Top-Tipps fürs richtige Geschenk

tz-Technik-Christkindl: Darauf kommt es bei Tablets an

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Zum Anbeißen schön sind die meisten Tablets. Bei Apple gibt’s mittlerweile gewaltige Größen­Unterschiede.

Das Technik-Christkindl hat’s nicht leicht! Wer für Weihnachten Multimedia-Geschenke sucht, steht oft ratlos vor einer riesigen Auswahl. Damit es eine schöne Bescherung wird, gibt es jetzt wieder täglich den Technik-Kaufberater der tz. Folge 2: Tablets.

Das richtige Gerät: Am beliebtesten ist immer noch Apples iPad, trotz eines erneuten Verkaufsrückgangs um 20 Prozent im zurückliegenden Vierteljahr. Grund für die Probleme: Von unten drängen immer größere Smartphones nach – und von oben handliche und flexible Notebooks. Dennoch gilt weiterhin: Gerade für die Freizeit, für Filme, Fotos oder Spiele, bleiben Tablets die erste Wahl. Mit keinem anderen Gerät ist Multimedia so unkompliziert. Alternativen zum iPad sind Tablets mit Googles Android-Software und die Microsoft-Geräte mit Windows 10. Ein Sonderfall sind die Fire-Tablets von Amazon, die mit einer abgewandelten Form von Android arbeiten, auf denen aber nur Apps aus Amazons eigenem App Store laufen.

Das richtige iPad: Dank 850 000 Apps, die für das Apple-Tablet optimiert sind, bietet das iPad so viele Einsatzmöglichkeiten wie kein Konkurrent. Mittlerweile gibt es drei Größen – das mini mit 7,9 Zoll (20 cm), das Air mit 9,7 Zoll (24,6 cm) und das Pro mit 12,9 Zoll (32,8 cm). Die Unterschiede sind dabei enorm. Das iPad mini ist handlich zum Überall-Dabeihaben, das neue Pro ist dagegen ein wahrer Riese mit beeindruckendem Bildschirm, perfekt zum Arbeiten, Zeichnen (mit Stift!) und kinoreifem Filmgenuss. Das Air ist der ideale Kompromiss. Preislich geht’s los mit dem iPad mini 2 aus dem Jahr 2013, das Apple nach wie vor anbietet. Es hat bereits den superscharfen Retina-Bildschirm eingebaut. 16 GB Speicher (289 Euro) sind dabei wie bei allen iPads arg wenig, für 339 Euro bekommen Sie mit 32 GB das ideale Einstiegs-iPad. Das neue mini 4 mit 64 GB für 489 Euro läuft allerdings spürbar flotter. Beim größeren Air können Sie zwischen 439 Euro fürs 2013er-Modell (32 GB) und 589 Euro fürs aktuelle Air 2 (64 GB) wählen. Das Pro bekommen Sie ab 899 Euro. Für alle iPads gilt: Die teureren Versionen mit LTE-Karte können Sie sich sparen, gehen Sie unterwegs lieber huckepack über Ihr Smartphone ins Internet.

Das richtige Android-Tablet: Am gefragtesten sind die Tablets von Samsung wie das Galaxy Tab A T550N (9,7 Zoll) ab etwa 220 Euro sowie die Yoga-Modelle von Lenovo (ab 180 Euro), die mit eingebautem Ständer oder Tastatur sehr flexibel sind. Nummer 1 bei Warentest ist das Galaxy Tab S2 8.0 LTE (8 Zoll, 440 Euro). Preis-Leistung-Sieger bei Chip ist das Huawei MediaPad X2 (7 Zoll, 340 Euro). Beim Kauf eines Android-Tablets sollten Sie darauf achten, dass zumindest die vorletzte Version Android 5 darauf läuft. Ist die Software noch älter, kaufen Sie ein längst überholtes Gerät mit massiven Sicherheitsproblemen. Generell wichtig: Android-Tablets sind meist weitaus günstiger als das iPad, dafür liegt die Zahl der Apps deutlich niedriger.

Das richtige Windows-Tablet: Hauptvorteil der Surface-Modelle von Microsoft ist das darauf installierte Windows 10. Es ist praktisch identisch mit dem Windows, das auf einem PC läuft. Ihre gewohnten Programme funktionieren also auch auf dem Surface, das Tablet kann Ihren Computer komplett ersetzen. Nachteile: Die Windows-Tablets sind teuer, das Surface 4 Pro startet bei 1000 Euro. Und sie sind für den klassischen Tablet-Einsatz, zur Unterhaltung oder zum Surfen, zu schwer und zu wuchtig. Vergleich: Das iPad Air 2 wiegt 437 Gramm, das Surface 4 Pro 786 Gramm.

Das richtige Amazon-Tablet: Die Fire-Tablets von Amazon sind erstaunlich günstig. Das Einstiegsmodell Fire kommt mit 60 Euro zum Kampfpreis, ist aber langsam und bietet einen veralteten und unscharfen Bildschirm. Die weiteren Modelle mit 6, 8 und 10 Zoll (ab 100, 160 und 200 Euro) überzeugen dagegen mit zeitgemäßer Technik. Sie müssen allerdings mit dem etwas plumpen Design der Geräte leben, mit einer eingeschränkten App-Auswahl – und damit, dass Sie an allen Ecken und Enden zum Einkaufen und Downloaden gedrängt werden.

Jörg Heinrich

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