Virus bedroht PC-Nutzer

Komme ich nächste Woche noch ins Internet?

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München - Wenn Sie Pech haben, können Sie ab 10. Juli nicht mehr ins Internet – und wissen noch gar nichts davon. Ein Virus bedroht die PC-Nutzer! Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wenn Sie Pech haben, können Sie ab 10. Juli nicht mehr ins Internet – und wissen noch gar nichts davon. Ursache ist ein Computerschädling, ein sogenannter Trojaner, dessen Auswirkungen erst nächste Woche richtig sichtbar werden. Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen. 

Ratgeber: So schützen Sie sich im Internet

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Komme ich nächste Woche noch ins Internet?

Das können Sie ganz einfach überprüfen, wenn Sie mit Ihrem Rechner die Seite www.dns-ok.de aufrufen. Wenn Sie dort in Grün die Meldung „Ihr System ist nicht vom Trojaner ‚DNSChanger‘ betroffen“ lesen, ist alles in Ordnung. Sollten Sie dagegen die rote Warnmeldung „Achtung: Ihre DNS Konfiguration ist manipuliert“ sehen, sind Sie eines der Opfer der Schadsoftware. Sie sorgt dafür, dass Sie ab 10. Juli nicht mehr ins Netz können. Hintergrund: Dieser Schädling leitet, ohne dass Sie es merken, Ihren gesamten Internetverkehr über die Server von Cyberkriminellen um, die damit Passwörter und andere sensible Informationen mitlesen können. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt jetzt dringend allen Besitzern von Windows-PCs, den Schnelltest auf www.dns-ok.de durchzuführen. Apple-Rechner sind nicht betroffen, da sich die Kriminellen ganz auf Windows konzentriert haben.

Warum ist der Internet-Zugang erst ab 10. Juli blockiert?

Die US-Bundespolizei FBI hat den Kriminellen bereits Ende 2011 das Handwerk gelegt und ihre Server sichergestellt. Allerdings: Wenn das FBI die Rechner sofort abgeschaltet hätte, wären alle Opfer ab diesem Moment vom Internet abgeschnitten gewesen. Deshalb betreibt das FBI die Rechner bis 9. Juli kontrolliert weiter. Sie müssen als Betroffener also keine Angst mehr haben, dass Ihre Daten in falsche Hände geraten. Doch Ihr Internetzugang funktioniert nach der Abschaltung nicht mehr.

Was kann ich als Opfer tun, und wie kann ich vorbeugen?

Wenn Sie betroffen sind, erhalten Sie auf www.dns-ok.de genaue Anweisungen, wie Sie den Trojaner wieder loswerden. Sie müssen dann nämlich die Netzwerkeinstellungen ändern und den Schädling mit einer Software wie dem DE-Cleaner entfernen. So ein Programm ist ohnehin jedem PC-Besitzer zu empfehlen. Sie sollten es regelmäßig anwenden, um Ihren Rechner von Schädlingen zu befreien, die der Virenschutz übersehen hat. DE-Cleaner gibt es kostenlos von Avira, Kaspersky und Norton, Infos und Download unter www.botfrei.de/decleaner.html. Ansonsten gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: aktuellen Virenscanner installieren, Betriebssystem und Programme, vor allem den Browser, auf dem neuesten Stand halten, Windows-Firewall aktivieren. Damit können Sie meist verhindern, dass sich ein Trojaner so tief eingräbt, dass eine komplette Neuinstallation von Windows die letzte Rettung ist.

Jörg Heinrich

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