Was muss ich unbedingt vermeiden?

So bekommen Sie Ihre Passwörter in den Griff

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Am sichersten ist ein Passwort in Ihrem Kopf aufgehoben.

München - Sie sind die Geißel des Internets: Passwörter. Egal ob Facebook, Online-Shopping oder App Store: Überall brauchen wir Passwörter, und nirgendwo können wir sie uns merken. Die tz liefert Tipps.

Wie sieht ein gutes Passwort aus?

Experten empfehlen mindestens acht Zeichen. Damit Sie sich das Passwort merken können, nehmen Sie am besten einen bekannten Spruch, zum Beispiel: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“. Aus den Anfangsbuchstaben ergibt sich WwmwrS? als Basis für Ihre Passwörter. Dazu variieren Sie das Passwort je nach Einsatzzweck, zum Beispiel WwmwrS?Tel fürs Telekom-Konto. Am Anfang oder Ende noch eine Zahl (15WwmwrS?Tel), schon haben Sie narrensichere Passwörter, die Sie sich merken oder zumindest zusammenkombinieren können. Wenn Ihnen das zu kompliziert ist, variieren Sie bestehende Wörter – zum Beispiel „Schweiger_muTTer_100“. In jedem Fall sollten die Passwörter Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen enthalten.

Was muss ich unbedingt vermeiden?

Jegliche Wörter, die so im Lexikon stehen („Elefant“), Floskeln wie „Iloveyou“ und Zahlenfolgen ohne Buchstaben („654321“). Egal ob Hacker oder neugieriger Bürokollege – solche Passwörter lassen sich in wenigen Sekunden knacken. Auch wichtig: Ihre Passwörter sollten keine persönlichen Bezüge enthalten, die sich erraten lassen – Namen der Kinder, Geburtsdatum. Wenn Sie keine Ideen haben: Auf Seiten wie passwort-generator.com können Sie sich sichere Passwörter erzeugen lassen.

Reicht ein identisches Passwort für alle Webseiten?

Auf keinen Fall! Das ist einer der schwersten – und teuersten – Fehler vieler Internetnutzer. Denn wenn Ganoven Ihr Facebook-Passwort knacken, haben sie damit gleichzeitig den Zugang zu Amazon oder zu Ihrem E-Mail-Konto.

Wie gehe ich mit meinen Passwörtern um?

Der sicherste Platz ist Ihr Kopf. Damit surfen Sie viel sicherer, als wenn Sie Ihre Passwörter in einer Word-Datei speichern oder auch noch in die Internetwolke legen. Speziell in der Cloud sind Ihre Passwörter nicht sicher.

Kann ich meine Passwörter ewig behalten?

Besser nicht. Je länger Sie ein Passwort verwenden, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwo ungeschützt durchs Netz schwirrt. Alle drei Monate sollten Sie wechseln. Dann reicht es aber, wenn Sie zum Beispiel die Zahlen in Ihren Passwörtern leicht variieren.

Darf mein Rechner die Passwörter speichern?

Oft schlagen PC oder Mac vor, Ihre Passwörter automatisch auszufüllen. Diese Methode ist nicht so sicher wie die Passwörter in Ihrem Kopf – wenn Sie anders nicht zurecht kommen, können Sie diese Technik aber nutzen. Ein aktueller Virenschutz ist in diesem Fall umso wichtiger, damit niemand auf die gespeicherten Daten zugreifen kann. Wenn Sie die Passwörter auch auf Smartphone oder Tablet speichern lassen, ist ein Zugriffsschutz mit PIN oder Fingerabdruck Plicht.

Was ist ein Passwort-Manager?

Solche Programme sind sehr empfehlenswert, um die verschiedensten Passwörter auf Ihrem Computer zu verwalten. Damit werden Passwörter verschlüsselt auf der Festplatte abgespeichert – und Sie brauchen nur ein einziges (gutes!) „Masterpasswort“, um an die Daten zu kommen. Vielfacher Testsieger ist Password Depot 8 (password-depot.de, 29,95 Euro). Auch im Firefox-Browser können Sie übrigens ein Masterpasswort für alle Seiten festlegen – ebenfalls eine Lösung gegen das Passwort-Chaos.

Drei Apps für Ihre Passwörter

1Password: Computerbild-Testsieger für iPhone und iPad. Merkt sich Passwörter, trägt sie automatisch in Anmeldemasken ein. (Für iOS, gratis/Pro-Version 9,99 Euro)

iPin: Passwort-Manager, leicht zu bedienen. Arbeitete im Test sehr sicher. Synchronisiert sich auch mit Mac und PC. (Für Android, 2,99 Euro)

SecureSafe Online Schließfach: Speichert nicht nur Passwörter, sondern auch Dateien, Bilder, Verträge – alles, was geheim ist. Die Daten liegen auf besonders sicheren Servern in der Schweiz. (Für iOS und Android, gratis)

Jörg Heinrich

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