Trend in Japan: Rent-A-Friend

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Zu wenig Freunde? Bei Office Agents kann man sich Hochzeitsgäste mieten.

Gerissene Japaner schlagen ein Geschäft aus der Einsamkeit: Sie vermieten Mitarbeiter, die sich als Freund, Verwandter und sogar Chef ausgeben.

Sie wollen den Jobverlust ihren Freunden vorenthalten? Sie wollen heiraten, kennen aber zu wenig Menschen, die sie einladen können? Sie wollen vor ihrem Schwarm mit einem großen Freundeskreis auftrumpfen? In Japan kein Problem, denn die Tokioter Firma Office Agents verleiht Mitarbeiter zu fast jedem Zweck.

Für 127 Dollar kriegt man dort jemanden, der sich als Hochzeitsgast ausgibt. Weitere 64 Dollar kostet eine herzerwärmende Rede und für einen Tanz gibt man 32 Dollar aus. In der Riege der Angebote finden sich auch die Geliebte (nur zum Herumzeigen), die Sekretärin und der entfernte Verwandte.

Gerade die Finanzkrise hat das Geschäft der Office Agents angekurbelt - viele Japaner haben ihren Job verloren oder arbeiten in Teilzeit - mithilfe eines geliehenen Chefs oder Kollegen können Sie trotzdem ihren Stolz bewahren.

Die ganze Geschichte gibt es bei der britischen Zeitung Telegraph. Sie hat den Gründer der Firma, Hiroshi Mizutani, gefragt, was die Referenzen seiner Angestellten sei, worauf er antwortete: „Sie sind heiter und gepflegt und sehen aus, als hätten sie einen ordentlichen Job.“

Wem das zu unpersönlich ist, kann immer noch auf die Lebenskünstler von Improveverywhere hoffen. Die schmissen kürzlich eine Hochzeitsparty für ein völlig unbekanntes Paar. Auch eine schöne Idee, mit der man einsame Menschen glücklich machen kann.

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