Die große tz-Vorschau

TV, iPhone, Spielekonsolen: So wird das Technik-Jahr 2016

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Wie wird die Zukunft des Fernsehens aussehen?

München - Das Jahr 2016 hat noch gar nicht richtig angefangen, aber viele Technik-Fans dürfen sich auf eine spannende Zeit freuen. TV, iPhone oder Spielekonsole, die tz wagt eine Vorschau für 2016.

Für Technik-Fans begann das neue Jahr mit einem Frühstart. Bereits letzte Woche waren auf der weltgrößten Elektronikmesse CES in Las Vegas zahllose Neuheiten zu sehen, vom Fernseher bis zum vernetzten Auto. Was brachte die CES, und was planen die Hersteller fürs gesamte Jahr? Hier die Technik-Vorschau 2016 der tz.

DVD-Player

4K-Fernseher gibt es schon lange. Ab Frühjahr erscheinen nun auch die passenden DVD-Player für das Format UHD Blu-ray. Viele Film-DVDs kommen dann in neuer hochauflösender Qualität auf den Markt.

DVB-T2

Zur EM im Juni startet unter anderem im Raum München der Testbetrieb von DVB-T2. Die neue Technik ermöglicht erstmals den Empfang von HD-Bildern via Antenne. Bereits jetzt stehen Receiver für DVB-T2 und Fernseher mit DVB-T2-Empfang in vielen Läden. Doch das sind oft noch Importgeräte, die mit der deutschen Sendenorm nicht zurechtkommen. Vor dem Kauf sollten Sie sich genau erkundigen, ob damit der Empfang auch in Deutschland funktioniert.

Fernseher

Letztes Jahr haben die Deutschen nur noch knapp sieben Millionen Fernseher gekauft. Im Rekordjahr 2012 waren es noch fast zehn Millionen. Doch 2016, im Jahr von Fußball-EM und Sommer-Olympia in Rio, soll es wieder aufwärts gehen. In Sachen Bildqualität ist HDR der wichtigste neue Trend, also Bilder mit größerem Dynamikumfang, wie sie bisher nur von Digitalkameras bekannt waren. Hier wurde aber erst jetzt auf der CES ein einheitlicher Standard namens „Ultra HD Premium“ vorgestellt, auf den Sie künftig achten sollten. Wer vor dem Frühjahr einen HDR-Fernseher kauft, greift womöglich zu einer Mogelpackung. Einen echten Sprung nach vorne bringen OLED-Bildschirme, die absolut weißes Weiß und schwarzes Schwarz anzeigen. Die Technik ist altbekannt, kostet derzeit bei OLED-Pionier LG aber nicht unter 1800 Euro. 2016 sollen OLED-Fernseher endlich günstiger werden.

Autos

Das vernetzte Auto war eines der großen Themen der CES. BMW zeigte sein Bedienkonzept AirTouch – eine Gestensteuerung, mit der der Fahrer per Wischbewegung zum Beispiel das Radio lauter stellen kann. Tuningspezialist Rinspeed stellte den Etos auf Basis des Elektro-BMW i8 vor. Wenn das Auto von selbst fährt, zieht sich das Lenkrad ins Cockpit zurück, der Fahrer hat dadurch mehr Platz zum Lesen oder zum Arbeiten.

Fitness und Gesundheit

Auch hier setzen die Hersteller auf „Rundumüberwachung“ – wenn Sie als Nutzer das möchten. In Las Vegas präsentierte Withings ein Fieberthermometer mit 16 Sensoren, das nur durch Berühren der Schläfe exakte Daten an eine App liefert. Von Omron kommt der bisher kleinste internetfähige Blutdruckmesser fürs Handgelenk, der nur noch so groß wie eine Smartuhr ist. Das schlaue Bett SleepIQ misst beim Schlafen Ihre Körperdaten – und liefert per App Tipps, welches Verhalten und welche Ernährung Ihnen am nächsten Tag guttun. Ein Gürtel von Samsung misst den Bauchumfang und analysiert Ernährungsgewohnheiten. Die Apple Watch 2, die im April erwartet wird, soll neben schnellerer Hardware und längerer Akkulaufzeit weitere Gesundheitssensoren bieten, darunter ebenfalls eine Blutdruckmessung. Doch die skurrilste Neuheit der CES war der Vagina-Lautsprecher Babypod. Über einen kleinen Ball, der in die Vagina eingeführt wird, hört der Fötus schon vor der Geburt beruhigende Musik und die Stimmen seiner Eltern. Die werdende Mutter beruhigt sich mit dem ReliefBand – ein Armband, das sanfte Wellen aussendet, um Morgenübelkeit zu reduzieren.

