Faszinierend teuer

So gut ist das iPhone X: Apples neues Topmodell im Test

Da ist es also, das teuerste und technisch aufwendigste Smartphone, das es je gab. Seit Freitag ist das neue iPhone X im Handel. Ob es sinnvoll ist, für ein Handy mindestens 1149 Euro auszugeben – daran scheiden sich die Geister.

Der Ansturm auf das neue iPhoneX ist riesig, auch wenn die Lieferzeiten mit drei bis vier Wochen derzeit einigermaßen erträglich sind. Technik-Experte Jörg Heinrich hat sich die 256-GB-Version gekauft und ist jetzt 1319 Euro ärmer.

iPhone X: Der erste Eindruck

Das X kommt in einem ganz normalen Apple-Karton – um den Preis müsste man ja meinen, beim Öffnen gratuliert die Stimme von Tim Cook persönlich zum Kauf. Erster Gedanke: Ist das klein! Zweiter Gedanke: Ist das groß! Denn das Gehäuse ist kaum größer als bisher beim iPhone 7 oder 8. Aber weil der Rahmen wegfällt, ist der Bildschirm mit 5,8 Zoll riesig. So viel Platz auf so wenig iPhone war noch nie! Ohne Home-Knopf sieht das iPhone völlig anders aus als bisher, ist mit Glasrückseite aber sehr schick. Das Ding fällt auf, Besitzer müssen sich auf große Aufmerksamkeit einstellen: „Ist es das? Zeig her!“ Nichts für Zurückhaltende!

Die Bedienung des iPhone X

Hilfe, wie funktioniert das ohne Home-Knopf? Auch alte iPhone-Hasen müssen umlernen. Doch gottlob gibt es gleich nach dem Einschalten einen kleinen Kurs. Die neuen Wischgesten (zum Beispiel nach oben, um den Startbildschirm zu erreichen) sind logisch und schlüssig, bereiten nach ein, zwei Tagen keine Probleme mehr. Home-Knopf ade, Scheiden tut nicht weh.

Die Gesichtserkennung

Das eigene Gesicht als Passwort, das ist die spektakulärste Neuerung. Wer Face ID nutzen will, hält beim Einrichten sein Gesicht in die Kamera und lässt den Kopf rotieren. So erfasst das iPhone X 30 000 Punkte und identifiziert danach den Nutzer zu fast 100 Prozent. Ob mit oder ohne Brille, mit Mütze oder angeklebtem Bart – im tz-Test klappt das zuverlässig, ist aber etwas träger als per Fingerabdruck. Datenschützer sind nicht glücklich, wie hier Millionen von Gesichtern digitalisiert werden. Wem die Neuheit unheimlich ist, der lässt Face ID weg und verwendet den guten alten Zahlencode.

Das Fazit

Faszinierende Technik! Apple-Narrische sind begeistert, der Rest wartet ab, bis die Smartphone-Zukunft in ein, zwei Jahren günstiger wird. Bis dahin sind das iPhone 6S (ab 519 Euro) oder das Samsung Galaxy S7 (420 Euro) Top-Alternativen für nicht einmal das halbe Geld.

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