Starke Leistung

Was Gaming-Smartphones zu bieten haben

Bis Ende 2018 will Asus das ROG Phone auf den Markt bringen - zu einem noch unbekannten Preis. Foto: Asus/dpa-tmn
1 von 7
Bis Ende 2018 will Asus das ROG Phone auf den Markt bringen - zu einem noch unbekannten Preis. Foto: Asus/dpa-tmn
Als Zubehör für das Asus ROG soll es auch diese Dual-Screen-Station geben. Foto: Asus/dpa-tmn
2 von 7
Als Zubehör für das Asus ROG soll es auch diese Dual-Screen-Station geben. Foto: Asus/dpa-tmn
Links und rechts ans ROG Phone von Asus lassen sich Controller-Einheiten anstecken. Foto: Asus/dpa-tmn
3 von 7
Links und rechts ans ROG Phone von Asus lassen sich Controller-Einheiten anstecken. Foto: Asus/dpa-tmn
Bunt muss die Familie sein: Die Beleuchtungseffekte seines Gaming-Smartphones Phone 2 lehnt Razer an die Gaming-Laptops an. Foto: Razer/dpa-tmn
4 von 7
Bunt muss die Familie sein: Die Beleuchtungseffekte seines Gaming-Smartphones Phone 2 lehnt Razer an die Gaming-Laptops an. Foto: Razer/dpa-tmn
Als Zubehör fürs Razer Phone 2 gibt es diesen Controller mit intergrierter Halterung. Foto: Razer/dpa-tmn
5 von 7
Als Zubehör fürs Razer Phone 2 gibt es diesen Controller mit intergrierter Halterung. Foto: Razer/dpa-tmn
Im Prinzip taugt jedes Oberklasse-Smartphone zum Zocken, sagen Experten. Denn die bringen die wichtigste Voraussetzung mit: einen starken Prozessor. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
6 von 7
Im Prinzip taugt jedes Oberklasse-Smartphone zum Zocken, sagen Experten. Denn die bringen die wichtigste Voraussetzung mit: einen starken Prozessor. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Die Engraved-Version des Honor Play kostet 350 Euro. Foto: Honor/dpa-tmn
7 von 7
Die Engraved-Version des Honor Play kostet 350 Euro. Foto: Honor/dpa-tmn

Gerade etabliert sich ein neues Smartphone-Genre: Die Geräte bieten vor allem viel Leistung - und richten sich an eine ganz spezielle Zielgruppe: Gamer.

Berlin (dpa/tmn) - Es war nur eine Frage der Zeit, dass sich die Smartphone-Hersteller auf diese Nische stürzen: Wie schon bei Gaming-Laptops sollen nun auch Handymodelle mit besonderen Eigenschaften und futuristischem Design die Spieler locken. Aber was können diese Telefone, und wer braucht sie?

"Gaming-Smartphones sind Handys, die speziell für das Zocken unterwegs konzipiert sind", sagt David Gillengerten vom Fachportal "Inside-Handy.de". Und der Markt dafür ist nicht klein: Im Sommer stellte der Branchenverband Game eine Studie des Marktforschers GfK vor, nach der Smartphones mittlerweile den PC als beliebteste Spiele-Plattform in Deutschland abgelöst haben. Demnach nutzen mehr als 18 Millionen Menschen in Deutschland ihr Smartphone zum Spielen.

Gaming-Smartphones haben Vorteile

Das Handy als Spieleplattform bietet viele Vorteile: Jeder hat eines, es ist immer dabei und: "Diese Apps funktionieren auf jedem Handy", sagt Gillengerten. In der Regel liefen alle Game-Apps aus den offiziellen App Stores auf allen halbwegs aktuellen Smartphones. Voraussetzungen, etwa beim Prozessor, gebe es nicht. Wozu dann ein Gaming-Handy? "Die Hersteller versuchen, ihre Gaming-Smartphones mit speziellen Eigenheiten zu legitimieren, die das Spielen erleichtern oder einfach besser machen sollen", erklärt Gillengerten.

