Nach Änderung der Nutzungsbedingungen

WhatsApp-Flucht? User melden sich massenhaft bei Konkurrenz an - „Downloads schießen in die Höhe“

Zahlreiche Messenger-Apps, darunter auch Threema, Signal, und WhatsApp sind auf dem Smartphone installiert.
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Zahlreiche Messenger-Apps, darunter auch Threema, Signal, und WhatsApp sind auf dem Smartphone installiert.

Die Änderung der WhatsApp-Nutzungsbedingungen bleibt offenbar nicht folgenlos. Messenger-Konkurrenten wie Signal oder Threema melden einen regelrechten Nutzer-Ansturm.

Einsiedeln - In diesen Tagen sorgte bei WhatsApp ein Pop-up mit einer Aktualisierung der Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinie für Gesprächsstoff: Bis zum 8. Februar müssen die Nutzer den Änderungen zugestimmt haben, um den Messenger-Dienst weiterhin nutzen zu können - anders formuliert: ein Zwangs-Update.

Anfangs schrillten bei vielen die Alarmglocken, weil die Whatsapp-Nutzerdaten angeblich an Facebook weitergegeben werden sollten. Wie ein Whatsapp-Sprecher inzwischen klarstellte, werde es aber für Nutzer in der EU keine Änderungen in Bezug auf die Datennutzung geben. Im Gegensatz zum Rest der Welt: Hier werden Nutzerdaten tatsächlich bereits seit 2016 für Werbezwecke mit Facebook geteilt.

WhatsApp-Alternativen erleben Nutzer-Ansturm: Elon Musk empfielt Signal

Trotz der Richtigstellung erleben WhatsApp-Alternativen wie Signal oder Threema gerade einen regelrechten Nutzeransturm. Bei dem von vielen Sicherheitsexperten und Datenschutzorganisationen empfohlenen, verschlüsselnden Messenger Signal etwa, war Ende vergangener Woche kurzfristig sogar das Anmeldeverfahren überlastet. Dazu hatte vermutlich auch ein Tweet von Tesla-Chef Elon Musk beigetragen. Der milliardenschwere Unternehmer hatte via Twitter dazu aufgerufen, Signal zu nutzen.

User-Ansturm auf Messenger-Dienst Signal: Anmeldung überlastet

Innerhalb kürzester Zeit wurde sein Tweet Tausende Male geteilt (Stand 10. Januar 2021 mehr als 45.000 Mal). Kurzfristig konnte Signal daraufhin keine Verifizierungscodes verschicken. Grund war den Angaben zufolge, die Masse an Menschen, die sich neu anmelden wollten, wie der Messenger-Dienst selbst via Twitter mitteilte

WhatsApp-Konkurrent aus der Schweiz: Threema im Höheflug

Ähnliches spielte sich eigenen Angaben zufolge auch beim Schweizer Konkurrenten Threema ab. Der ebenfalls verschlüsselnde Messaging-Dienst twitterte am Samstag (9. Januar 2021), dass die Downloads infolge der WhatsApp-Änderung „in die Höhe schießen“.

„Denken Sie daran: Wenn Sie nicht für eine Dienstleistung bezahlen, sind Sie das Produkt, nicht der Kunde“, gab der im Gegensatz zu Signal oder WhatsApp kostenpflichtige Dienst in dem Tweet außerdem zu Bedenken. In Sachen Datenschutz lohnt sich bei WhatsApp in jedem Fall ein Blick auf vier einfache Einstellungen, mit denen mehr Privatsphäre geschaffen werden kann. (va)

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