Windows 7 - Liebe auf den ersten Blick?

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Liebe auf den ersten Blick war Windows 7 nicht. Ob das neue Betriebssystem von Microsoft für eine langfristige Beziehung taugt, wird sich nun zeigen müssen.

München - Windows 7 soll den Durchhänger von Microsoft bei Vista wieder gut machen. Wie das neue Betriebssystem auf den ersten Eindruck und optisch daher kommt, lesen Sie hier:

Die Erwartungen - aber auch die Skepsis - waren im Vorfeld groß: was kann Windows 7? Seit gestern weiß es auch die große Basis der Endnutzer. Bisher waren nur so genannte Release Candidates - also vorläufige Endversionen - zu haben.

Die Installation ist wirklich einfacher und schneller geworden: DVD ins Laufwerk und nach rund 25 Minuten erscheint der frische Desktop. Auf den ersten Blick hat sich im Vergleich zu Vista nicht viel verändert - bis auf Feinheiten. Das Start-Menü von Windows 7 ist nahezu identisch mit seinem Vorgänger.

Bilder: Tour durch Windows 7

Bilder: Tour durch Windows 7
Windows 7 soll den Durchhänger von Microsoft bei Vista wieder gut machen. Was das neue Betriebssystem wirklich kann, wird sich wohl erst in der nächsten Zeit - wenn der „Endnutzer“ damit täglich arbeitet - zeigen. Wie das neue Betriebssystem optisch daher kommt, sehen Sie in unserer Bilderstrecke: © screenshot
Bilder: Tour durch Windows 7
Der Medienplayer gleicht nun einem kleinen Datei-Browser, © screenshot
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...in dem nach Bildern, Videos und TV-Sendungen gesucht werden kann. © screenshot
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Beim Abspielen von Videos zeigt sich der Player nun schlanker. © screenshot
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Am Ende des Videos hat der Nutzer die Auswahl, ober er das Video erneut abspielenl... © screenshot
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...oder zurück zur Übersicht wechseln will. © screenshot
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Die Systemsteuerung erscheint aufgeräumt. © screenshot
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Die Minianwendungen (schhon aus Vista bekannt) können auf dem Desktop installiert werden. © screenshot
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Eines dieser Programme ist zum Beispiel die CPU-Anzeige. © screenshot
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So erkannt der Nutzer, wann es für den Prozessor und den Arbeitsspeicher eng wird. © screenshot
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In der Bibliothek sind die wichtigsten Medienarten schnell zu finden. © screenshot
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Mit Hilfe eines Mathe-Editors kann man kleine Rechenaufgaben lösen - aber auch längere Mathe-Formeln schreiben. © screenshot
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Mit einem Klick lässt sich das Erscheinungsbild von Windows 7 ändern. © screenshot
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Praktisch und übersichtlich: In der Systemsteuerung lassen sich Dateiendungen Standardprogrammen zuweisen. Ein Klick und die Datei öffnet sich im gewünschten Programm. © screenshot
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Das Windows-Programm Paint hat deutlich an Funktionen zugelegt.  © screenshot
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Der Dialog „Computer“ (in XP der „Arbeitsplatz“) hat sich im Vergleich zu Vista nicht verändert. © screenshot

Zu den Grundfunktionen: Der Windows-Mediaplayer ist zu einem kleinen Datei-Browser für Bilder, Videos und TV-Aufzeichnung geworden. Der Ordner für „Dokumente“ mit den kürzlich genutzten Dateien ist verschwunden - nun wir jedem Programm im Start-Menü seine Standard-Dateien (die man in der Systemsteuerung einstellen kann) zugeordnet. Das ist praktisch.

Wie schon von Microsoft angekündigt, sind die Programme schneller geworden. Das liegt sicher daran, dass die Programme nur noch in den Arbeitsspeicher geladen werden, wenn sie aufgerufen werden. So ist der Speicher nicht schon nach dem Hochfahren randvoll.

Auch wenn Windows 7 weniger Arbeitsspeicher verwendet und somit schneller arbeiten soll, scheint das Betriebssystem mehr vom Netzteil und dem Prozessor abzuverlangen. Im ersten Test war der Laptop schon nach etwa einer Stunden so heiß geworden, dass Windows - zur Sicherheit des Rechners - heruntergefahren wurde. Auf einem weiteren Desktop-PC (etwa eine Woche alt) gab das Netzteil nach zehnminütigem Betrieb den Geist auf. Ob es an Windows 7 lag, wird aber erst noch vom Kundendienst abzuklären sein.

Die Task-Leiste hat Microsoft ebenfalls aufgehübscht. Laufende Programme erscheinen dort. Diese lassen sich leicht in der Reihenfolge verschieben, und auch die einzelnen Dokumente, die gerade in diesen Anwendungen laufen, sind leicht zu erreichen. Das erinnert stark an das Dock von Apples OS X. Subjektiv beurteilt, kommt Windows 7 an den Komfort das Mac-Systems aber nicht hin.

Und diesem Vergleich muss - und wollte - sich Microsoft stellen. Nach wie vor wird es auch mit Windows 7 so sein, dass Computer-Experten auf Apple oder Linux setzen werden, der „Otto Normal“-Verbraucher wird sich mit Windows 7 - sicherlich aufgrund der übersichtlicheren und besser strukturierte Systemeinstellung - zurechtkommen.

Ein weiterer Bericht wird dann nach einer einwöchigen, intensiven Testphase folgen.

len

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