Mega-Messe CES startet

Smartphones und Laptops: So wird das Technik-Jahr

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Smartphones und Tablets am 06.01.2014 in Las Vegas bei der Sony-Pressekonferenz vor der CES (Consumer Electronics Show) in einer mit Wasser gefüllten Vitrine.

München - Viva Las Vegas! Das Technik-Jahr 2015 startet am Dienstag spektakulär in den USA, mit der weltgrößten Elektronikmesse CES. Die tz verrät, was dort zu sehen ist.

Bessere Auto-Multimedia: Die Integration von Smartphones ins Auto-Cockpit ist eines der großen Themen. Hyundai zeigt sein neues Bordentertainment, das erstmals auf CD-Spieler und Navisystem verzichtet. Grund: Musik und Routenanweisungen sollen künftig komplett vom Handy kommen – das spart auch noch Kosten und kann Autos billiger machen. Mercedes enthüllt auf der CES sein selbstfahrendes „Auto der Zukunft“, in dem sich die Passagiere gegenüber sitzen und alles tun – nur nicht auf den Verkehr achten. Es entsteht in Zusammenarbeit mit LG.

Bessere Fernseher: LG hat seine TV-Neuheiten für die CES bereits vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die neue Technik „Quantum Dots“, die die Farbwiedergabe enorm verbessern soll. Experten sprechen von einer kleinen Fernseh-Revolution. Sony bringt angeblich den ersten 8K-Fernseher – obwohl es noch nicht einmal fürs 4K-Bildformat Sendungen gibt.

Bessere Smartphones: Die ganz große Smartphone-Flut steht zwar erst auf der Mobilfunk-Messe MWC Anfang März in Barcelona bevor. Doch einige Hersteller dürften einen Frühstart wagen. So könnte Samsung bereits das Galaxy S6 aus dem Hut ziehen. Bilder zeigen ein kunterbuntes Samsung-Flaggschiff – das S6 könnte so viele Farben bekommen wie das iPhone 5C. Der Bildschirm wächst wohl erneut, von 5,1 auf 5,5 Zoll, also auf das Format des gewaltigen iPhone 6 Plus. LG zeigt sein neues biegsames Handy G Flex 2.

Bessere Laptops: Intels neue PC-Prozessoren Broadwell verbrauchen noch weniger Strom. Deshalb sind auf der CES erstmals Laptops zu sehen, die zwölf Stunden und mehr durchhalten. Zudem bieten immer mehr Rechner die superscharfe 4K-Auflösung.

Bessere Fitness: Viele Hersteller zeigen ihre Fitness-Armbänder – beispielsweise den Fitbit Surge, der sogar GPS-Navi eingebaut hat und Textnachrichten vom Smartphone anzeigt. Auch smarte Kleidung, deren Sensoren sich mit Apps verbinden, ist groß im Kommen.

Besserer Sound: Die klassische Stereoanlage hat nicht mehr viele Fans. Im Smartphone-Zeitalter geht der Trend zu 360-Grad-Lautsprechern, die drahtlos den Sound vom Handy abspielen – und zwar rundum in den gesamten Raum. Samsung zeigt auf der CES die ­eiförmigen Edel-Lautsprecher WAM6500 und WAM7500 – die Sound-Eier des ­Kolumbus?

Was 2015 bei der Technik sonst noch wichtig wird

Windows 10: Am 21. Januar stellt Microsoft ausführlich das nächste Windows vor, das sich wieder deutlich einfacher bedienen lassen soll. Eine der wichtigsten Neuerungen: Der Internet Explorer wird zu seinem 20. Geburtstag (endlich) abgeschafft! Nachdem der Microsoft-Browser seit Jahren als langsam, unkomfortabel und nicht besonders sicher gilt, bekommt Windows 10 einen modernen Browser mit dem Arbeitstitel „Spartan“. Zum Testen gibt es das neue Windows jetzt schon als Beta, die Veröffentlichung wird für Herbst erwartet.

Apple Watch: Die smarte Uhr könnte das große Technik-Highlight 2015 werden. Die Produktion in China beginnt wohl im Januar, der Verkaufsstart wird für März/April erwartet mit Preisen ab etwa 350 Euro für die sportliche Variante mit Kunststoffband. Experten diskutieren sich die Köpfe heiß, wie erfolgreich die Apple Watch wird. Die einen erwarten einen Mega-Erfolg à la iPod, iPhone und iPad. Die anderen sind skeptisch, ob wir zusätzlich zum Smartphone einen weiteren Computer am Handgelenk brauchen. Selbst Konkurrenten hoffen, dass Apple endlich den ganz großen Smartwatch-Boom auslöst. Und auch Schweizer Edel-Hersteller wie TAG Heuer arbeiten bereits an solchen schlauen Uhren.

Facebook: Das soziale Netzwerk ändert – mal wieder – seine Datenschutzbestimmungen. Die neuen Regeln erleichtern es, Werbung anzuzeigen, die genau auf Sie zugeschnitten ist. Sie sollten zum 1. Januar eingeführt werden, starten nun am 30. Januar, um Facebook-Nutzern mehr Zeit zu geben, sich zu informieren. Wenn Sie nach diesem Zeitpunkt Facebook nutzen, stimmen Sie automatisch zu, dass Sie noch genauer überwacht werden, um Ihnen maßgeschneiderte Reklame anzuzeigen. Hierfür wertet Facebook künftig auch aus, welche Apps Sie installiert haben oder auf welchen Websites Sie bevorzugt surfen.

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