Drahtloses Bezahlen

Seit Dezember können Sie bei Aldi per Smartphone bezahlen, im Februar zieht Lidl nach. Doch alle warten einmal mehr auf Apple. Deren Bezahlsystem Apple Pay hat in den USA bereits Millionen von Kunden, die per iPhone zahlen. 2016 könnte Apple Pay auch nach Deutschland kommen und damit für den Durchbruch des drahtlosen Bezahlens sorgen.

Virtual Reality

Die Datenbrillen, die den Nutzer in fremde Welten entführen, sollen dieses Jahr zum großen Technik-Hit werden. Die Oculus Rift, deren Hersteller zu Facebook gehört, gilt als vielversprechendste VR-Brille. Sie lässt sich seit letzter Woche auch in Deutschland vorbestellen. Nur weil Facebook die Hardware bezuschusst, ist der Preis von 699 Euro machbar. Sich vorzustellen, dass sich tatsächlich viele Menschen mit so einem Brillen-ungetüm in ihre eigene künstliche Welt verabschieden, fällt aber immer noch schwer.

Schlaues Wohnen

In unseren eigenen vier Wänden soll in den nächsten Jahren alles „smart“ werden. Jedes nur denkbare Gerät wird mit dem Internet verbunden. Auf der CES gab es smarte Zimmerventilatoren zu sehen, die sich per App steuern lassen, und intelligente Duschköpfe, die Alarm schlagen, wenn zu viel Wasser verbraucht wurde. Eine schlaue Kamera der Firma Smarter zeigt den Inhalt des Kühlschranks am Smartphone an – falls Sie beim Einkaufen nachschauen wollen, ob noch Milch daheim ist. Die Bluetooth-Bratpfanne Pantelligent schlägt per App Alarm, wenn das Schnitzel anbrennt. Und der D-Vine ist eine Art Nespresso-Maschine für Weinfreunde. Sie erzeugt aus einem Konzentrat Wein und soll das Schleppen der Flaschen ersparen. Wohl bekomm’s!

Musik

Hier erwarten die Experten eine kleine Revolution von Apple. Am iPhone 7 soll der gewohnte Kopfhöreranschluss fehlen, auch Kopfhörer werden künftig am Lightning-Stromanschluss angesteckt. Die bisherigen Kopfhörer lassen sich dann nur noch per Adapter anschließen. Das ermöglicht noch flachere iPhones und die Übertragung größerer Datenmengen. Folge: Mit neuen Kopfhörern und Boxen könnte 2016 den Durchbruch von HD-Audio mit deutlich besserem Sound bringen.

Spielkonsolen

Nachfolger für Xbox One und PlayStation 4 sind vor 2018 nicht in Sicht. Doch offenbar will Microsoft zumindest an der aktuellen Xbox One schrauben. Das Microsoft-Blog Petri rechnet damit, dass Ende dieses Jahres eine kleinere und günstigere Version erscheint. Sie soll ohne DVD-Laufwerk auskommen und nur Download-Spiele unterstützen. Damit könnte Microsoft den Spiele-Apps des neuen Apple TV Konkurrenz machen. Wichtigste Konsolen-Neuheit 2016 ist aber der Nintendo NX, Nachfolger der recht erfolglosen Wii U. Er könnte eine neuartige Mischung aus Wohnzimmerkonsole und Mobilgerät werden.

Smartphone

Apple könnte bereits im April das iPhone 6C bringen, ein kleineres Modell mit 4-Zoll-Schirm, so handlich und kompakt wie zuletzt das 5S. Preis: ab etwa 550 Euro. Im September steht dann das iPhone 7 an – angeblich erstmals wasserdicht, mit drahtlosem Aufladen und vielleicht sogar mit OLED-Bildschirm. Erzrivale Samsung zeigt bereits im Februar das Galaxy S7, das nach Kundenprotesten die Möglichkeit zurückbringen dürfte, den Speicher per SD-Karte zu erweitern.

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