Technikwochen in der tz

Tablet oder Notebook: Was passt besser zu mir?

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München - Soll Ihr neuer Rechner ein Tablet sein, ein klassisches Notebook – oder eine Mischung aus beiden? Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen.

Warum sollte ich mir ein Tablet kaufen? Weil Sie den Rechner vor allem zur Unterhaltung wollen. Mit einem iPad mini 3 auf der Couch zu liegen, Fotos und Filme zu schauen, E-Books zu lesen – mehr Computerspaß geht kaum und einfacher lässt sich kein Rechner bedienen. Doch wenn Sie ernsthaft arbeiten wollen, längere Texte schreiben, Excel-Tabellen erstellen – dann stößt ein Tablet schnell an seine Grenzen. Mit einer Bluetooth-Tastatur wie der Logitech Keys-To-Go (69 Euro) und der überragenden neuen Textverarbeitung Ulysses (19,99 Euro) können Sie auf dem iPad zwar prima schreiben, doch das Ganze bleibt ein Kompromiss. Versuchen Sie beispielsweise mal zu drucken. Hier brauchen Sie einen AirPrint-fähigen Drucker wie den Canon Pixma MX525 (80 Euro) oder müssen sich mit Zusatzsoftware wie dem kostenlosen AirPrint Activator behelfen (bit.ly/1EmTS61).

Warum sollte ich mir ein Notebook kaufen? Weil Sie mit Windows 8 oder auf dem Mac regelmäßig arbeiten wollen. Und weil Sie Zubehör wie Drucker, SD-Kartenleser oder einen großen externen Monitor problemlos anschließen möchten. Gerade die PC-Notebooks sind dank Windows 8 und Touchscreen-Bedienung wieder deutlich gefragter – während beispielsweise das iPad im letzten Quartal um 18 Prozent abstürzte. Die MacBooks verkaufen sich dagegen so gut wie nie in der Apple-Geschichte. Kein Wunder: Alle wichtige Software ist beim Kauf bereits an Bord, Sie haben praktisch keine Virenprobleme, die Bedienung ist viel einfacher als mit Windows. Und gebraucht bringen die Alu-MacBooks selbst nach Jahren noch gute Preise.

Welches iPad passt zu mir? Bis auf den Fingerabdrucksensor bieten das aktuelle iPad mini 3 (ab 389 Euro) und das große iPad Air 2 (ab 489 Euro) gegenüber den Vorgängern kaum Neues. Sie können also bedenkenlos zu den günstigeren Modellen von Ende 2013 greifen. Das iPad mini 2 mit 32 GB (die ideale Größe) bekommen Sie jetzt für 339 Euro. Fürs iPad Air (ebenfalls 32 GB) zahlen Sie 439 Euro. Auf die jeweils 120 Euro teureren Mobilfunk-Versionen können die meisten gut verzichten. WLAN gibt es fast überall und notfalls gehen Sie unterwegs übers Smartphone huckepack ins Netz.

Was bietet die Tablet-Konkurrenz? Für Android-Tablets bekommen Sie deutlich weniger gute Apps als fürs iPad. Doch dafür sind die Geräte viel günstiger. Der Samsung-Bestseller Galaxy Tab 4 10.1 kostet nur rund 230 Euro. Ein Sonderfall sind die Fire-Tablets von Amazon. Besonders das HDX 8.9 für 290 Euro bietet erstklassige Hardware. Doch das Ganze fühlt sich eher nach Warenhaus an. Das „Kauf mich“ für Bücher, Filme oder Apps von Amazon ist allgegenwärtig.

Welcher Windows-PC lohnt sich? Ihr Notebook sollte auf jeden Fall mit mindestens vier GB Arbeitsspeicher und mit Windows 8 ausgestattet sein. Denn dann können Sie im Herbst auf Windows 10 aufrüsten, das sich deutlich angenehmer steuern lässt und zumindest im ersten Jahr kostenlos ist. Aktueller Preis-Leistungs-Sieger bei Chip ist das Acer Aspire R13 R7-371T, ein Mix aus Notebook und Tablet für rund 1000 Euro, dessen Bildschirm Sie zum Tablet umdrehen können. Sie dürfen aber nicht vergessen: So toll zu bedienen und so leicht wie ein echtes Tablet sind solche Hybridrechner natürlich nicht. Bei den klassischen Notebooks verkauft sich derzeit das Lenovo IdeaPad G50-30 mit 15,6-Zoll-Display am besten – solide Technik für nur 260 Euro.

Welches MacBook sollte ich kaufen? Wenn Sie viel unterwegs sind, lohnt sich das federleichte MacBook Air. Der Elf-Zöller ist arg klein, das 13-Zoll-Modell bekommen Sie ab 1099 Euro. Mehr Computer-Power für den Schreibtisch bietet das 13 Zoll große MacBook Pro mit superscharfem Retina-Bildschirm, das wegen des schwachen Euros zuletzt leider deutlich teurer wurde. Sie finden es ab 1449 Euro. Für beide Modelle gilt: Die mageren 128 GB Speicher verdoppeln Sie mit einer SD-Karte ab 60 Euro viel günstiger, als gleich bei Apple ein teureres Modell zu bestellen.

Jörg Heinrich

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