Da wäre zum Beispiel der eigentlich für Laptops und PC-Zubehör bekannte Hersteller Razer, der seinem ersten Gaming-Smartphone gerade einen Nachfolger spendiert hat. Das Razer Phone 2 verfügt über ein Display mit einer Bildwiederholrate von 120 Hertz. Das soll das Spielerlebnis flüssiger machen. In der Praxis wird das Feature aber kaum von der Software genutzt. Punkten kann das Gerät wie der Vorgänger mit einem besonders großen Akku mit 4000 Milliamperestunden (mAh) Kapazität. Deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger stellen der Staub- und Spritzwasserschutz (IP67) sowie die von Laptops übernommene Kühltechnologie Vapor Chamber dar.

ROG Phone von Asus

Ende des Jahres will Asus das ROG Phone auf den Markt bringen. ROG steht dabei für Republic of Gamers und ist eine eigene Marke für Spiele-Hardware des Herstellers aus Taiwan. Es fällt vor allem äußerlich auf: Mit vielen stumpfen Winkeln im Design und einem in bunten Farben leuchtenden Logo auf der Rückseite erinnert es auch an Gaming-Laptops. Darüber hinaus hat es an der Seite zusätzliche USB-C-Anschlüsse. Darüber kann das Handy zum einen leichter geladen werden, wenn es horizontal gehalten wird. Zum anderen lässt sich daran Zubehör anschließen, etwa ein externer Kühler.

Honor Play von Huawei

Es geht aber auch dezenter - etwa mit dem Honor Play von Huawei. "Das hat nur sehr wenige dieser Gaming Features, es ist eigentlich nur ein normales Smartphone, auf das Gaming draufgeschrieben wurde", sagt Gillengerten. Huawei betont in der Vermarktung vor allem die Prozessorleistung. Damit werben aber auch die Hersteller anderer Top-Smartphones. Und diese Geräte reichen in der Regel auch für die mobilen Spiele. "Mit einem normalen Top-Smartphone ab 450 Euro aufwärts ist man in einer guten Kategorie, um gut zocken zu können", sagt Gillengerten. Mit dem Mate 20X will Huawei aber sogar noch ein weiteres Gaming-Smartphone auf den Markt bringen.

Handys ohne speziellen Gaming-Fokus

Dass man sich kein spezielles Spiele-Handy zulegen muss, wenn man viel Leistung zum Zocken sucht, zeigt auch ein Vergleich von Gaming-Handys mit Flaggschiff-Modellen im Fachmagazin "connect" (Ausgabe 7/18). Die Geräte wurden auf ihre Performance hin überprüft - etwa nach Akkulaufzeit bei Videowiedergabe oder mit verschiedenen Grafik-Benchmarks. Ein Fazit: Auch die Top-Telefone ohne speziellen Gaming-Fokus, wie das Samsung Galaxy S9+ oder das Apple iPhone X, sind ideal fürs mobile Spielen. iPhones hätten dabei den Vorteil, dass viele Mobil-Games zuerst für iOS erscheinen.

Beim Smartphone-Kauf sollte man auf einige Ausstattungsmerkmale besonders achten, wenn man mit dem Gerät auch spielen möchte: Der Prozessor spielt bei der Performance die wichtigste Rolle. Samsung, Huawei und Apple produzieren eigene Chips für ihre Top-Smartphones. Andere Hersteller verbauen in ihren Top-Geräten oft den Snapdragon 845 von Qualcomm.

Mit entscheidend für Gamer ist auch die Akkukapazität. Ein auf Hochtouren laufender Prozessor, ein durchgehend eingeschaltetes Display, aufgedrehte Lautsprecher - das verbraucht viel Energie. Beim Akku sollte es deshalb eine große Kapazität sein, die sich aktuell meist bei 3000 bis 4000 Milliamperstunden (mAh) bewegt.

Auch interessant

Meistgesehen

Das Smartphone OnePlus 6T im Test
Das Smartphone OnePlus 6T im Test
Neuer Google-Kameramodus macht die Nacht fast zum Tag
Neuer Google-Kameramodus macht die Nacht fast zum Tag
Die Neuauflage des MacBook Air im Praxistest
Die Neuauflage des MacBook Air im Praxistest
So geht Datensicherung am Rechner ganz einfach
So geht Datensicherung am Rechner ganz einfach

Kommentare