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WhatsApp: Über Google können Unbefugte in Gruppen eindringen - Diese Nutzer sind betroffen

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Bei Google sind Links zu Einladungen in Gruppen bei WhatsApp aufgetaucht.

Bei WhatsApp sind Links zu Gruppen-Chats in der Suche von Google aufgetaucht. Sind auch Ihre Daten betroffen?

  • Bei WhatsApp können Nutzer ihre Freunde in Gruppen einladen
  • Links zu Gruppen waren allerdings nicht privat, wenn sie öffentlich geteilt wurden
  • Unbefugte konnten über die Links auf Suchmaschinen wie Google auf Daten zugreifen

Nutzer bei WhatsApp* können Freunde per Link zu einem Gruppenchat einladen. Wenn der Empfänger die Link-Einladung öffnet, wird er automatisch zur Gruppe hinzugefügt. Soweit so gut. Doch wie "The Verge" berichtet, waren solche Links nicht privat. Denn wenn man auf Google die verschickte URL suchte, konnte man die Link-Einladungen über sogenannte Meta-Tags finden. Nutzer fragen sich jetzt: Bin ich auch betroffen? Und wie kam es dazu? Eine chronologie der Ereignisse.

WhatsApp: Journalist Jordon Wildon macht auf Daten-Leck bei Google aufmerksam

Als Erster hatte der Journalist Jordon Wildon auf das Daten-Leck bei WhatsApp und Google aufmerksam gemacht. "Whatsapp-Gruppenchats sind nicht so sicher, wie Nutzer glauben", schrieb Wildon auf Twitter. Die Links würden bei Google in der Suche aufgelistet. Das habe einerseits zur Folge, dass auch Unbefugte fremden Gruppen bei WhatsApp beitreten können. Außerdem sind in einem solchen Fall für den Eindringling alle Telefonnummern der Teilnehmer sichtbar. 

WhatsApp: Bekannter Twitter-Nutzer Viji meldet sich zu Wort - der Fehler liegt bei Google

Auch der bekannte Twitter-Nutzer Viji meldete sich in der Diskussion zu Wort. Grundsätzlich sei es eine "typische Eigenschaft", dass die Links für alle abrufbar sind. Was hingegen überraschend sei, dass die Links von Google in der Suche aufgelistet werden. Viji schränkt jedoch ein, dass Facebook und WhatsApp keinen Einfluss darauf haben, was Google in der Suche indiziert. Der Fehler lag also bei Google. 

WhatsApp: Google hat sich noch nicht ausdrücklich zu dem Daten-Leck gemeldet

Bisher hat sich Google nicht ausdrücklich zu diesem Problem bei WhatsApp gemeldet. Lediglich Danny Sullivan, Sprecher für die Suchfunktion Googles, hat einen Twitter-Beitrag verfasst. Demnach stellte Google ein Toll für die Blockierung von Webseiteninhalten zur Verfügung. WhatsApp hat laut Google mithilfe des "noindex" Meta-Tags die Links zu den Gruppen entfernen lassen. Doch auf andere Suchmaschinen wie Bing oder Duckduckgo kann man weiter nach Einladungen in Gruppen von WhatsApp suchen. 

WhatsApp: Links nicht öffentlich teilen, sonst könnten Unbefugte über Google in die Gruppe eindringen 

Auch WhatsApp selbst hat sich zum Problem geäußert. Einladungslinks können "wie alle Inhalte, die in durchsuchbaren öffentlichen Kanälen geteilt" werden, sagte WhatsApp-Sprecherin Alison Bonny. Diese könnten logischerweise von anderen Nutzern gefunden werden. Deshalb sollten Nutzer die Links zu den Gruppen nicht öffentlich posten. Denn sonst sind sie unter Umständen auf Google auffindbar.

WhatsApp: Wie wäre es mit Signal, Threema, Telegram und Hoccer?

Die Geschichte reiht sich in eine Serie von Vorfällen ein, bei denen Unbefugte an sensible Daten von Nutzern gelangen konnten. Deshalb setzt nicht jeder Nutzer auf WhatsApp. Viele Menschen haben WhatsApp deshalb bereits den Rücken gekehrt, da sie mit der Datensicherheit nicht zufrieden waren. Und es gibt auch Alternativen. Wir haben Ihnen hier Alternativen zu WhatsApp wie Signal, Threema, Telegram und Hoccer* vorgestellt, inklusive Empfehlung von Edward Snowden. 

Von Moritz Serif 

Nun erreicht der Coronavirus auch WhatsApp*. Gleich mehrere Fake News werden über den Messenger derzeit verbreitet.

Facebook gewinnt vor Gericht gegen WhatsApp-Hackergruppe.

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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