In der Testphase

WhatsApp mit neuer Funktion: Foto-Revolution bietet neue Möglichkeiten

Die beiden Logos von Facebook und WhatsApp auf einem Smartphone
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WhatsApp plant eine Neuerung beim Verschicken von Fotos

Der Messenger-Riese WhatsApp testet immer wieder neue Funktionen, um sie dann bei Updates einzuführen. Jetzt sollen selbstzerstörende Bilder Teil der App werden.

München - Nachdem WhatsApp vor kurzem im App-Store angekündigt hat, dass es zukünftig möglich sein soll, Videos ganz ohne Ton zu verschicken, steht jetzt ein neues Feature auf dem Prüfstand. Wie schon der Konkurrenz-Dienst Telegram oder die Schwester-Plattform Instagram will jetzt auch WhatsApp seinen Nutzer:innen ermöglichen, selbstzerstörende Bilder zu verschicken. Laut dem Portal WABetaInfo wird die Funktion aktuell für Android- und iOs-Systeme getestet. Selbstlöschende Textnachrichten waren bereits Teil eines Update für die Android-Version im Februar.

Selbstzerstörende Bilder bei WhatsApp: Was bringt die neue Funktion?

Bisher werden Bilder, die Nutzer:innen über WhatsApp verschicken, meist automatisch auf dem Gerät des Empfängers gespeichert. Das nimmt einerseits Speicherplatz weg, andererseits sind die Fotos jederzeit wieder abrufbar - auch wenn ein Bild nicht mehr aktuell ist oder Situationen zeigt, die dem Sender mittlerweile peinlich sind. Wer Fotos verschickt, sollte als vorher sehr genau überlegen, ob er seinem Gegenüber die Bildinformation langfristig überlassen möchte. Gerade peinliche oder pikante Fotos werden beispielsweise nach Trennungen oder Streits immer wieder in üblen Aktionen veröffentlicht. Die Funktion der selbstzerstörenden Bilder soll es ermöglichen, Schnappschüsse nur kurz sichtbar zu machen, ohne dass sie weiter auf fremden Geräten gespeichert werden.

Neues WhatApp-Feature: Wie sollen die selbstzerstörenden Bilder funktionieren?

Konkret soll die Funktion laut WABetaInfo ähnlich wie bei Instagram Direct aussehen. Fotos, die vor dem Versenden als selbstzerstörend markiert werden, sind im Chat zunächst nicht mit ihrem tatsächlichen Inhalt zu sehen, sondern werden bis zum Öffnen verschleiert angezeigt. Nachdem der Empfänger das Bild geöffnet hat, sieht er es dann komplett - allerdings wohl nur so lange, bis der Sender den Chat wieder verlässt. Wird der Chat erneut aufgerufen, soll das Foto dann nicht mehr angezeigt werden. Die selbstzerstörenden Bilder werden außerdem eben nicht automatisch heruntergeladen und beim Empfänger gespeichert wie bisher.

Selbstzerstörende Bilder bei WhatsApp: Was passiert, wenn versucht wird einen Screenshot zu machen?

Eine Frage ist jedoch noch nicht geklärt, so WABetaInfo: „WhatsApp hat bis jetzt noch keine Funktion zum Entdecken von Screenshots für die selbstzerstörenden Fotos implementiert.“ Auch wenn sich das eigentliche Bild selbst zerstört, könnte also ein Screenshot angefertigt werden, um so den Inhalt festzuhalten. Denkbar wären für dieses noch ungeklärte Schlupfloch verschiedene Lösungen: So könnte der Sender darüber benachrichtigt werden, wenn jemand einen Screenshot vom selbstzerstörenden Bild gemacht hat. Auch eine Blockade von Screenshots bei den entsprechenden Bildern wäre vorstellbar oder eine direkte Löschung des Bildes, sollte jemand versuchen einen Screenshot zu machen. Wie die fertige Funktion letztendlich aussehen wird, bleibt also noch offen - bis die Nutzer:innen tatsächlich selbstzerstörende Bilder verschicken können, wird es noch etwas dauern. (eu)

WhatsApp hat einige Tricks zu bieten, die manchmal erst auf den zweiten Blick zu finden sind. Neben der Broadcast-Liste und der Gruppencall-Funktion haben wir hier wichtige Funktionen für Sie zusammengefasst. Wegen einer geplanten Zwangs-Änderung der Datenschutzrichtlinien freuten sich in letzter Zeit Konkurrenten des Messenger-Diensts über Zulauf.

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