fahren, können Sie den kleinen Handy-Bildschirm an der Frontscheibe womöglich schlecht entziffern. Bei Smartphones mit wenig Speicher braucht die Navi-App oft zu viel Platz (500 MB und mehr). Hauptproblem ist aber der Datenverkehr, den die Apps verursachen. Hier müssen Sie unterscheiden. Apps von TomTom oder Navigon, die die Karten auf dem Handy installieren (Onboard-Navigation), erzeugen nur geringe Datenmengen, beispielsweise durch Stauhinweise. In Deutschland spielt das keine Rolle, im Ausland können aber einige Euro fürs Roaming zusammenkommen. Bei Navi-Lösungen, die die Karten live vom Netz laden (Offboard), wie Google Maps für Android oder Apple Maps fürs iPhone, kann der Datenverkehr dagegen erheblich sein. In Deutschland erreichen Sie schnell das Limit Ihres Handyvertrags. Und im Ausland kann es richtig teuer werden. Im ADAC-Test verursachte eine 500-Kilometer-Fahrt durch Österreich 40 Euro Roaming-Kosten! Davor sind Sie mit einem normalen Navi sicher.

Welche Apps und Navis sind empfehlenswert?

Wenn Sie Ihr Smartphone regelmäßig zur Navigation verwenden wollen, lohnt sich eine teurere Navi-App mit Onboard-Karten. Hier ist die Bedienung einfacher und die Routenführung genauer. Bei Warentest hat sich TomTom durchgesetzt (Android ab 35 Euro/iPhone ab 50 Euro). Top ist auch Navigon select (50 Euro/75 Euro, für Telekom-Kunden gratis). Gut und günstiger ist der ALK CoPilot (20 Euro/25 Euro). Mit etwas weniger Komfort lotsen Sie auch Gratis-Lösungen ans Ziel, beispielsweise Nokias Here Maps fürs iPhone oder Google Maps für Android. Bei den echten Navis liegt das TomTom Go Live 1015 Europe (260 Euro) in der Bestenliste der Zeitschrift Chip vorne. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das Becker Active 50 (170 Euro). Und Spartipp ist das gute Navigon 42 Easy für 115 Euro.

tz

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