So soll Apples iTunes-Monopol umgangen werden

New York - Was man auf iPhones oder iPads sehen und hören kann, das bestimmt weitgehend Apple mit seinem iTunes Store. Amazon und Wal-Mart wollen das nun ändern.

In den USA haben jetzt große Unternehmen einen Versuch gestartet, dieses iTunes-Monopol zu umgehen: Wal-Mart Stores bietet Videos über seinen Dienst Vudu an, Amazon.com kündigte den Kindle Cloud Reader an, mit dem E-Books auf Apple-Geräten gelesen werden können.

Den Anbietern von Medieninhalten ist iTunes schon lange ein Dorn im Auge, weil Apple 30 Prozent vom Verkaufspreis bekommt. So hatte Amazon, der Marktführer bei den E-Books, ein Kindle-App für das iPad entwickelt. Auf Druck von Apple musste aber daraus eine Schaltfläche entfernt werden, die direkt zur Startseite der Kindle-Website bei Amazon führte.

Apple-Faszination "iPad"

Apple will mit einem neuartigen Tablet- Computer an den Erfolg des iPhone und der zahlreichen Anwendungen für das Apple-Handy anknüpfen. © AP
“Wir nennen es iPad“, sagte Konzernchef Steve Jobs am Mittwoch bei der Vorstellung des mit Spannung erwarteten Geräts in San Francisco. © AP
Das iPad wird in den USA ab 499 Dollar angeboten. Die teuerste Variante mit UMTS-Modem und 64 Gigabyte Hauptspeicher soll 829 Dollar kosten. © AP
 Die ersten Geräte mit drahtlosem Internet (WiFi) sollen in zwei Monaten verfügbar sein, die UMTS-Variante soll in 90 Tagen auf den Markt kommen. © AP
Für das iPad erweitert Apple seinen Onlineladen iTunes um eine Buchabteilung “iBooks“, in der Titel der Großverlage Penguin, HarperCollins, Simon & Schuster, Macmillan sowie Hachette angeboten werden. Apple tritt damit gegen E-Book-Anbieter wie Amazon (“Kindle“) oder Sony an. © AP
Wie das iPhone kann das iPad aus dem iTunes Store von Apple außerdem mit Videos, Musik und kleinen Programmen (“Apps“) bestückt werden. © AP
Für das iPhone sind nach den Worten von Jobs inzwischen über 140 000 Anwendungen verfügbar. Die iPhone-Apps sollen alle auch auf dem iPad laufen. © AP
Das iPad wird wie das iPhone mit Fingergesten auf einem berührungssensitiven Bildschirm gesteuert. Im Gegensatz zu ultraleichten Laptops verfügt der Tafel-Computer nicht über eine Hardware-Tastatur. © AP
Texte werden wie beim Apple-Handy iPhone über virtuelle Tasten auf dem Display eingegeben. © AP
Passend zum iPad wird Apple eine Variante des Office-Pakets “iWork“ auf den Markt bringen, das aus einer Textverarbeitung, Tabellenkalkulation sowie einem Präsentationsprogramm besteht. © AP
Die drei iWorks-Anwendungen werden für jeweils zehn Dollar im iTunes-Store verkauft. Alle iPad-Modelle werden mit einer drahtlosen Internet-Verbindung (WiFi) angeboten, einige Modelle auch mit einem Mobilfunkmodem (UMTS). © AP
Wie beim iPhone werden die UMTS-Modelle des iPad zusammen mit dem Provider AT&T vertrieben. © dpa
Im Gegensatz zum iPhone sperren Apple und AT&T aber andere Provider nicht aus, sondern bieten das Gerät ohne “Netlock“ an. © dpa
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
Ipad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
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Die neue Apple-Sensation iPad © ap
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Die neue Apple-Sensation iPad © ap
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Die neue Apple-Sensation iPad © ap

Der Kindle Cloud Reader ist eine sogenannte Web-App, die sich kaum von anderen Apps unterscheidet. Nach ein paar Klicks sind bei Amazon gekaufte E-Books auf dem iPad. Einmal gespeichert, können die Bücher aber ohne Internetverbindung gelesen werden.

Wal-Marts Vudu-Dienst ist hingegen ein reines Streaming-Angebot, das ohne Internet-Verbindung nicht funktioniert. Da die Flash-Technik von Apple nicht unterstützt wird, nutzt Vudu “Live Streaming“-Tools von Apple zur Übertragung der Videos auf den Tablet-PC. Ähnlich wie bei iTunes können sich Kunden auch bei Vudu Filme für die 24-stündige oder 48-stündige Nutzung ausleihen.

Vor Wal-Mart und Amazon hat in diesem Sommer auch schon die “Financial Times“ eine App-ähnliche Website gestartet, die Apple umgeht.

dapd

Rubriklistenbild: © Apple/dpa/tmn

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