Alles nur ein schlechter Scherz

WhatsApp-Fake: Merkwürdige Silvester-Nachricht im Umlauf - Das steckt dahinter

Eine dubiose Nachricht verbreitet sich via Facebook und WhatsApp. Dass Discos und Bars am 31.12. öffnen dürfen, ist natürlich ein Fake - das verbirgt sich dahinter.

  • Eine Fake-Nachricht verbreitet sich nicht nur bei WhatsApp.
  • Darin ist die Rede davon, dass Bars und Discos am 31.12. öffnen dürfen - was natürlich falsch ist.
  • Hinter der dubiosen Message verbirgt sich ein Scherz. Der Link führt auf einen Affen mit Stinkefinger.

München - Eine dubiose Nachricht zu Silvester verbreitet sich über WhatsApp und auch über Facebook und Twitter. Dass es sich um einen Fake handelt, ist wohl allen gleich klar, die auch nur ein bisschen die Corona-Entwicklungen verfolgen. Denn in der Fake-Nachricht ist die Rede davon, dass Bars und Discotheken am 31.12. für einen Tag öffnen dürfen, um die Menschen ins neue Jahr feiern zu lassen.

WhatsApp-Corona-Nachricht zu Silvester: Dass es sich um Fake handelt, ist schnell klar

Schon im November tauchte die Nachricht bei Facebook auf - in der Community „Aktuelles Salzburg“. Dort heißt es zu einem Eilmeldungs-Foto wörtlich: „Bundesregierung einig! Am 31.12.2020 dürfen alle Clubs, Bars und Discotheken für einen Tag unter folgenden Auflagen und Richtlinien mit Einhaltung der Hygienemaßnahmen ihre Pforten öffnen.“ Hier ist mit der „Bundesregierung“ wohl jene Österreichs gemeint.

Auch bei Twitter gibt es eine solche Fake-Nachricht. Und: Über WhatsApp scheint sie sich auch zu verbreiten. So sehr, dass bereits Mimikama.at darüber berichtet - das große Portal, das auf Internet-Fakes aufmerksam macht.

WhatsApp-Corona-Nachricht zu Silvester: Dahinter verbirgt sich Affe mit Stinkefinger

Gemein haben die Nachrichten, dass ein Link mitgeschickt wird. Dieser führt zu Reddit, auch wenn er teilweise den Eindruck erweckt, dass ein großes Nachrichtenportal das Ziel ist. Auf dubiose Links sollte man ja grundsätzlich nicht klicken. Wer es in dem Fall doch tut, der handelt sich ausnahmsweise mal keinen Virus ein. Sondern „nur“ einen Stinkefinger.

Denn: Der Link führt auf ein Foto eines Affen, der den erhobenen Mittelfinger zeigt. Es soll also alles nur ein - eher überschaubar gelungener - Scherz sein. Und weder in Deutschland, noch in Österreich dürfen an Silvester die Bars und Discotheken öffnen. Das ist für Österreich etwa beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus nachzulesen. Für Deutschland unter anderem auf bundesregierung.de.

Lockdown in Deutschland und Österreich: Bars und Discos an Silvester NICHT geöffnet

Nach einer Lockerung der Regeln über Weihnachten hat in Österreich am Samstag der dritte Lockdown begonnen. Außer Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien bleiben Geschäfte die nächsten drei Wochen geschlossen. Bars, Discotheken und Restaurants ebenso. Banken und Fahrrad-Werkstätten dürfen auch aufbleiben, Friseure nicht. Häuser und Wohnungen dürfen rund um die Uhr nur mit gutem Grund verlassen werden - allerdings zählen dazu auch Sport oder spazieren gehen. Die erlaubten Kontakte mit anderen Haushalten sind massiv eingeschränkt. Wenn Geschäfte und Kultureinrichtungen am 18. Januar wieder aufgehen, müssen Besucher zunächst einen negativen Corona-Test vorweisen, um sie zu besuchen.

In Deutschland gilt der aktuelle Lockdown schon seit dem 16. Dezember und zunächst bis zum 10. Januar. Viele Geschäfte müssen seit am Mittwoch, 16. Dezember geschlossen bleiben, nur noch Waren des täglichen Bedarf dürfen verkauft werden. Generell bleibt der Einzelhandel geschlossen. Ausnahmen gelten etwa für Lebensmittelmärkte, Abhol- und Lieferdienste auch der Gastronomie, Apotheken, Drogerien, Optiker, Tankstellen, Autowerkstätten, Banken, Post, Reinigungen und Weihnachtsbaumhändler. Friseure, Kosmetikstudios und ähnliche Betriebe bleiben geschlossen, sofern sie nicht medizinisch notwendige Behandlungen vornehmen. Für die Ausgangssperren am Abend in vielen Regionen verbreitet sich ein ganz übler Trick - die Polizei ist gewarnt. (lin mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Marius Bulling via www.imago-images.de

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