tz-Technik-Christkindl: Darauf kommt es bei Smartphones an

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Das Technik-Christkindl hat’s nicht leicht! Wer für Weihnachten Multimedia-Geschenke sucht, steht oft ratlos vor einer riesigen Auswahl. Damit es eine schöne Bescherung wird, gibt es täglich den Technik-Kaufberater der tz. Folge 3: Smartphones.

Bahnbrechende Ideen blieben 2015 bei den Smartphones weitgehend aus. Die Hersteller konzentrierten sich auf Details wie bessere Kameras und schnellere Prozessoren. Einzige echte Innovation war der druckempfindliche Bildschirm des neuen iPhone 6S – je nachdem, wie fest Sie drücken, rufen Sie andere Menüs auf. Apple nennt das „3D Touch“. Diese praktische Technik finden Sie bereits nächstes Jahr auch in Android-Handys. Ansonsten ist die wichtigste Nachricht: Nie zuvor bekamen Sie so gute Smartphones so günstig wie dieses Jahr – selbst unter 100 Euro wird die Qualität immer besser.

Der richtige Smartphone-Typ: In Sachen Design, Bedienung und App-Auswahl bleibt das iPhone ungeschlagen – aber auch beim Preis. Der Unterschied zur Konkurrenz wird immer größer. Mit dem 6S Plus (128 GB Speicher) für 1069 Euro übersprang heuer erstmals ein iPhone die 1000-Euro-Marke. Die Konkurrenz muss kämpfen, vor allem die Topmodelle Samsung Galaxy S6 und HTC One M9 verkaufen sich mäßig. Sie sind eingezwängt zwischen iPhone und den viel günstigeren Android-Handys vor allem aus China, die immer mehr zu bieten haben. Interessanter denn je sind die Windows-Handys, bei denen Microsoft mit Kampfpreisen in die Offensive gegangen ist.

Das richtige iPhone: Bei der neuesten Generation ist das normale 6S (4,7 Zoll) mit 64 GB für 849 Euro die logische Wahl. Grund: Das größere 6S Plus (5,5 Zoll) ist nochmals 110 Euro teurer und den meisten zu unhandlich. Die 16-GB-Modelle bieten für so ein teures Smartphone zu wenig Platz. Und 128 GB braucht kaum jemand – gerade heutzutage, wo Musik, Filme oder Fotos immer öfter in der Internetwolke gespeichert werden. Aber es muss nicht unbedingt ein 2015er-Modell sein. Den Vorgänger iPhone 6 bekommen Sie immer noch neu bei Apple mit 64 GB für 739 Euro. Gegenüber dem 6S sparen Sie 110 Euro und müssen nur auf den 3D-Drück-Bildschirm verzichten. Oder Sie greifen gleich zum 5S aus dem Jahr 2013 – immer noch ein ausgezeichnetes (und wunderbar kompaktes) 4-Zoll-Handy, das Sie mit 32 GB schon als 479-Euro-Schnäppchen finden, siehe idealo.de. Gegenüber dem 6S sind das 370 Euro weniger! Großer Vorteil beim iPhone: Die Software wird lange aktuell gehalten, mit dem 5S sind Sie noch zwei, drei Jahre auf dem neuesten Stand.

Das richtige Android-Handy: Hier müssen Sie vor allem auf die Softwareversion achten, die installiert ist. Denn teilweise lässt sich Android schon ein Jahr nach dem Kauf nicht mehr auf den neuesten Stand bringen. Android 6 ist aktuell, aber noch kaum zu haben. Mit An­droid 5 sollte Ihr neues Handy auf jeden Fall arbeiten, am besten mit einer Aktualisierungsmöglichkeit auf Android 6. Fragen Sie danach! Die Versionen 4 (z. B. Android 4.4) und älter sind absolut veraltet und schlecht gegen Angriffe geschützt. Bitte nur kaufen, wenn ein Update auf 5 möglich ist – so wie beim Samsung Galaxy S5 mini (ab 235 Euro), derzeit eines der empfehlenswertesten und gefragtesten Android-Handys. Aber selbst das No-Name-Smartphone Wiko 9541 Lenny 2 für 89 Euro bietet bereits Android 5.1 – bei Amazon vergeben die Käufer im Durchschnitt 4,5 von 5 Sternen. Hier können Sie nicht viel verkehrt machen. Bei den Top-Handys von Samsung und HTC können Sie bedenkenlos zu den 2014er-Modellen Galaxy S5 (ab 380 Euro) und One M8 (ab 340 Euro) greifen. Egal in welcher Preisklasse – achten Sie auf eine Bildschirmschärfe von mindestens 200 ppi und auf einen Speicher, der sich per SD-Karte erweitern lässt.

Das richtige Windows-Handy: Hier sind die aktuellen Modelle mit Windows 8.1 zu empfehlen, die sich alle auf Windows 10 aktualisieren lassen. Grund: Die angenehme und recht einfache Bedienung kennen Sie vom PC, die PC-Apps laufen auch auf dem Handy. Und die Preise für die Lumia-Smartphones (die früher von Nokia kamen) sind top. Das Lumia 640 für rund 130 Euro ist ein erstklassiges Einsteigergerät, auch für Kinder und Ältere. Jörg Heinrich

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